Kanada

Kanada zahlt Milcherzeugern 1,75 Mrd. $

Wegen der Wirtschafts- und Handelsabkommen mit der EU (CETA) und transpazifischen Ländern (CPTPP) zahlt Kanada eine Entschädigung von 1,75 Mrd. $ (rund 1,15 Mrd. €) an seine Milcherzeuger.

Die kanadische Landwirtschaftsministerin Marie-Claude Bibeau teilt mit, dass die Regierung den Betrag fast 11.000 Milchbauern zur Verfügung stellen will. Das meldet die Unabhängige Bauernstimme. Im ersten Jahr erhielten die Betriebe insgesamt 345 Mio. $ ( 235,15 Mio. €) in Form von Direktzahlungen abhängig von ihrer jeweiligen Quote. Das ergebe für einen Betrieb mit 80 Kühen eine Entschädigung von 28.000 $ (rund 19.000 €).

Die Auszahlung sei insgesamt über einen Zeitraum von acht Jahren geplant. Die Konditionen für die weiteren Zahlungen nach dem ersten Jahr will die Regierung in Zusammenarbeit mit dem Milcherzeugerverband festlegen. Bibeau betone, dass die Milcherzeuger die Zahlungen vollständig und fair erhalten sollen.

(1 Can.$ = 0,68 €, Stand: 18.09.19)

Traktor von gestern. Technologie von morgen.

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Artikel geschrieben von

Julia Hufelschulte

Redaktion Rind

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Diskussionen zum Artikel

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von Ottmar Ilchmann

Die Summe,

um die es hier geht, zeigt, wie hoch der Schaden für landwirtschaftliche Betriebe durch Freihandelsabkommen ist! Es profitieren ausschließlich Schlacht-, Molkerei- und Handelskonzerne. Im Gegensatz zu uns sind die kanadischen Kollegen in der Position, Entschädigungen für diese Verluste auszuhandeln.

von Matthias Zahn

Marktverantwortung ist das Schlüsselwort

Da es im DBV nicht um die Zum Vorredner: Vom DBV wird nix kommen, da es nicht um die Interessen der Bauern, sondern um die Interessen der Industrie geht....... Auserdem, übernehmen die Kandischen Milchbauern sehr viel Verantwortung für den Milchmarkt indem sie mit Produktionsquoten arbeiten und die Nachfrage immer im Blick behalten. Nachfrageorientierte Produktion nennt man das. Sie sind unabhängig von staatlichen Zahlungen und bekommen nun auch einen Ausgleich für politisch herbeigeführte Marktverwerfungen. Aber wären die Deutschen und europäischen Landwirte auch bereit diese Verantwortung zu übernehmen? Derzeit ist einfach drauf los liefern das Gebot der Stunde. Vollkommen egal ob die Milch jemand braucht......

von Dr. Willi Billau

Sowas hätte ich mir vom DBV auch gewünscht

Zusammen mit europas Bauern in Straßburg gegen Mercosur demonstrieren und auf die Ungerechtigkeiten hinweisen. Sollte es nicht zu verhindern sein muss eine Entschädigung wie hier im Bespiel für Europas Bauer eingeklagt werden. Wir könnten damit finanzieren: Alte Last der Sozialsysteme Mehrgefahren/Dürre/Tierseuchenversicherung gemeinnützig Tierwohlauflagen und vieles mehr. Durch plakative Pressemeldungen wird man jedoch nicht mehr ernst genommen. Und auch die ablehnende Haltung gegenüber Bauer Willi grünen Kreuzen zeugt von Dekandenz!

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