Intervention: 30.000 t Milchpulver verkauft

Bei der aktuellen Ausschreibungsrunde zum Verkauf von Magermilchpulver aus den Interventionsbeständen sind 83 Angebote eingegangen. Verkauft wurden 30.493 t zum Preis von 123 Euro/100 kg, berichtet der Deutsche Bauernverband.

Die Interventionsbestände sinken. (Bildquelle: Reimink)

Bei der aktuellen Ausschreibungsrunde zum Verkauf von Magermilchpulver aus den Interventionsbeständen sind 83 Angebote eingegangen. Verkauft wurden 30.493 t zum Preis von 123 Euro/100 kg, berichtet der Deutsche Bauernverband.

Artikel geschrieben von

Patrick Liste

Redakteur Rinderhaltung

Schreiben Sie Patrick Liste eine Nachricht

ASP-Impfstoff für Wildschweine?

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

von Rita Kienberger

Der BDM vertritt die Milchbauern!

Das Programm kann jeder selbst lesen.auch ein Herr Müller!! Wenn nicht,kann er sich weiter "vertreten!!" lassen,bei seinem Lieblingsverband.

von Matthias Zahn

@Gerd Schütte

Einfach nicht mehr antworten. Die Strategie des Herrn Müller liegt ganz offensichtlich darin die Bauern mit sinnlosen, sich im Kreis drehenden Diskussionen zu beschäftigen. Ohne dabei auch nur einen konstruktiven Ansatz beizutragen.......

von Bernd Müller

Herr Schütte

Das Problem ist bloß, dass der Milchviehhalter gar nicht so schnell reagieren kann, wie es manchmal nötig wäre. Wir haben dort doch oft Reaktionszeiten von einem Jahr.

von Gerd Schuette

Im worst-case-Szenario ist ein Eingreifen vor dem Molkereitor für die Milchviehhalter deutlich besser, als ein Eingreifen hinter der Meierei (Intervention). Es entstehen keine MMP und Butterberge, die später eine Erholung des Marktes bremsen.

von Bernd Müller

Herr Uken

muss man vielleicht nicht, wird aber gemacht!

von Gerd Uken

????

! Der Betrieb, der mit 35 Cent Vollkosten zurecht kommt möchte bei 50 Cent seine Produktion ausdehnen..... Zitat Müller Nun frag ich mich muss man das wenn man mit seiner Kuhzahl und den 50 Cent gut leben kann?

von Bernd Müller

Herr Schütte

Sie haben recht. Die Intervention ist auch kein Allheilmittel. Es kann höchstens den absoluten worst Case abdecken. Wir müssen uns grundsätzlich Gedanken machen ob eine Regulierung den erwarteten Erfolg bringt. Diese muss korrekt wissenschaftlich durchleuchtet werden und man muss auch die Nachteile, die vor allem langfristig entstehen, gegenüber stellen. Hier wird immer unsachlich behauptet, wenn man nicht der Meinung des BDM ist, dann ist man grundsätzlich gegen steigende Preise. Was natürlich absoluter Quatsch ist!

von Gerd Schuette

123€/100kg ist ein erschreckend niedriger Preis. (Knapp 30% unter dem aktuellen Preis für MMP). Die Mengen in der Intervention belasten den Milchmarkt bereits zwei Jahre und ein Ende ist noch nicht in Sicht.

von Gerd Schuette

Wo liegt der Milchpreis bei dem eingegriffen wird? Zugegeben, je mehr Leute man dies fragt, um so mehr verschiedene Meinungen wird es geben. Jedoch auch bei dem Instrument der Intervention hat man es immer wieder geschafft diesen Punkt festzulegen. Warum sollte dies bei Kriseninstrumenten, die vor den Molkereitoren wirken, nicht funktionieren. Worauf es ankommt ist erstens die grundlegende Entscheidung ob man dem Markt Regeln auferlegen will oder ob es ein Markt ohne Regeln sein soll. Und zweitens, wenn man sich entschließt Regeln einzuführen, wo sollen sie greifen? Vor dem Molkereitor oder dahinter, wie bei der Intervention?

