Forschung

Lahmheit mit akustischem Fußabdruck erkennen

Wissenschaftler vom Leibniz-Institut wollen Klauenerkrankungen mittels Trittschallplatte frühzeitig feststellen.

Das Leibniz Institut für Nutztierbiologie (FBN) in Dummerstorf arbeitet zusammen mit der argus electronic GmbH in Rostock an einem neuen praxisgeeigneten System zur Früherkennung von Klauenerkrankungen mittels eines akustischen Fußabdrucks.

Die patentierte Trittschallplatte erfasst die Schrittgeräusche der Kühe und bereitet diese mit akustischen Sensoren auf. Eine Lahmheit wird über das aufgezeichnete Gangbild aufgedeckt. In einer Datenbank sind die individuellen Gangmuster der Einzeltiere hinterlegt. Veränderungen im Bewegungsverhalten weisen auf erkrankte Tiere hin.

Die Trittschallplatte soll sich problemlos in den Laufstall integrieren lassen. Sie lässt sich so in die Milchviehanlage einbauen, dass die Tiere die Platte vor jedem Melken überqueren müssen. Dr. Schön vom FBN erklärt: „Wir bewerten die Trittschallplatte zunächst für die Milchrinderhaltung. Andere Haltungsformen und Tierarten sind denkbar“. Aktuell will das Forscherteam viele Erfahrungen durch den Praxiseinsatz sammeln. Das Früherkennungssystem soll erstmals auf der EuroTier 2020 vorgestellt werden. Ziel sei es, dieses System in den nächsten zwei bis drei Jahren zur Marktreife zu bringen.

Die Wissenschaftler weisen darauf hin, dass es aktuell kein praxisbewährtes System zur frühzeitigen Erkennung von Klauenerkrankungen gibt. Erkrankungen der Klauen zählen zu den größten Problemen in der Milchviehhaltung. Automatische Messmethoden sind für die Landwirte besonders interessant, da sie damit Zeit einsparen und sich wirtschaftliche Verluste durch Lahmheiten senken lassen.

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Artikel geschrieben von

Christin Heidemann

Praktikantin

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Diskussionen zum Artikel

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von Kirsten Wosnitza

Ein System zur Früherkennung von Lahmheiten

Sollte das Auge derjenigen sein, die täglich mit ihren Tieren umgehen. Die Trittschallplatte kann eine sinnvolle Ergänzung sein. Darf aber nie Kenntnis und Engagement der Tierbetreuer ersetzen.

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