Milchpreistrend

Irland: Bauernverband fordert Begründung für Milchpreis

Der Milchpreis in Irland entfernt sich zunehmend von dem europäischen Preistrend. Der irische Bauernverband verlangt deshalb von den Molkereien eine Erklärung und feste Zusagen.

Tom Phelan, der Vorsitzende des Irischen Bauernverbandes (IFA), hat die Molkereien aufgefordert zu begründen, warum die Milchpreise in Irland so stark unter das europäische Niveau gefallen sind. Das geht aus einer Meldung des Bauernverbandes hervor.

"Die durchschnittlichen Renditen auf dem EU-Milchmarkt, Spot und Futures nahmen in den letzten Wochen zu. Friesland Campina, eine der größten europäischen Genossenschaften, die grenzüberschreitend Milch kauft, hat ihren Preis von 35 €/100 kg (30,57 c/l irisches Äquivalent) für die Monate Juli bis September gehalten“, so Phelan. Für die Molkerei Arla, die in mehreren Mitgliedstaaten Milch kaufe, sei der September der 8. Monat der Stabilität gewesen. Er frage sich deshalb, warum irische Genossenschaften seit Anfang 2019 die Milchpreise mehrmals senkten.

"Die europaweit anerkannte monatliche LTO-Milchpreisüberprüfung wird von der niederländischen landwirtschaftlichen Organisation LTO veröffentlicht und umfasst drei irische Genossenschaften, Dairygold, Glanbia und Kerry“, so Phelan. Im letzten Jahr habe sich die Kluft zwischen dem Durchschnitt der LTO-Überprüfung und dem Durchschnitt der drei irischen Genossenschaften von 1,3 €/100 kg im Juli 2018 auf 3,6 €/100 kg im Juli 2019 vergrößert.

Die irischen Milchpreise seien mehr als die meisten gefallen und der Preis der Genossenschaften habe sich von den europäischen Preistrends entfernt. Deshalb fordere der Bauernverband von den Genossenschaften feste Zusagen zu den Milchpreisen für den Rest des Jahres.

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Artikel geschrieben von

Katharina Lütke Holz

Redakteurin Rinderhaltung

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Diskussionen zum Artikel

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von Gerd Schuette

Schlusslicht im LTO-Milchpreisvergleich sind die irischen Molkereien. Den vorletzten Platz teilen sich Belgien und deutsche Molkereien. Im rollenden 12 Monatsschnitt schneiden die deutschen Molkereien seit Jahren schlecht ab und erreichen nicht das europäische Mittel.

von Renke Renken

Die bei Matthias Zahn

den Daumen nach unten geklickt haben, sind wohl verbandstreue DBV Mitglieder, oder?

von Rudolf Rößle

Unterschied

bei so großer Milchausdehnung in Irland entstehen dann zunehmend NZ Bedingungen.

von Renke Renken

Bei den Bauern in Irland

frißt die Gier eben auch Hirn

von Gerd Uken

Die müssen ja auch

an die Altersvorsorge ihrer Mitarbeiter denken...... Friesland Campina kann es eben! Wenn man in den Weltmarkt produzieren will dann muss man mit Fonterta konkurrieren Außerdem warum geht Kerrygold dann immer mit runter im Preis wenn die Butter fällt? Interessant für mich ist das der Irische Bauernverband jetzt verbindliche Preise fordert!!

von Ottmar Ilchmann

Die Begründung

der Molkereien, warum sie so schlechte Preise auszahlen, ist ganz einfach: Weil sie´s können! Niemand hindert sie daran, niemand fordert faire Preise oder setzt sie sogar durch. Das könnten nur die Bauern selbst...

von Matthias Zahn

Lustig!

Ein Bauernverband der die Molkereien zur Rede stellt..... Das könnte uns in D mit dem DBV nicht passieren...... aber zum Glück gibts ja noch den BDM! Jetzt mit neuer Homepage! Schaut mal rein bei dem Bauernverband der die Rechte der Milchbauern wirklich vertritt!!! BDM-in Sachen Milch die Nase vorn!

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