von Bernd Müller

Herr Zahn

wenn Sie nicht mehr weiter wissen werden Sie wieder unsachlich. Wenn man etwas verändern möchte muss man doch eine klare Vorstellung haben wie es umsetzbar ist. Es wird irgendwas rausgehauen und keiner hat sich wirklich Gedanken gemacht wie es funktionieren soll.

von Matthias Zahn

Keine Sorge Herr Müller

die nächste Krise kommt bestimmt. Und dann können alle wieder billig melken. Gott bewahre uns vor jeglicher Veränderung im Markt. Egal was vom BDM kommt. Es MUSS alles schlimmer sein als jede Milch- und Dürrekrise. Aber Herr Müller, Sie und ich sind ja gut aufgestellt..... bis demnächst.

von Bernd Müller

Herr Zahn

Und genau das ist das Problem: Sie haben keine Antwort auf die entscheidende Frage. Und Sie sagen es werden Lösungen zerredet.

von Matthias Zahn

Herr Müller

Auf ihre Frage gibt es keine abschließende Antwort! Zuerst brauchen wir ein umdenken, das die Branche dieses Problem überhaupt angeht. Danach müssen wir abstecken in welchem Rahmen wir uns bewegen. Welche Finanzmittel stehen zur Verfügung uvm. Erst dann kann man einen Korridor festlegen. Dieser sollte dann von der Monitoringstelle verwaltet und die Entspechenden Kriterien umgesetzt werden. Aber vorher brauchen wir einen konstruktiven Dialog mit allen Beteiligten. Bisher konzentrieren sich die Meisten (inkl. Ihnen) aber nur auf das zerreden des BDM ansatzes. Sie sind gerne eingeladen etwas konstruktives bei zu tragen.

von Bernd Müller

Ich hätte gerne eine Antwort noch

Wo ist der Milchpreis bei dem regulierend eingewirkt werden muss und wer legt den nach welchen Kriterien fest? Diese Frage muss als erstes beantwortet werden wenn man eine gemeinsame Lösung auf Eu-Ebene haben will. Hier sehe ich ein Problem bei allen Lösungen die wie auch immer in den Markt eingreifen um den Preis zu halten.

von Matthias Zahn

Freie Märkte

Also wenn schon freie Märkte dann bitte auch die Intervention abschaffen. So ein bisschen Mengsteuerung "Light" bringt ja wohl gar nix. Dann lieber knallharter Wettbewerb.....

von Matthias Zahn

EU Binnenmarkt

Genausowenig wie es einen deutschen Milchmarkt gibt, gibt es auch keinen deutschen Ferkelmarkt. Es gibt für beides nur den EU Binnenmarkt. Leider sind viele Bauern noch nicht soweit das zu verstehen. Weshalb diese Diskussionen auch zu nix führen...... Herr Müller, wissen Sie eigentlich, das es unter dem Dach des EMB inzwischen zahlreiche Organisation aus ganz Europa gibt, welche die gleichen Forderungen wie der BDM vertreten? Und ehrlich, der größte Schwachpunkt bei der Milch ist der Bauernverband...... Und dazu fällt selbst mir leider auch nix mehr ein......

von Gerd Uken

Ich frag jetzt noch mal Herr Bruns

Kann das Friesland Campina Modell funktionieren? Denken Sie an Ende 2015 da hat R F/C ihre Übermilch(15% ) über Spotmarkt verkaufen müssen , das belastete den Auszahlungspreis damals und wer bei denen drosselte bekam es nach dem Bonus Malus Prinzip vergütet. Nun greifen sie direkt ein um den Preis zu stabilisieren -beliefern wir dann demnächst deren Märkte ? Die Intervention hat so lange funktioniert wie es feste Preise gab. Das hat Hogan jetzt ja in Ausschreibung umfunktioniert. Der Markt kann so gar nicht funktionieren!!

von Bernd Müller

Herr Uken

Ich glaube nicht, dass die „Großen“ bei 25 Cent die Produktion gesteigert haben. In der Milchviehhaltung ist das ein langwieriger Prozess. Man kann sich nicht do einfach dem Markt anpassen. Es muss kurzfristige Lösungen geben. Dazu gehört für mich die Intervention dazu aber langfristig muss es der Markt regeln, es sei denn wir finden einen Weg um uns abzuschotten. Aber ich glaube wir sind uns einig, dass das nicht passieren wird. Wenn man sich die Geschichte der BRD mal rückwirkend ansieht haben all die Märkte nicht funktioniert in denen sich zu stark eingemischt wurde. Zb der Arbeitsmarkt, Kohle, Schiffsbau und und und..

