IGMilchbarometer sinkt auf 31,5 Cent

Das IGMilchbarometer sinkt Ende September gegenüber dem Vormonat um 3,8 ct oder 10,8 % auf 31,5 ct/kg Milch. Verantwortlich für die gesunkenen Barometerwerte in den nächsten zwölf Monaten sind die deutlichen Preissenkungen für an der Börse (EEX) gehandelte Butter (- 9,9 %) sowie Magermilchpulver (- 7,6 %).

Das IGMilchbarometer sinkt Ende September gegenüber dem Vormonat um 3,8 ct oder 10,8 % auf 31,5 ct/kg Milch. Verantwortlich für die gesunkenen Barometerwerte in den nächsten zwölf Monaten sind die deutlichen Preissenkungen für an der Börse (EEX) gehandelte Butter (- 9,9 %) sowie Magermilchpulver (- 7,6 %). Das berichtet die Interessengemeinschaft Genossenschaftliche Milchwirtschaft (IGM).

Die Dürrefolgen in Nordeuropa fallen geringer ins Gewicht als noch Ende August. Im Unterschied zu den vorhergehenden Analysen sind die Preiserwartungen für das erste halbe Jahr 2019 auf niedrigem Niveau steigend.
 
Das IGMilchbarometer errechnet sich aus den Börsenkursen der nächsten 12 Monate und ist ein Frühindikator für mögliche zukünftige Entwicklung des Milchmarktes. Es soll die Milcherzeuger bei der aktuellen Einschätzung der zukünftigen Marktsituation und bei deren Milchmengenplanung für die nächsten Monate unterstützen. Es gibt nicht die zukünftigen Milchpreise wider, sondern berechnete Werte, die den Erwartungen der Marktteilnehmer an der Warenterminbörse EEX beim Terminhandel mit Butter und Magermilchpulver entsprechen.

Im September prognostizierte das IGMilchbarometer einen um 3,8 ct/kg niedrigeren Milchpreis für die nächsten zwölf Monate als noch im August. (Bildquelle: ife Institut Kiel)

DBV: "Umweltministerin nicht zum Dialog mit den Bauern bereit"

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Artikel geschrieben von

Katharina Lütke Holz

Redakteurin Rinderhaltung

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Diskussionen zum Artikel

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von Gerd Schuette

Ende 2017 ging das IG-Milchbarometer davon aus, dass die Milchauszahlungspreise im Schnitt der folgenden zwölf Monate bei 27,1ct/kg liegen werden. Am 31. Januar prognostiezierte das Milchbarometer 29,1ct/kg im Zwölfmonatsschnitt. Gekommen ist es anders. Die schwankungen, denen das IG-Milchbarometer innerhalb kürzester Zeit unterliegt, lassen auf die Zuverlässigkeit der Aussagen schließen.

von Gerd Uken

Flüssigmilchkontrakt

https://www.kaack-terminhandel.de/de/eex-fluessigmilch.html Ein Cent geht’s noch hoch und dann langsam abwärts an der Börse.

von Michael Raffenberg

Die Preise werden wirklich sehr moderat angehoben! Bei Hochwald mal gerade um einen lächerlichen cent! Und ab 1.Januar gibts wegen Dürre und Trockenheit 0,25 cent mehr an GVO-Zuschlag! Echt zum k.....!

von Rudolf Rößle

Preise

werden bei uns moderat angehoben

von Gerd Uken

Die nächsten Kontrakte sind

Wohl in trockenen Tüchern....... Nur wie unsere Molkereien sich verkauft haben das ist offiziell noch nicht bekannt

von Martin Siekerkotte

Schmal

weis es am besten DMK für Oktober 40 cent der hat Ahnung oder Ingo und Heinz haben schlechte Weinachten ihr Boli wird gestrichen

von Rudolf Rößle

Wetterwahnsinn

wenn das so weiter geht, reicht das Wasser nicht mal im Frühjahr.

von Gerd Uken

Spotmarkt ist ein ganz begrenzter Markt

Da wird die Milch hin verschoben die nicht fest verplant ist. Übermilch ,wird sie gebraucht ist die Verwertung gut-umgekehrt über Weihnachten und vor anderen Festtagen Kann man das schön beobachten. Wäre der Rohmilchpreis bei der Molkerei festgeschrieben könnten die nicht solche Eskapaden veranstalten beim LEH.. undxwüsszen genau für welchen Preis sie abgeben können oder nicht. In den USA klappt das doch auch nur in Deutschland nicht.

von Hans Nagl

Spotmilch-Preise steigen. das ist relevant

Es wird doch keine Molkerei, teuere Milch kaufen wenn's genug Milch geben würde.

von Martin Geissendörfer

Schwachsinn!

Herr Schmidt hat hier vollkommen recht! Künftige Erwartungen mit dem jetzigen Auszahlungspreis vermischen zu wollen, ist entweder absolute Dummheit oder eine Frechheit gegenüber den Milcherzeugern, oder auch beides! Ein solcher Index gehört besser heute als morgen wieder abgeschafft!

von Willy Toft

Ist da der Druck des Handel schon mit berücksichtigt?

Der Handel versucht stets eine künstliche Übersättigung des Marktes vor den neuen Handelsabschlüssen zu inszenieren, das ist mir schon länger klar. Das es aber schon bei der Börse mit berücksichtigt wird, ist mir neu. Das geht schon an den Kaffeesatzlesern der Branche vorbei, und jeder Abschluss erscheint uns in einem Bild der Willkür, die der Handel dort offeriert. Wer diese Spielregeln beherrscht, ist doch wohl offensichtlich!

von Gerd Uken

Liebe Redaktion

Dann legt doch bitte noch den Rohmilchpreis hinterher - denn die Einschätzung ist für uns relevant.

von Karl-Heinz Mohrmann

Ist doch toll wenn sich die Molkerein ihren eigenen Milchpreis willkürlich errechnen können.

von Matthias Zahn

Mengenplanung!?

"Es soll die Milcherzeuger bei der aktuellen Einschätzung der zukünftigen Marktsituation und bei deren Milchmengenplanung für die nächsten Monate unterstützen." Solange der Preis auf der Abrechnung passt wird geliefert! Warum sollte man auch vorher bremsen? Wenn der Stall bereits gebaut ist, muss man liefern wenn der Preis passt. Bremsen kann man auch noch wenn der Preis im Keller ist. Auserdem ist die Basis einer Schätzung der nächsten zwölf Monate die morgen schon wieder ganz anders sein kann ziemlich unsinnig.......

von Martin Schmidt

Kontraproduktiv

Wir brauchen kein Instrument, welches uns die Preise der weißen Linie zerschlägt. Und wenn es schon da ist, dann brauch es zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Pressemeldung herausgeben. Es würde eine Mitteilung auf den Webportalen der GENO-Molkereien genügen. Man sollte lieber auf die aktuell hohen Spotmarkt -Preise hinweisen.

von Steffen Hinrichs

Frechheit siegt !

Bauern liefern ! Aber auch die Dürre hinterläßt in der Winterfütterung ihre Spuren , die sich nicht spekulieren lassen.

von Gerd Uken

Und was sagen unsere „Experten“

Nun dazu?? Butter ist innerhalb eines Monats um 1€/kg gefallen ...... das war aber bekannt u. das Ganze passiert kurz bevor die neuen Listungsgespräche begannen! Wie kann’s wohl angehen?

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