Milchmarkt

IGMilchbarometer sinkt auf 34,6 ct/kg

Ende Mai sinkt das aus den Börsenkursen der zukünftigen zwölf Monate berechnete IGMilchbarometer gegenüber dem Vormonat um 0,6 Cent oder 1,7% auf 34,6 Cent/kg Milch.

Die Steigerung bei Magermilchpulver (+4,4%) konnten die Preissenkungen der an der Börse (EEX) gehandelten Butter (-7,4%) nicht kompensieren: Ende Mai ist das aus den Börsenkursen der zukünftigen zwölf Monate berechnete IGMilchbarometer gegenüber dem Vormonat um 0,6 Cent oder 1,7% auf 34,6 Cent/kg Milch gesunken. Das berichtet der Deutsche Raiffeisenverband (DRV).

Die IGMilchbarometerkurve Ende Mai zeigt für die kommenden Monate bis Ende 2019 schwächere Anstiege als noch vor einem Monat, was insbesondere am Milchfettmarkt liege. Die Preiserwartungen bei Magermilchpulver sind nach wie vor positiv, da trotz weiter gestiegener EU-Preise die internationale Wettbewerbsfähigkeit der EU-Ware weiterhin vorhanden ist, berichtet der DRV. Bei Butter sei zwar die Wettbewerbsfähigkeit im Export gegeben, aber hier sei sowohl die internationale als nationale Nachfrage schwächer und auch das Angebot reichlicher vorhanden. Die dadurch auf der Fettseite spürbaren Schwächetendenzen würden aber nur begrenzt durchschlagen, da der schwächere Eurokurs die Wettbewerbsfähigkeit der EU-Butter stabilisiere.

Das IGMilchbarometer soll die Milcherzeuger bei der aktuellen Einschätzung der zukünftigen Marktsituation und bei deren Milchmengenplanung für die nächsten Monate unterstützen.

Preisrückgang im Mai (Bildquelle: Werkbild)

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Artikel geschrieben von

Patrick Liste

Redakteur Rinderhaltung

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Diskussionen zum Artikel

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von Gerd Uken

@ Toft vollkommen richtig

Wir bräuchten nicht komplett den Milchhahn zudrehen es würde schon reichen wenn alle solidarisch 5% drosseln würden. Aber kann man es denen verdenken, selbst der Milchpapst hat ja seine Kuhzahl erhöht.... Es bedarf nur eines Signales an die Molkereien weniger ist mehr. 1,5 Mio to weniger würde sich auswirken gerade jetzt wo die Läger von Butter u. MMP Leer sind. Aber das will keiner hören somit werden wir auch dieses Jahr den Durchschnittspreis nicht über 35 Cent bekommen aber uns was von Sektorstrategie 2030 erzählen!

von Willy Toft

@Zahn

Wir haben alle das gleiche Ziel, nur jeder sieht seine eigene Umgebung, und versucht alles zu optimieren, was auch wirtschaftlich richtig ist! Wir leiden alle unter den Milchpreisen, und Keiner kann sich davon freisprechen, dass er/sie mit dem Preistal von 2015/16 schon fertig ist! Wir wollen ja nicht jammern, wollen Stärke zeigen, aber leben von der Substanz. Wie lange hält ein Milchviehbetrieb das aus? In Dänemark haben die Landwirte eine schwache Kapitalausstattung, da entscheidet die Bank, wer morgen Deinen Schlüssel vom Betrieb bekommt, das geht dort ganz schnell. Hier wird das Familien- Kapital verbrannt, bis nichts mehr da ist. Wir haben wohl alle mehr oder weniger in diesen Betriebszweig investiert, und die Betriebe darauf hin aufgebaut, auch weil der Boden und die Umstände nichts anderes hergeben. Bevor alle Milchbauern aufstehen, und an einem Strang ziehen, vergehen wohl noch Jahre, denn sie müssen Nachmittags wieder zum Melken nach Hause. Eine Person müsste jeder Betrieb doch mal zur Demo schicken, sonst werden wir nie wirklich auf unsere Probleme aufmerksam machen können! Lieferstreik ist ethisch verwerflich, aber das einzige Instrument, was überhaupt wahrgenommen wird. Es wäre wieder einmal freiwillig, wohin das führt, haben wir das letzte Mal gesehen. Ein Tag mehr, und es wäre zu ernsten Liefer- Engpässen gekommen, da sind nur zu viele vorher umgefallen! Jede Gewerkschaft bekommt es besser hin, nur wir hängen denn wohl zu sehr an jedem Liter Milch. Solidarität ist gefordert!

von Matthias Zahn

@Toft

Wenn sich nicht mal die Bauern um einen besseren Milchpreis kümmern indem sie das MilchBoard und den BDM unterstützen, warum sollte dann jemand anders etwas für sie tun......

von Willy Toft

Die Preis- Abschlüsse vom Frühjahr haben sogar die Experten überrascht!

Das zieht auch so ein IGMilchbarometer herunter! Der Milcherzeuger hat keine Lobby mehr, das wird uns jeden Tag aufs Neue präsentiert. Wenn bei einem ausgeglichenen Markt nicht mal Milchpreis etwas nach oben pendelt, frage ich mich, wie sich der Preis bei der nächsten Krise verhält? Ob diese 34,6 Cent überhaupt beim Erzeuger ankommen, ist auch nicht sicher. Wer spielt mit den Nerven der Bauern, bin mal wieder auf die Ausreden der Protagonisten gespannt, die uns die Milch "abnehmen".

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