von Gerd Uken

Das schwierige ist das es EU weit umgesetzt

Wird! Die Monitoringstelle in Brüssel gibt es die hat nur keine Macht. Ich frag jetzt noch mal ganz direkt wollen sie lieber das RF/C Modell? Denn die Argumentation wenn der Milchpreis exorbitant steigt das dann die großen noch mehr liefern???? Sie die Großen haben ja auch bei 25 Cent massiv gesteigert um den Verlust auszugleichen und das in einen Markt der es nicht aufnehmen konnte-deshalb doch das ganze Pulver. Der CEO von R F/C hat das erkannt das man mit Bulkprodukten keinen Gewinn/Wertschöpfung erzielen kann

von Bernd Müller

Herr Uken

den Schweinezyklus bei der Milch haben wir vor der Quote gehabt und den werden wir nach der Quote haben nur stärker. Der Markt muss es langfristig regeln, sagt selbst Herr Ilchmann vom ABL in einem meiner Vorkommentare. Der größte Schwachpunkt liegt nach meiner Meinung in den unterschiedlichsten Interessen der Marktteilnehmer alleine schon in Deutschland. Wenn das Angebot alleine entscheidend ist, müssten die Ferkelpreise in Deutschland ja ins unermessliche steigen. Weitere Schwachpunkte habe ich in meinen Vorkommentaren zu genüge erläutert und dazu hat Herr Zahn mir auch noch keine plausible Erklärung gegeben. Ich lasse mich gern vom Gegenteil überzeugen, aber die Argumentation muss auch schlüssig sein.

von Gerd Uken

Wo liegt der Schwachpunkt denn nun genau?

Oder favorisieren sie Herr Müller dann lieber das Friesland Campina Modell mit fester Anlieferungsmenge und einer Steigerung vön 1,5%?? Denn wenn wir hier so weitermachen bekommen wir ja auch den „Schweinezyklus“ bei der Milch.

von Bernd Müller

Herr Zahn

Ich möchte auch nicht näher auf ihre Argumente eingehen. Sie haben mich anscheinend nicht verstanden. Wichtig ist nur, es gibt auch deutliche Nachteile in der Herrangehensweise des BDM. Die sollte man unbedingt in die Argumentation einfließen lassen und das vermisse ich bei Ihnen!

von Matthias Zahn

Herr Müller

1. Es gibt keine Quote mehr und keiner will eine neue einführen. Bitte verabschieden sie sich von dieser Vorstellung. 2. Das habe ich schon oft geschrieben. Es heist Milchmarkt Krisen Management! Das bedeutet die Menge wird nur in Nachfrageschwachen Zeiten gergelt. Wenn der Preis passt kann jeder machen was er will. Auch wachsen. Es gibt ja auch ein moderates Nachfragewachstum am Markt. 3. Die Höhe des erreichbaren Milchpreises richtet sich nach den umsetzbaren Maßnahmen und danach, was Bauern wie sie, bereit sind mit zu tragen. In erster Linie geht es darum Markteinbrüche wie 2016 und 2009 ab zu mildern. Außerdem haben wir ja den Bauernverband als starken Gegenspieler der schon aufpasst das die Preise nicht zu sehr steigen. 4. Immer mehr Molkereien gehen ohnehin zu einem Bonus/Malus System im schwierigen Zeiten über. Hier werden gerade die Wachstumsbetriebe zur Kasse gebeten, da sie den Markt auch in besonderem Maße belasten. 5. Aufgrund ihrer Argumentation haben Sie sich ganz offensichtlich noch niemals näher mit dem BDM Ansatz auseinander gesetzt, sonst müsste ich nicht immer wieder von vorne anfangen. Ich denke ich kann nicht alle ihre Fragen beantworten. Dann melken wir besser weiter unter den Produktionskosten. Ist sicher die gerechtere Lösung. Lohnbetrieb gründen oder Biogasanlage bauen und die Gewinne direkt in die Milchviehhaltung stecken. Das senkt zwar nachhaltig den Milchpreis aber egal...... so jetzt reicht's für heute. Man kann ja niemand zu seinem Glück zwingen.....

von Bernd Müller

Herr Zahn

Die Antworten?

von Matthias Zahn

Unterschiedliche Interessen!?

