Milchwirtschaftliche Kundgebung

Milchbranche sucht Antworten Premium

Die Anforderungen an die Erzeugung steigen, während die Erlöse zu niedrig sind. Über Perspektiven für die Milcherzeuger diskutierten Landwirte und Branchenvertreter in Rendsburg.

Das Ergebnis der Studie, die Yascha Koik in Rendsburg bei der milchwirtschaftlichen Kundgebung der Milcherzeugervereinigung (MEZ) Schleswig-Holstein vorstellte, dämpfte die Stimmung der rund 200 Zuhörer im Saal. Die FH Kiel untersuchte, ob Verbraucher bereit sind, für mehr Tierwohl tiefer in die Tasche zu greifen (siehe top agrar 3/2019). Es zeigte sich, dass für die Mehrheit der mehr als 500 Befragten der Preis im Vordergrund der Kaufentscheidung steht. Attribute, wie „Weidegang“ oder „Verzicht auf Enthornung“ geraten spätestens an der Ladentheke in den Hintergrund.

Das stellt die Branche vor Herausforderungen. Denn die öffentliche Debatte um Tierwohl sei längst auch in der Milchwirtschaft angekommen, verdeutlichte Koik. Auch Ludwig Börger, Milchreferent des Deutschen Bauernverbandes und Geschäftsführer von QM-Milch, bestätigte, dass die Anforderungen an die Milcherzeugung laufend steigen. Der aktuelle durchschnittliche Milchpreis von etwa 31 Cent/kg ist gleichzeitig alles andere als ...

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Artikel geschrieben von

Kirsten Gierse-Westermeier

Redakteurin

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Diskussionen zum Artikel

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von Alois Riedl

Nix Antworten!!!

Ausreden werden gesucht!!!

von Gerd Schuette

2016 liegt jetzt drei Jahre hinter uns. Hat sich was an der Risikoverteilung geändert? Nein, den Löwenanteil des Marktrisikos liegt unverändert bei den Landwirten. Ist eine Krisenabsicherung bzw abfederung installiert worden? Nein! Es wird nur aufgeführt was alles nicht geht und wo ein Haar in der Suppe zu finden ist.

von Gerd Uken

Jede Molkerei versucht z.Z. sich Von

Anderen abzuheben man sieht das ganz deutlich in NL Planet Proof ist ein Model mit noch höheren Anforderungen an die Erzeuger- durch dieses zweite Dürrejahr in Folge hatten Betriebe Probleme die Anforderungen die gestellt waren zu erfüllen. A Wäre hat explosiv mit Albert Hein ein spezielle Keurmelk dafür gibt es einen Aufschlag zum Grundpreis. Jetzt kommt Carla van Schouten an und will politisch ihr Label mit mehr Umweltauflagen u. Biodiversität da rein bringen. Wie glücklich ist denn er mit seiner Nordseemilch die ist doch auch austauschbar oder bekommen die exklusiv Salzwiesen Heu. Wir müssen uns doch nichts vor machen alles hat seinen Preis!! Das muss auch ein Herr Börger als Milchregerent mal begreifen und Milchpreise unter 35 Cent sind inakzeptabel weil sie nicht mal alle Kosten decken.

von Matthias Zahn

Verbraucher?

Nicht der Verbraucher, sondern die erzeugte Milchmenge macht den Preis...... Solange wir Bauern unsere Verantwortung von uns weg schieben und alle anderen verantwortlich machen, wird die Lage auch nicht besser.

von Gerd Uken

Vor 7 Jahren wollte man auch

Nichts von GVO frei wissen und jetzt??

von Gerd Uken

???

Eine Diskussion um eine Mengensteuerung sei überflüssig, da es auf europäischer Ebene zu keiner Einigung kommen werde, konterte Landwirt und Vorstandsvorsitzender der Molkerei Ammerland Herbert Heyen..... Vor 7 Jahren hat auch keiner an Weidemilch geglaubt bei der Molkerei und jetzt wird doch geliefert, wenn auch nicht mit plus 4 Cent Aufschlag. RFC hat seine Menge begrenzt um mehr Wertschöpfung zu generieren- in zwei Jahren kann die Welt ganz anders aussehen Herr Heyen!

von Rudolf Rößle

6-8

Jahren. Während in der Landwirtschaft in Generationen gedacht werden muss, macht sich die Industrie durch Verkäufe , Zukäufe und Stillegung von Werken den Weg frei, um die angesagten Produkte zu fertigen. Das sollte möglichst schnell abbezahlt werden. Das wird über den Milchpreis geregelt. Wer vor 10 Jahren als Landwirt gebaut hat, wird nicht nochmal Millionen investieren. Stetig steigt die Milchleistung/ Jahr und somit der Mengendruck. Die Unsicherheit am Pachtmarkt wird immer größer. Könnten wir ohne Fläche wirtschaften, ginge es uns besser.

von Kirsten Wosnitza

Wieder ein verlorener Tag

Um darüber zu diskutieren in Deutschland und Europa kostendeckende Preise für die Mehrheit der Milcherzeuger realisiert werden können. Auch wenn grosse Player wie FC deutlich formulieren wie hoch der Einfluß von Mengen auf die Wertschöpfung der Erzeuger ist reagieren Betroffene immer noch geradezu reflexartig auf das Wort Menge. Stattdessen wird ein weiter stark voran schreitender Strukrurwandel in Kauf genommen. Wohkwusdend dass die Anforderungen über die in Rendsburg diskutiert wurde finanziell von den meisten Milchbauern nicht zu leisten sind. Verdrängen gehört nicht gerade zu unternehmerischem Verhalten....

von Willy Toft

Außer Spesen nichts gewesen, wenn wir die Verbraucher erst aufklären und überzeugen ......

müssen, dass unsere Produkte mehr wert sind, dann haben wir jetzt schon verloren. An der Ladenkasse entscheidet sich wohin die Reise geht! "Geiz ist Geil", sitzt nun mal bei dem Verbraucher drin, und die 10% Verbraucher die mehr ausgeben wollen, bedienen sich im Öko- Bereich und dann erst bei unseren neuen Labels. Wer will dieses Verhalten wieder aufbrechen, wo wir doch beim vorherrschenden Mainstream nicht so gut wegkommen? Es ist immer gut, wenn über alles mal gesprochen wird, wir haben einen übersättigten Markt, unsere Produkte müssen wir auch EU- weit absetzen, und brauchen nicht noch die Konkurrenz aus den Nachbarländern. Wer welche Marktanteile in DE absetzt, bestimmt der LEH und der Markt! Das Traurige daran ist, dass auf der ganzen Welt Unzufriedenheit über diese Milchpreise herrscht!

von Renke Renken

Attribute wie Weidegang usw.

geraten an der Ladentheke in den Hintergrund - eas soll das Geschwafel, entweder wir koppeln uns vom Weltmarkt ab und machan dann Tierwohl, Gentechnikfrei und Weidegang mit der entsprechenden Wertschöpfung, oder wir machen so weiter , und es verabschieden sich immer mehr Betriebe aus der Milch, in 20/25 Jahren sind wir dann irgendwann keine mehr haben. So wie es jetzt läuft, wird die deutsche Milchwirtschaft in der Globalisierung aufgerieben.

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