Bayern

Konventioneller Milchpreis: Knapp über 37-Cent-Linie

Laut dem Verband der Milcherzeuger Bayern (VMB) läuft der Handel mit Milchprodukten seit Jahresmitte 2021 etwas besser.

Obwohl viele Unternehmen noch immer die Einschränkungen der Corona-Pandemie spüren, konnte sich zur Jahresmitte 2021 die Gesamtwirtschaft normalisieren. Doch die Milchpreise können sich nur in einem geringeren Umfang an die gute Vermarktungssituation anpassen, erklärt der VMB. Die erreichten Erlösverbesserungen fließen seit Jahresbeginn in sehr kleinen Schritten in die Milchgeldauszahlungen ein.

Der bayerische Auszahlungspreis für konventionelle Milch (oGT) befindet sich nach einer Erhöhung um 0,3 ct/kg Milch nun auf einer Höhe von 37,2 ct/kg. Laut den Berechnungen wurde die 37-Cent-Linie das letzte Mal im Frühjahr 2018 erreicht. Gegenüber dem Jahresstart 2021 beträgt der Abstand nun 2,5 ct/kg Milch.

Höchster Milchpreis in Schwaben

Die regionalen konventionellen Milchpreise liegen überwiegend um den bayerischen Mittelwert. In Nieder-/Oberbayern stieg die Auszahlungsleistung um 0,3 ct/kg Milch an. Sie befindet sich somit bei einer Höhe von 37,2 ct/kg und damit auf dem gleichen Wert wie der bayerische Durchschnitt. In Nordbayern erhöhte sich der Wert um 0,2 ct auf 36,8 ct/kg, also um 0,4 ct unterhalb des bayerischen Mittelwertes. In Schwaben dagegen, erzielte der durchschnittliche Milchpreis ein Plus von 0,4 ct und übernimmt damit die derzeitige Führung im Milchpreisranking mit 37,4 ct/kg Milch.

Gute Chancen im Herbst

Für die zukünftige Milchpreisentwicklung wird laut VMB der Marktverlauf im Herbst entscheidend sein. Normalerweise seien zu dieser Jahreszeit immer gute Marktchancen für die Milchverarbeiter realisierbar. Neben einer niedrigen Milcherzeugungshöhe steige in dieser Phase zeitgleich der Absatz an Milchprodukten national wie global an. Dennoch müsse man die Entwicklung der Corona-Pandemie mit ihren ansteigenden Inzidenzen im Auge behalten, welche die Entwicklung der Wirtschaft beeinflussen könne.

Bio-Milchpreis: Überschreitung der 50-Cent-Marke

Die Vermarktungsmöglichkeiten im Bio-Segment bleiben weiter freundlich, so der VMB. Während der Corona-Pandemie habe sich der Zuspruch der Verbraucher für diese Produkte positiv entwickelt. Auch der Bio-Milchsektor konnte diesbezüglich davon profitieren, sodass neben einem höheren Bedarf und anziehenden Absatzvolumen, die Milchpreise stetig angestiegen sind. Zur Jahresmitte 2021 wurde erstmals die 50-Cent-Linie geknackt. Wie im Monat zuvor erreichte der durchschnittliche Auszahlungspreis für ökologisch/biologische Milch im Monat Juli 2021 ein Ergebnis von 50,3 ct/kg Milch. Die Differenz gegenüber dem Jahresbeginn liegt nun bei 0,6 ct.


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