Herr Müller wir hätten beide gerne einen höheren Milchpreis! Und ich denke alle anderen 59998 haben dasselbe Interesse. Unabhängig ihrer Produktionskosten. Das Problem der unterschiedlichen Leistungsfähigkeit der Betriebe besteht aber immer. Ob bei 25 oder 40 ct. Der bessere ist und bleibt der bessere. Die Konkurrenz untereinander haben wir immer. So oder so.....

von Bernd Müller

Herr Zahn

Klar, der Mensch bestimmt den Markt, keine Frage! Die Interessen der einzelnen Teilnehmer sind aber zu unterschiedlich. Dort liegt auch ein Problem

von Bernd Müller

Herr Zahn

Wohin soll sich der Preis denn nun bewegen damit er für alle auskömmlich ist und diejenigen die günstiger Produzieren können ihre Produktion nicht weiter ausdehnen? Wer bestimmt die Grenze wo regelnd eingewirkt wird? Jeder muss zudem dann eine bestimmte Liefermenge einhalten. D.h. ihm wird eine „Lieferquote“ vorgeschrieben. Wonach bemisst sich diese? Wie wird verhindert, dass sie über Betriebskauf oder Pacht an den Nachbarn geht? Was passiert in Jahren wie diesen? Einige haben keine oder wenig Einbußen, einige große? Wie wird dort in Bezug auf die Mengen reagiert betriebsindividuell? Alles spannende Fragen auf die Sie sicher schon eine Antwort für jede einzelne haben...

von Matthias Zahn

Der Markt!

Sind wir Bauern nicht Teil "des Marktes"? Wer ist denn dieser ominöse "Markt" der alles regeln soll? Ist der etwa von Gott gegeben!? Nein, der Markt ist von Menschen gemacht. Er agiert nach den Regeln die wir als Gesellschaft ihm geben! Und solange wir Bauern unsere Hausaufgaben der Marktpflege nicht erledigen, wird sich auch nichts an den Milchpreisen ändern. Da hilft hoffen auch nichts..... Es geht genauso weiter wie es seit 2009 gelaufen ist. Nur etwas schlechter, da uns keine Quote mehr davon abhält den Preis vollends zugrunde zu melken. Wie sagte Einstein, " Die höchste Form des Wahnsinns ist es, alles beim alten zu lassen und trotzdem zu hoffen das sich etwas ändert!"

von Bernd Müller

Herr Zahn

Ja ich sehe Probleme beim Ansatz des BDM in der Umsetzung, habe mich aber nie gegen höhere Preise ausgesprochen! Jeder Betrieb muss für sich individuell sehen wo seine Grenze ist und entweder seine Zukunft unter den derzeitigen Bedingungen sehen, Alternativen in welcher Form auch immer betrieblich schaffen oder aussteigen. Ein Hauptproblem bleiben die unterschiedlichen Rahmenbedingungen innerhalb D und der EU . Daran muss gearbeitet werden und solang die nicht gegeben sind muss hier ein Ausgleich erfolgen. Ja, es gibt Instrumente mit denen man KURZFRISTIG reagieren kann, aber LANGFRISTIG wird es nur der Markt regeln.

von Matthias Zahn

Herr Müller

Höhere Preise kommen aber nicht von allein, sondern dafür müssen WIR Bauern etwas tun. Stichwort "Nachfrageorientierte Produktion". Da versuchen wir mit dem BDM Lösungen zu erarbeiten. Ich akzeptiere, dass sie das kritisch sehen. Und diese Position gestehe ich ihnen zu. Aber dann stehen Sie bitte auch zu ihren Aussagen. Neulich haben Sie den Rinderreport angeführt und aufgezeigt, dass man auch 2016 noch Geld verdienen konnte. Zumindest 25% der Betriebe. Und nun sehen sie zwar den Ansatz des BDM einer nachfrageorientierten Produktion kritisch und hätten aber trotzdem gerne einen höheren Preis. Ihre Aussagen sind widersprüchlich. Wenn wir Bauern nichts tun, dann ändert sich auch nichts auf unserer Milchgeldabrechnung. Punkt. Sie sagen sie haben Interesse an höheren Milchpreisen. Also meine Frage, "Wo sollen diese denn her kommen, wenn WIR am aktuellen System nichts ändern und weitermachen wie vorher!?"

