Lässt sich die Macht des Handels eindämmen? Premium

Die EU will unfaire Handelspraktiken in der Lebensmittelkette eindämmen. Was das konkret für die Milchbranche bedeutet, erklärt der Milchreferent des Deutschen Bauernverbandes, Ludwig Börger.

Die EU will unfaire Handelspraktiken in der Lebensmittelkette eindämmen. Was das konkret für die Milchbranche bedeutet, erklärt der Milchreferent des Deutschen Bauernverbandes, Ludwig Börger.

Die EU will unfaire Handelspraktiken in der Lebensmittelkette eindämmen. Was heißt das für die Milchbranche?
Börger: In den letzten Jahren hat der Konzentrationsprozess im Lebensmittelhandel und unter den Privatmolkereien an Fahrt gewonnen. Die landwirtschaftlichen Vermarktungsorganisationen, also Genossenschaften und Erzeugergemeinschaften, müssen Schritt halten. Die heutigen Regelungen in der Gemeinsamen Marktorganisation reichen dafür nicht mehr aus. Das gilt für die Größe der Vermarktungsorganisationen sowie deren Handlungsspielraum. Deshalb muss die kartellrechtliche Privilegierung zur Bündelung auf Erzeugerebene auf alle Vermarktungs- und ...

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Niederlande diskutieren über Halbierung des Viehbestandes

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Artikel geschrieben von

Patrick Liste

Redakteur Rinderhaltung

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Diskussionen zum Artikel

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von Albert Maier

Drum rum geredet!

Das ganze Geschwalle führt am Ende des Tages zu nichts. Am Markt bestimmt nach wie vor das Verhältnis von Angebot und Nachfrage den Preis. Um es mal klar zu sagen: die Bauern erzeugen den Marktdruck selbst, der DBV tut alles dafür, dass es auch so bleibt!

von Renke Renken

Aber die Grünen arbeiten dran,

die Abhängigkeit wird irgendwann entstehen, wenn die in der Bundesregierung und in den Landesregierungen irgendwann überall mitmischen - die werden überall die Umwelt- und Landwirtschaftsministerien besetzen, und dann dauert es 15 -20 Jahre, bis der Bürger begreift , daß die auch keine Ahnung haben.

von Renke Renken

Da hilft nur eins,

die Produktionsmengen solange runterfahren bis für den Handel der Weltmarktpreis kein Argument mehr ist! Wenn die Ware knapp wird, werden Aldi, Lidl, REWE Und Edeka schon aufpassen, denn keiner will sich die Blöße geben, daß in seinem Regal irgendein Produkt für den Kunden nicht auffindbar ist, daß wäre dann ganz schlecht für´s Image.

von Martin Siekerkotte

Wunder

Gibt es nicht Artikel 148 Umsetzen

von Gerd Uken

Ich hätte da ne super Baustelle

Da kauft Tönies Schweine für 1€/kgSg in Belgien, geschlachtet in Deutschland. Gibt er dann das fertige Produkt auch günstiger an den Handel oder wer streicht die Marge ein??

von Matthias Zahn

Der Witz ist,

dass Weltmarktpreise ständig als Maßstab herangezogen werden bei den Preisverhandlungen. Obwohl hier für den Handel keine echte Alternative besteht. Er könnte niemals diese Mengen an Nahrungsmittel über den Weltmarkt beziehen und trotzdem gibt es keinen "Regionalpreis" der einiges über dem Weltmarktpreis liegen müsste. Und daran wird sich auch in Zukunft nix ändern.....

von Willy Toft

Nein, diese Macht hat uns schon fest im Griff!

Von uns "regionalen Anbietern" wird alles abverlangt, müssen aber preislich mit dem "Weltmarkt" konkurieren! Ob man sich auf gewisse Kostendeckende untere Einkaufspreise und Produktionsstandards einigt, sehen wir dann. Die Einkaufspreise werden nicht beziffert, aber die Standards werden festgeschrieben, nach dem Motto, wir wollen für die Verbraucher nur das Beste! Die Landwirtschaft wird wieder einmal das Nachsehen haben!

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