Kooperation

Kammer Niedersachsen prüft Lely-Melkroboter

Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen prüft ab sofort, ob neu installierte Melkroboter des Herstellers Lely einwandfrei laufen.

Die Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen und das niederländische Unternehmen Lely haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Diese steht für eine unabhängige Qualitätskontrolle für neue Melkanlagen. Den entsprechenden Vertrag unterzeichneten Reinhard Heeren, Geschäftsführer des Lely Center Niedersachsen, und Kammer-Melktechnikexperte Dr. Michael Hubal in Oyten (Kreis Verden).

Bestandteil der Vereinbarung ist unter anderem, dass die LWK-Fachleute in Abstimmung mit Herstellern und Vertragshändlern Melkroboter und Melkstände nach DIN/ISO-Norm 6690 prüfen und anschließend die einwandfreie Funktion mit einem Siegel bescheinigen. „Für den Landwirt liefert unsere Arbeit konkrete Informationen zum einwandfreien Betriebszustand, für die Hersteller ist unsere Kontrolle eine wichtige Rückmeldung zur Qualität ihrer Produkte“, erläutert Kammer-Melktechnikexperte Dr. Michael Hubal. „Das führt letztlich zu mehr Rechtssicherheit.“

Bei der Abnahme durch die LWK wird unter anderem an Melkrobotern getestet, ob die Anlagen einwandfrei montiert und in Betrieb genommen wurden. Hierbei wird nach Maßgabe internationaler Normen mit modernster Messtechnik geprüft, ob die Vakuumhöhe und -regelung sowie die Pulsation und die am Euter zur Verfügung stehenden Kapazitäten den Normen entsprechen oder ob sie diese übertreffen, schreibt die LWK in einer Mitteilung. „Dabei geht es letztlich immer um einen zügigen, tierschonenden und vollständigen Milchentzug“, erläutert Hubal. „Weitere Parameter, wie etwa die Dichtigkeit der Melkanlage, zielen auf die Effizienz und Ressourcenschonung ab.“

Die Prüfung neu installierter Melktechnik gehört seit 20 Jahren zur Arbeit der Landwirtschaftskammer. Mittlerweile bestehen nach eigenen Angaben Kooperationsvereinbarungen mit neun Herstellern, wodurch nahezu alle der in Niedersachsen neu installierten Anlagen durch die LWK abgenommen werden. Jährlich nehmen die Kammer-Fachleute durchschnittlich rund 300 Anlagen unter die Lupe.