von Gerd Uken

Die Quote hat ja nie gegriffen

Sie diente genauso der Mengensteuerung. Molkereisaldierung und Erhöhung dienten alle nur einem Ziel. Nur im letzten Jahr als ordentlich gesteigert wurde da war ja auch kräftige Superabgabe fällig. Im Kriesenjahr hat uns die Intervention auch nicht vor 19 Cent bewahrt!! Das eine freiwillige Mengenbegrenzung sehr wohl greift hat uns 2016 gezeigt.

von Bernd Müller

Und Herr Zahn

Ja, sie haben keine Quoten usw vorgeschlagen. Eine Mengenbegrenzung auf betrieblicher Ebene hat aber den gleichen Charakter und damit ähnliche Folgen. Bitte lesen Sie meine Kommentare richtig!

von Bernd Müller

Herr Zahn

Ich habe Ihnen ganz klar dargestellt wie ich über ihre Argumente denke. Wenn ich aus meiner Sicht an ihren Argumenten zweifle und Punkte anführe die dagegen sprechen könnten werfen Sie mir vor ich hätte kein Interresse an höheren Preisen. Das ist für mich unsachlich! Niemand hat etwas gegen höhere Preise! Entscheidend ist, dass man sich auch Gedanken über die Umsetzbarkeit seiner Vorschläge macht und sich auch der Nachteile bewusst wird. Das vermisse ich bei Ihnen!!

von Gerd Uken

Die Intervention dient nur den Molkereien

Um den Milchpreis nicht auf Weltmarkt Niveau Absinken zu lassen und um nachher den Preis längergedrückt zu halten Alles andere was Herr Müller da von sich gibt sind totschlagargumente wenn sonst nichts mehr greift. Der 148 beinhaltet ja das man Nenge und Preis vorher abstimmt dann wäre die Intervention ohne Wirkung

von Matthias Zahn

Herr Müller

SIE haben unsachlich von irgendwelchen Quoten und deren Kosten angefangen. Das sind Dinge die niemand derzeit vorschlägt oder Diskutiert. Sie beginnen eine Diskussion in eine vollkommen andere Richtung weil ihre Argumente vorher nicht gezogen haben. Der Unterschied zwischen uns beiden liegt darin, dass ich zusammen mit dem BDM nach Lösungen suche, wie es gehen KÖNNTE. Ob das funktioniert weis ich erst danach. Während Sie ganz offensichtlich nicht nach Lösungen suchen, sondern das derzeitige System so akzeptabel finden. Außer "ja, aber" kommt ja nichts. Und ich habe sie neulich bereits gefragt. Wieso verwenden Sie soviel Zeit dafür, sich selbst das Recht auf bessere Preise ab zu erkennen? Was wäre so schlimm daran, wenn wir in der nächsten Krise wieder ein freiwilliges Programm zur Mengenreduzierung laufen lassen würden? Hat ihnen das weh getan? Für den Einsatz der Intervention sind sie ja offensichtlich auch. Obwohl ALLE IHRE Argumente gleichermaßen gegen den Einsatz von Mengensteuerung UND Intervention sprechen. Also nehme ich an sie gehen davon aus, dass Ihr Betrieb gut aufgestellt ist. So wie ich auch davon ausgehe und die anderen 60000 Milcherzeuger in D ebenso.

von Bernd Müller

Herr Zahn

Ich denke auch. Sie fangen immer an unsachlich zu werden wenn es ins Detail geht....

von Matthias Zahn

Herr Müller

Ein dauerhafter Deckel wie sie ihn sich vorstellen wird nicht funktionieren. Und da macht ihnen keiner mit. Die Einzelbetriebliche Entscheidungsfreiheit sollte weitestgehend erhalten bleiben. Genau deshalb ist im BDM Konzept kein dauerhafter Deckel vorgesehen. Nun, ich denke ich mache Schluss für heute..... sie benötigen offensichtlich auch keinen höheren Preis. Glückwunsch.....

