Sektorstrategie Milch

Klöckner setzt Milchverbänden Ultimatum Premium

Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner fordert bis zum Herbst ein Strategiepapier der Milchbranche. Davon will sie ihr Vorgehen beim Artikel 148 der Gemeinsamen Marktordnung abhängig machen.

Spürbar unzufrieden ist Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner mit den Bemühungen der verschiedenen Milchverbände, die Branche krisenfester aufzustellen. In einem Schreiben setzt sie den Verbänden nun ein Ultimatum: Die Ministerin fordert noch vor der Agrarministerkonferenz im Herbst dieses Jahrs ein gemeinsames Strategiepapier, das als ein Handlungsfeld auch die Lieferbeziehungen adressiert. Zudem soll eine verbesserte Milchmengenplanung und –steuerung zwischen Milcherzeuger und Molkereien enthalten sein, um das Risikomanagement zu optimieren.

Klöckner vermisst nötige Intensität

In dem Schreiben, das top agrar vorliegt, kritisiert Klöckner, dass die Milchverbände – entgegen ihrer Aussagen vom Verbändegespräch am 21. August 2018 – bisher nur individuelle Papiere geliefert hätten, ein gemeinsames Strategiepapier stehe weiter aus....

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DBV: "Umweltministerin nicht zum Dialog mit den Bauern bereit"

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Artikel geschrieben von

Patrick Liste

Redakteur Rinderhaltung

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Diskussionen zum Artikel

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von Gerd Uken

47 assoziierte Mitglieder im DBV

Ein ganz wichtiger ist der Milchindustrie-Verband und auch der Raiffeisenverband - das die dem 148 nicht zustimmen werden ist ja wohl allen klar. Und wer nicht auf Linie ist wird ausgetauscht, sie LaJu Vorsitzende.

von Matthias Zahn

148 wird kommen....

Wenn Klöckner ernst macht kommt es zum äußersten. Da mit einer Bewegung des DBV nicht zu rechnen ist. Und dann passiert das was niemand will. Die Politik nimmt wieder das Heft in die Hand. Der DBV hat wieder was zu schimpfen und die Bauern sind am Ende vielleicht nicht besser dran. Und das alles nur weil der DBV die Zeichen der Zeit weiterhin ignoriert und sich stetig weigert Verantwortung zu übernehmen. Wo könnten wir stehen wenn sich der DBV tatsächlich für die Bauern einsetzen würde......

von Gerd Uken

Wenig Chancen auf Erfolg misst das Landvolk

Dagegen "Eingriffen in die Milchlieferordnung bei. Das empfinden Molkerei sowie auch Milcherzeuger als einen Einschnitt in ihre Vertragsautonomie",verwahrte sich Heusmann gegen verpflichten Mengen und Lieferzeiträume. Er verteidigt vielmehr marktorientierte Vereinbarungen ........hilfreichsei auch eine höhere Wertschätzung höherer Auflagen. Newsletter Landesvereinigung der Milchwirtschaft.

von Rainer Hoffmann

Aussortieren !

Sie täte gut daran die aus zu sortieren in dem Gremium, die jetzt lange genug jegliche Veränderungen verhindern um eine Besserstellung der Erzeuger in der Werstschöppfungskette zu erreichen, da würde se sogar beim Verbraucher punkten der diesen Schwachsinn auch schon lange nicht mehr versteht .Das man vorsätzlich den gesamten ländlichen Raum nachhaltig schädigt u die Deutsche Eigenversorgung mit Grundnahrungsmittel auf Spiel setzt ist auch keinem zu vermitteln ,bei all den Skandalen Weltweit schneiden wir ja noch gut ab u sollen dann andere fragwürdige Waren importieren .

von Willy Toft

Seit 20 Jahren diskutieren wir, wie es nach der Quote weitergeht, Keiner will da so richtig ran!

Da ist die Bio- Branche schon weiter, da wird kein Milchbauer zusätzlich aufgenommen, wenn der Absatz nicht gewährleistet ist. Um so eine Art bewegliche Molkerei- Quote werden wir nicht herumkommen, wenn es von den Milchbauern ernst gemeint ist, sich wirklich dem Markt zu stellen. Die andere Entwicklung kennen wir bereits, mit den volatilen Preisen, die keine wirkliche Auskömmlichkeit beschert! Die ganze Welt der Milcherzeuger ist unzufrieden, nur Keiner will hier wirklich etwas ändern, weil alle Angst haben etwas abgeben zu müssen. Das Ultimatum steht, die Zeit wird wahrscheinlich auch unverrichtet verstreichen, und der Staat hört uns dann vielleicht nicht mehr zu.........

von Gerd Uken

Frau Klöckner hatte doch schon

Mal ein Ultimatum gestellt- die Zeit arbeitet für die Molkereien. Den Unrechnungsfaktor anzupassen ist mit einem einfachen Vorstandsveschluss der Molkerei umsetzbar. Ich frage mich schon länger wie lange die DMK Lieferanten das eigentlich noch mit ansehen wollen denn die DOC Lieferanten haben den Faktor 1:1,03 doch schon immer. Und die Begründung des DBV ist seit dem 1.4.2015 ja auch hinfällig. Frau Klöckner könnte den 148 auch sofort umsetzen

von Karl-Heinz Mohrmann

Was hat uns Milchbauernfamilien damals schon alles Herr Agrarminister Schmidt CDU versprochen. Und noch ein Gipfel und noch ein Gipfel. Passiert ist nichts garnichts. Ein völliges Versagen der CDU. Sogar der Milchumrechnungsfaktor ist klarer Betrug und immer noch nicht geändert worden. Aber natürlich schon lange versprochen. Vielen Dank für nichts

von Karl-Heinz Mohrmann

Frau Klöckner ist eine Marionette der Agrar und Ernährungsindustrie und der DBV. Keine Bewegung bei Lebensmittelkennzeichnung. Keine Bewegung bei besserer Marktstellung der Milchbauern. Keine Kennzeichnung von Zucker. Tierwohllabel ist ein Hohn. Dafür geht die neue DvÜ ganz schnell. Vielen Dank

von Karl-Heinz Mohrmann

Bla bla bla Seit Jahren. In der nächsten gewollten Milchpreiskrise werden wieder 1000de Milchbauernfamilien für immer ihre Tore schließen. Und Milliarden an Bauernkapital verbrannt. Gewollt und begleitet von Politik CDU DBV MIV und DRV

von Ottmar Ilchmann

Und noch ein Ultimatum

Wie oft kam aus dem Landwirtschaftsministerium jetzt schon die Aufforderung an die Milchverbände, die Branche krisenfester aufzustellen? "Wenn du den Sumpf trockenlegen willst, darfst du nicht die Frösche um Hilfe bitten", sagt ein Sprichwort. Die allermeisten Milchverbände, die Frau Klöckner an ihren Milchgesprächen beteiligt - leider dürfen ja nicht alle mitmachen - haben gar kein Interesse daran, dass sich an der jetzigen Situation etwas grundlegend ändert. Der einzige Verband, der die MilchBAUERN vertritt, der BDM, steht einer geschlossenen Front von Besitzstandswahrern gegenüber. So wird das nichts, Frau Ministerin!

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