Interview

Ingo Müller zur Sektorstrategie: Jetzt die Revierkämpfe abstellen! Plus

DMK-Chef Ingo Müller war Impulsgeber der Milch-Sektorstrategie 2030. Er zieht ein erstes Fazit und sagt, was jetzt passieren muss.

Dieser Beitrag erschien zuerst im Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben.

Herr Müller, genau zwei Jahre nach Ihrer Forderung nach einer „Sektorstrategie Milch“ hat die Branche auf der diesjährigen Grünen Woche ein Konzept vorgelegt. Sind Sie mit dem Entwicklungsprozess zufrieden?

Müller: Als ich den Ball vor zwei Jahren ins Rollen gebracht habe, war spannend, ob die Branche die Bildung einer Sektorstrategie Milch tatsächlich ernsthaft aufgreift und diskutiert – oder ob die Idee verpufft. Jetzt haben wir – vermutlich erstmalig - einen Schulterschluss geübt und eine Sektorstrategie 2030 für eine zukunftsfeste Milchwirtschaft...


Diskussionen zum Artikel

von Matthias Zahn

Richtig Herr Müller, dass ist kein Sprint.....

Es ist eine gemütliche Wanderung ohne Ziel. Während die Milchbauern ab vier schon wieder Richtung Heimat wollen zum melken, gehen alle anderen Marktbeteiligten in Ruhe weiter und überlegen noch irgenwo einzukehren um den Abend nichtssagend ausklingen zu lassen......

von Gerd Schuette

Inflationsausgleich

Folgende Annahmen: Milchpreis 1980 = 60 Pfennig (30ct). Durchschnittliche Inflationsrate 2,5% pro Jahr über jetzt 40 Jahre. Das ergibt mit Zinseszins 81,4 ct heute.

von Hendrik Hueske

Inflationsbremse

In den 1980er Jahren hatten wir schon höhere Preise als jetzt. Wenn wir mit der Inflation gegangen wären lägen wir heute näher an 60ct/l als an 50. Dann könnte man sich jede Diskussion um Strategien bei der kleinhaltung der Erzeuger sparen. Das will aber von den abgedrehten Herren keiner.

von Rudolf Rößle

Milcherzeuger

zu stärken ist nicht das oberste Ziel, sonst wäre der BDM sicher nicht ausgestiegen. Heute war ich bei einer LSV Demo in Dinkelsbühl mit dem Gastredner Herrn Dr. Habeck (Grüne). Er war bereit zu diskutieren und seine Sichtweise, auch als ehemaliger Agrarminister zu schildern. Applaus ... mehr anzeigen

von Gerd Schuette

Zitat: "Im deutschen Milchmarkt mit mehr als 100 Molkereien und 60.000 Milchbauern haben wir uns auf einen gemeinsamen Weg verständigt." Das klingt so, als seien die 60.000 Milcherzeuger miteinbezogen worden. Das ist mitnichten so. Der BDM hat das Ergebnis der Sektorstrategie nicht mit ... mehr anzeigen

von Ottmar Ilchmann

Den letzten beissen die Hunde

Das Hauptproblem des Milchsektors ist, dass es entlang der Wertschöpfungskette eine Stufe gibt, die dauerhaft unterhalb der Kostendeckung arbeitet. Aber daran ändert die neue Strategie nichts, weil die anderen Stufen damit sehr gut leben können, allerdings nur solange, wie die vielen ... mehr anzeigen

von Ottmar Ilchmann

"Was muss jetzt passieren?"

Ganz einfach: Die Milchpreise müssen deutlich steigen Richtung 40 Cent, sonst verlieren DMK und die anderen Molkereien ihre Rohstoffbasis schneller, als sie die Sektorstrategie umsetzen können.

von Johan Macleane

Ein Sektor Strategie? Wer hat da wohl am meiste Interesse daran!

von Steffen Hinrichs

Eine Halbzeitbewertung nach erst 5 Jahren,

wird uns dann wieder erkennen lassen ,das von den 60.000 wieder Tausende den Hof aufgeben mußten !

von Hendrik Hueske

Wir müssen sollen können dürfen.....

Nix passiert in dem Laden damit die Preise mal überdurchschnittlich werden. Hohl Phrasen und Möhrchen mit der Angel vor die Nase halten ist das einzigste was kommt.

von Gerd Uken

Was bringt den 60000 diese Molkerei Strategie.

Gleiche Standards ! QM Audits.... Keine Korrektur des Umrechnungsfaktors von 1:1,033 und das schon im eigenen Haus unterschiedlich. Keine verbindlichen Preise und das ganze letzte Jahr Unterdurchschnittliche Preise......

von Rainer Hoffmann

Nur lesbar für ...

Einen Teil der Deutschen Bauern . Wird auch nicht schlimm sein da man nix zum Vorteil der Erzeuger Preise ändern will .

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