von Bernd Müller

Herr Zahn

Die Höhe ist nicht entscheidend. Die Unterschiede sind einfach zu groß und das ist das Problem! Der Betrieb, der mit 35 Cent Vollkosten zurecht kommt möchte bei 50 Cent seine Produktion ausdehnen. Macht ja auch Sinn. Eine Regulierung funktioniert nur über eine Art Quote. Diese Quote würde dann auch gehandelt werden, selbst wenn es rechtlich nicht möglich ist (siehe Anfänge der damaligen Quote). Dieser Handel zieht Kosten nach sich und die Produktion würde letztendlich wieder zum günstigsten Produzenten gehen mit dem Unterschied, dass wir wieder Sofamelker produzieren.

von Matthias Zahn

DEN einen Preis gibt ea nicht

Irische Bauern haben auch bei den Reduktionsprogrammen mitgemacht. Und ich weis, dass zu den Preisen wie 2016 niemand mehr wirklich Geld verdient. Wie wärs wenn wir im ersten Schritt damit anfangen Krisen zu vermeiden. Deshalb heist es auch Milchmarkt-Krisenmanagement. Sie sind gerne eingeladen, einen realistischen Vorschlag zu machen auf welchem Niveau wir uns bewegen!? Noch eine Gegenfrage. Welchen Milchpreis brauchen Sie um ihren Milchviehbetrieb langfristig halten zu können. Bitte die reine Milchviehhaltung ohne Nebenbetriebe.......

von Bernd Müller

Herr Zahn

Wo ist das Preisniveau mit dem alle zurecht kommen? 50 Cent für den Betrieb mit 20 Kühen in Anbindehaltumg 30 Cent für den Norddeutschen Großbetrieb oder 25 Cent für den irischen lowcost-Betrieb?

von Matthias Zahn

Anmerkungen

1. 2014 haben schon alle auf den Quotenausstieg hin gearbeitet. Deshalb gab es 2015 auch nochmal ordentlich Superabgabe. 2. Eine Europaweite Mengenreduzierung ist möglich und wurde durch die zwei Programme zur Mengenreduzierung bereits in der Praxis umgesetzt! Hogan würde das auch nochmal einsetzen. 3. Marktanteile- verlieren wir keine, da die Menge nur auf das reele Niveau der Nachfrage reduziert wird. Warum sollten wir offene Nachfrage nicht bedienen? 4. WEIL wir die Gesetze des Marktes beachten MÜSSEN, macht es keinen Sinn mehr zu produzieren als Nachgefragt wird!!! Wer will findet einen Weg, wer nicht will findet eine Ausrede.....

von Bernd Müller

Im übrigen Herr Zahn

In 2014 war die Menge noch reguliert

von Bernd Müller

Herr Zahn

1. die Intervention ist eine, wie gesagt nur eine, Maßnahme um einen totalen Verfall des Preises zu regeln. Da haben Sie mir selbst zugestimmt! 2. die Mengen aus der Intervention müssen irgendwann auch wieder raus! 3. wir haben nun mal einen EU -Markt, teilweise sogar einen Welt-Milchmarkt. Solange wir die Erzeuger innerhalb der EU nicht unter einen Hut bekommen brauchen wir nicht über ein Instrument zur Mengenreduzierung nachdenken und selbst wenn, ist es fraglich ob es bei den sich weiter öffnenden Märkten Wirkung zeigen wird. Das wir in Deutschland unsere Zukunft im Qualitätssegment suchen müssen ist auch klar. Eine Mengenreduzierung bedeutet aber weitere Kosten (Stichwort Quotenkosten) und LANGFRISTIG einen Verlust von Marktanteilen auch innerhalb Deutschlands. Wir können nun mal langfristig die Gesetze des Marktes nicht über den Haufen werfen.

