Eutergesundheit

Melkhygiene: Worauf kommt es an?

Durch optimale Melkhygiene lassen sich Eutererkrankungen vorbeugen. Wir haben Tipps für den Melkstand zusammengefasst.

Eine Euterentzündung kostet bis zu 500 € pro Kuh. Hinzu kommt, dass das Allgemeinbefinden des Tieres durch mögliche Schmerzen gestört ist. Um eine Mastitis vorzubeugen, sollten Milchviehhalter die Eutergesundheit der Tiere ständig überwachen. Hierbei spielt neben der Zellzahl auch die Keimzahl eine große Rolle.

Wichtig ist, hygienische Regeln im Melkstand zu beachten, auftretende Symptome zu deuten und den Folgen entgegenzuwirken. Die folgenden Artikel sind in top agrar erschienen und zeigen verschiedene Maßnahmen zum Thema Melken und Eutergesundheit.

Handschuhpflicht im Melkstand

Handschuhe tragen, Vormelken, Zitzenreinigung und Zwischendesinfektion: Das sind nur einige Maßnahmen, die bei Familie Schützenhöfer zur Melkroutine gehören. Die Kalkulationskosten hierfür stehen nicht im Verhältnis mit denen einer Euterentzündung. Schützenhöfers konnten die Zellzahlen von 400.000 auf 46.000 reduzieren. Der Landwirt achtet besonders darauf, dass kein Blindmelken stattfindet. Den Beitrag lesen Sie hier.

Vormelken im Melkstand per Hand.

Das Vormelken und das Tragen von Handschuhen sind beim Melken wichtig! (Bildquelle: Heil)

Vormelken nicht auslassen

Versuchsergebnisse zeigen, dass Vormelken positive Auswirkungen auf den Milchfluss, die Milchmenge und die Melkdauer hat.

Melkroutine: Details führen zum Erfolg

Die Melkroutine dient unter anderem dazu, hohe Milchflüsse zu erreichen, um die Kühe zügig und gewebeschonend auszumelken. Neben der Mitarbeiterschulung kommt es auf die Stressreduzierung an. Den Beitrag zu diesem Thema lesen Sie hier.

Melken: Das Dippen der Zitzen gehört zur Melkroutine.

Per Hand oder automatisch: Das Dippen der Zitzen trägt zum sauberen Melken und damit gesunden Eutern bei. (Bildquelle: Heil)

Automatisch dippen und desinfizieren

Wer die Melkhygiene optimieren will, dippt die Zitzen nach dem Melken und desinfiziert die Melkzeuge nach jeder Kuh. Denn so lässt sich die Übertragung von Erregern von Kuh zu Kuh verringern und die Eutergesundheit verbessern. Dr. Michael Hubal von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen hat sich drei Systeme in der Praxis angesehen, die automatisch das Dippen und Desinfizieren übernehmen. Lesen Sie den Beitrag hier.

Reportage: Zwei Kuhfamilien für gesunde Euter

Ein Praktiker berichtet: Kuhfamilien, die sich über Jahre im Bestand durchsetzen, Liegeboxen- und Melkhygiene sind die Basis für gute Eutergesundheit. Der Landwirt achtet grundsätzlich darauf, für die Besamung nur Bullen mit einer positiven Vererbung für Eutergesundheit, einem guten Milchfluss und einer überdurchschnittlichen Zitzenlänge einzusetzen. Die Reportage lesen Sie hier.


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