Geschäftszahlen

Hochwald sieht sich auf Kurs

Überdurchschnittlicher Milchpreis, MilchPlus-Programm, Festpreise: Die Molkereigenossenschaft Hochwald ist mit dem Geschäftsjahr 2018 zufrieden und blickt optimistisch auf 2019.

Hochwald hat sich in 2018 weiter auf die Umsetzung der Strategie Hochwald 2020 fokussiert. Mit einem nach eigenen Angaben überdurchschnittlichen Milchpreis von 34,5 ct/kg würden sich erste Erfolge zeigen. Wichtige Bausteine wie zum Beispiel das Festpreismodell aber auch das MilchPlus-Programm habe die Molkerei umgesetzt. Die Genossen hat einen Umsatz von 1,54 Mrd. € erzielt, die Exportquote liegt bei 45,5 %, die Eigenkapitalquote wurde auf 33,4 % gesteigert. Das berichtet Hochwald in einer Mitteilung.

Ausblick auf 2019

Der Milchmarkt startete unter wesentlich festeren Vorzeichen in das Jahr 2019 als in das Vorjahr. Dazu trug die moderate Entwicklung des Milchaufkommens mit bei, das sich in Deutschland und der EU insgesamt auch aktuell unter dem Vorjahresniveau bewegt. Für das erste Halbjahr 2019 rechnet Hochwald aufgrund der Futtersituation mit niedrigeren Milchanlieferungen als im Vorjahr.

Das Unternehmen verfolge die Ziele der Strategie Hochwald 2020 konsequent weiter. Detlef Latka, Chief Executive Officer: „Wir haben unsere strategischen Ziele fest im Blick und setzen weiter auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung. Mit einer Umstrukturierung unseres Vertriebs reduzieren wir die time to market und konzentrieren uns auf die wachstumsstarken Regionen außerhalb Europas.“

Als Genossenschaft lege Hochwald Wert auf ein kontinuierliches und nachhaltiges Wachstum. „Im Gegensatz zu börsennotierten Unternehmen denken wir nicht in Quartalszahlen, sondern in langfristigeren Dimensionen. Gleichzeitig ist es unser Ziel, dauerhaft einen überdurchschnittlichen Milchpreis für unsere Erzeuger zu erzielen. Mit Projekten wie dem Neubau eines Molkereistandortes im nordrhein-westfälischen Mechernich legen wir den Grundstein hierfür“, so Latka. Im Mai 2019 wurde der Baustart der neuen Molkerei, die 2021 in Betrieb genommen wird, mit einem Spatenstich offiziell eröffnet.

Geschäftsjahr 2018

Im Berichtsjahr sind die Umsatzerlöse um 0,7 % auf 1.544,7 Mio. € gestiegen. Das Jahr 2018 war wie das Vorjahr geprägt von erheblichen Volatilitäten. Das liege vor allem an den Unterschieden in den Fett- und Eiweißverwertungen. Bereits im dritten Jahr nacheinander waren die Eiweißnotierungen auf einem historischen Tiefstand während bei Butter feste Preise zu verzeichnen waren, so Hochwald.

Als Meilensteine im Berichtsjahr bezeichnet die Molkerei zum Beispiel die Einführung des Qualitäts- und Nachhaltigkeitsprogramms MilchPlus. 50 % der Hochwald-Landwirte würden am MilchPlus Programm teilnehmen - das entspreche etwa 75 % der genossenschaftlichen Milch - und würden sich so einen Zuschlag auf den Milchpreis sichern. 2019 werde das Programm weiter entwickelt.

Außerdem bietet die Genossenschaft seit Ende 2018 ein Festpreismodell an. Basierend auf dem Börsenmilchwert können Landwirte Mengen verbindlich anmelden, die zum Festpreis abgerechnet werden. Ca. 450 Landwirte hätten bisher die für die Teilnahme notwendige Rahmenvereinbarung unterzeichnet.

An die Milchlieferanten der Muttergenossenschaft hat die Molkerei 2018 nach eigenen Angaben einen überdurchschnittlichen Milchpreis von 34,5 ct/kg (+ 0,6 ct/kg gegenüber dem Vorjahr) ausgezahlt.

Die Molkerei hat an den Standorten in Thalfang, Bolsward und Hünfeld investiert. In Thalfang wurde der Bau einer neuen Lagerhalle abgeschlossen und die Installation der vierten Kondensmilchlinie vorbereitet. In Bolsward ist die Produktion von Kondensmilch in der Glasflasche gestartet. Im Käsewerk Hünfeld wurde weiter in die Ausweitung der Kapazitäten investiert. Darüber hinaus wurden erste Zahlungen für Planung und Genehmigungen für den Neubau in Mechernich geleistet. Die Investitionssumme bzgl. des Sachanlagevermögens betrug insgesamt 43,4 Mio. €. Das Eigenkapital des Konzerns erhöht sich in 2018 auf 190,7 Mio. €, die Eigenkapitalquote stieg von 31,5 % auf 33,4 %.

Die Vertreterversammlung hat außerdem die Ausgabe einer weiteren Tranche an Genussscheinen beschlossen. Für Altinvestoren besteht die Möglichkeit, Genussscheine aus der auslaufenden Tranche 2019 zu tauschen, ebenfalls sollen neue Investoren angesprochen werden. Geplant ist ein Volumen von ca. 40 Mio. €.

Wahlen zu Vorstand und Aufsichtsrat

Turnusmäßig aus dem Vorstand ausgeschieden sind Meinolf Bödefeld, Thomas Fischer und Frank Hammen. Alle wurden von der Vertreterversammlung wieder gewählt. Aus dem Aufsichtsrat sind André Dietsch, Marko Führer, Gerhard Jordan, Heinz Rütjes, Richard Schreiner, Georg Wilsmann und Klaus Werner Wolf turnusmäßig ausgeschieden. Heinz Rütjes stand für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung, alle anderen Aufsichtsräte wurden von der Vertreterversammlung wieder gewählt. Edgar Trimborn ist vorzeitig aus dem Aufsichtrat ausgeschieden. Neu ins Gremium wurden Andreas Buttgereit und Wilfried Fielenbach gewählt.

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Artikel geschrieben von

Patrick Liste

Redakteur Rinderhaltung

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