von Matthias Zahn

Ausreden

Der Milchmarkt war im Dezember 2014 bereits eingebrochen. Da wurde Käse schon für 2,15 das Kilo verramscht. Dann kam nochmal eine Erholung Anfang 2015 aufgrund der Superabgabe (da haben wir Milchbauern schon bewiesen wie schnell wir reagieren können) und dann hat es nochmal bis Mitte 2016 gedauert bis wir den Markt vollends an die Wand gefahren hatten. WAS ist an dieser Entwicklung bitte kurzfristig? Die beiden Programme zu Mengenreduzierung waren noch kurzfristiger angelegt und trotzdem haben enorm viele Milchbauern mitgemacht.... Entscheidend ist der Wille etwas zu tun, dann findet sich auch ein Weg. Hätte man Ende 2015 bereits begonnen gegen zu steuern wäre 2016 bei weitem nicht so krass geworden! Wir hatten genug Zeit!! Aber unsere Molkerei- und DBV Vertreter haben ja die Zeichen des Marktes immer klein geredet und auf die enormen Chancen verwiesen. Am Ende haben wir die Mehrproduktion zur Hälfte in die Intervention gepackt und die andere Hälfte innerhalb der EU verramscht. Die Steigerung der Weltmarktanteile war marginal und nur dem Umstand geschuldet, dass der EU Milchpreis im Verhältnis zum Weltmarktpreis stärker gefallen ist. Das ermöglichte mehr Exporte aufgrund besserer Rohstoffkosten. Und dem BDM wurde nur Panikmache unterstellt- obwohl wir im Nachhinein (leider) recht behielten.....

von Bernd Müller

Und Herr Zahn

Sie vergessen bloß, dass man die Produktion nicht so kurzfristig senken kann. Eine Intervention kann hingegen schon kurzfristig einwirken!

von Matthias Zahn

Und....

man darf den Einfluss der EU Produktion auf den Weltmarkt nicht unterschätzen. Unsere Überproduktion senkt den Weltmarktpreis der sich wiederum auf unsere Auszahlungspreise auswirkt. Mit einem Hebel von 1:3 (ein Prozent Mengenausweitung der EU belastet den Weltmarkt mit 3 Prozent) hat GERADE die EU eine enorme Wirkung. Wir können den Weltmilchpreis nicht dauerhaft hoch halten. Das Stimmt. Aber wir können ihn durch unsere unkontrolliert Expansive Produktion dauerhaft unter Druck setzen.....

von Matthias Zahn

Übrigens Herr Müller

Ihr Argument, "das dann die anderen liefern" ist ja mit dem Einsatz der Intervention genauso gültig. Ob ich vor der Molkerei weniger liefer oder nach der Molkerei durch Intervention eine künstliche Nachfrage organisiere ist diesbezüglich immer der gleiche Effekt bzgl. außereuropäischer Angebote. Der Unterschied liegt in der Wirkung auf den Markt. Eine vorübergehende Drosselung der Produktion entlastet den Markt sofort und Nachhaltig. Intervention entlastet den Markt kurzfristig und belastet langfristig.....

von Martin Siekerkotte

Artikel 148

Umsetzen

von Matthias Zahn

Herr Müller

Aus meiner Sicht, haben wir in solchen Jahren wie 2009 und 2016 soviel Milich am Markt, dass diese nur unter sehr großen Preiszugeständnissen in den Markt gedrückt werden kann. Man kann auch sagen, für eine gewisse Menge X existiert gar keine Nachfrage. Sie entsteht nur durch extrem niedrige Preise. Wo also keine Nachfrage ist, kann kein anderer einspringen. Die ganzen Ramschposten provozieren wir Europäer selber und bedienen diese auch. Die Amerikaner und die Neuseeländer, ebenso die Iren, versuchen doch im Hochpreissegment Konkurrenz auf zu bauen. Egal wieviel wir liefern und wo der Preis gerade steht......

von Bernd Müller

Nein Herr Zahn

wenn wir die Intervention nicht hätten, wie sollen die Amerikaner sie dann beliefern. Aber die Intervention ist, und da sind wir uns anscheinend einig, ein Instrument um den Milchpreis nicht ins bodenlose sinken zu lassen. Der andere Weg wäre in Niedrigpreisphasen die Mengen zu reduzieren. Das Problem ist hier bloß, dass dann andere unsere Mengenreduzierung ausnutzen und mit Mengen einspringen. Wir bekommen ja nicht mal die deutschen Milcherzeuger unter einen Hut wo die Preigrenze für eine Mengenreduzierung anzusetzen ist.

von Matthias Zahn

Herr Müller

Ich denke wir sind alle einer Meinung, dass die Intervention durchaus ihren Sinn haben kann. Als alleiniges Mittel zur Marktstabilisierung hat sie aber nur eine sehr begrenzte Wirkung. Da sie das eigentliche Problem der Überproduktion nur nach hinten verschiebt....

von Matthias Zahn

Andere springen ein!?

Da hab ich eine Verständnisfrage Herr Müller. Glauben sie, dass dann die Amerikaner unsere Intervention beliefern wenn wir das nicht machen?

von Bernd Müller

Ok Herr Ilchmann

Also dann diejenigen, die nicht mithalten können aussortieren oder wie soll ich das verstehen? Oder alle reduzieren die Milchmenge und dann springen dafür andere ein? Vielleicht aus anderen Ländern der EU oder Nicht-EU? Die Intervention ist nach meiner Meinung ein Instrument der sozialen Marktwirtschaft in Extremsituationen, welches natürlich mit Umsicht eingesetzt werden muss.

von Ottmar Ilchmann

@Müller

Wohl nicht, Herr Müller. Ohne Intervention wären viele, gerade Wachstumsbetriebe nicht so lange in der Lage gewesen, durch Mengensteigerung gegen den sinkenden Milchpreis anzumelken, sondern hätten schon eher mit Reduzierung der Milchmenge oder mit Aufgabe reagiert. Intervention und das völlig verfehlte erste Milchpaket ohne mengenreduzierende Komponente haben die Krise verlängert und Betriebe in der Produktion gehalten, die diese maßgeblich mit verursacht hatten. Somit haben Bauernverband und Politik die Krise genutzt, um einen Strukturwandel in ihrem Sinne zu beschleunigen. Dieses Ziel wurde denn auch erreicht.

von Renke Renken

Genau darum geht es

bei der Intervention, dauerhaft niedrige Milchpreise sichern den Molkereien die Verarbeitungsmengen und den Export, sonst gibt es irgendwann ein Auslastungsproblem mit all den ständigen Erweiterungen und Neubauten - und dann müßte man den Genossen irgendwann beichten, daß man sich mit ihrem Kapital zu weit aus dem Fenster gelehnt hat.

von Bernd Müller

Vielleicht Herr Mohrmann

... aber vielleicht hätten wir in der Niedrigpreisphase auch 16- gehabt

von Karl-Heinz Mohrmann

Wäre dieses Milchpulver aus der Intervention nicht da hätten wir Milchbauernfamilien schon lange 40Cent+ als Milchpreis auf unseren Höfen. Vielen Dank DBV

von Matthias Zahn

Intervention

Die Preisstabilisierung der Intervention ohne Mengendeckel hat einen hohen Preis für uns Milchbauern. Sie verhindert nämlich den Preisanstieg jetzt, da Übermengen dadurch noch in die Zukunft verschoben wurden. Wir Milchbauern zahlen jetzt, zwei Jahre nach der Milchkrise immer noch einen hohen Preis für die kurzfristige Stabilisierung in 2016. Unterm Strich KEIN Gewinn für die Milchbauern durch die Intervention. Wenn man schon solche Mengen einlagert, muss man sich auch darum kümmern, das Märkte später auch dafür aufnahmefähig sind. Sehr schlechte Strategie.....

von Egge Mansholt

Die Intervention

schiebt das Problem nur vor sich her und produzieren hohe Lagergebühren. Stabilisiert hat der freiwillige Lieferverzicht, wenn er auch etwas zu spät kam. Das wollen hier aber leider nicht viele zugeben.

von Bernd Müller

Richtig Herr Uken

... und hat in der Niedrigpreisphase den Preis wenigstens etwas stabilisiert.

von Steffen Hinrichs

Was soll man da noch zu sagen !

Nur eine so kleine Menge und dann noch fast verschenken ! So kriegen wir auch keinen höheren Milchpreis ,der doch auf den Betrieben benötigt wird .

von Gerd Uken

Jetzt geht’s ab

Insgesamt lagerten Ende August immer noch 304000 to in der EU sowohl Intervention als auch private Lagerhaltung! Dieses Pulver kostet uns Milchpreis!!!

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen