Interview

Milchpreise: Wenig Potenzial für große Schritte Premium

Seit Monaten stagnieren die Milchauszahlungspreise der Molkereien mit einigen Abweichungen. Im Interview mit top agrar wagt Andreas Gorn von der AMI einen Blick in die Zukunft.

Seit Monaten bewegen sich die Milch­auszahlungspreise seitwärts. Jetzt erhöhte Aldi die Trinkmilchpreise um zwei Cent. Können Milcherzeuger deshalb aufatmen?

Gorn: Die marginalen Preisaufschläge bei Trinkmilch wirken sich kaum auf den Auszahlungspreis aus. Denn dieser ergibt sich bei den Molkereien nicht auf Basis eines einzelnen Produktes. Vielmehr stellen die Milchpreise die Gesamtverwertung der Milch, bezogen auf den individuellen Produktmix der Unternehmen, dar.
Anfang 2019 haben die stark gesunkenen Butterpreise den Weg nach unten vorgegeben. Die Einbußen bei Käse und Molke verlängerten die Schwäche bis in den Sommer. Seit August ziehen die Produktmärkte an – mit Magermilchpulver als treibende Kraft. Die Folge sind stabilere Milchpreise im Herbst.

Heißt das, es geht...

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Diskussionen zum Artikel

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von Steffen Harms Harms

Und

Die neue QM Regeln kommen 2020

von Gerd Schuette

Wenn der Markt dauerhaft zu nicht ausreichende Milchpreise auf Erzeugerebene führt, dann stimmt entweder mit den Regeln des Marktes etwas nicht oder das Höfesterben wird bewußt in Kauf genommen bzw ist gewollt.

von Martin Siekerkotte

Artikel 148

umsetzen Ingo u Heinz nach Russland Befördern wo Das DMK über 38 Cent/kg bezahlt und Milchlieferverträge macht es ist zum kotzen

von Rudolf Rößle

Politik

kann die Preise nicht ändern. Nur die Einstandspreise könnte sie verbindlich vorschreiben. Die Quote wurde abgeschafft und durch die jährlichen Leistungssteigerungen und die Aufholjagd einiger Länder ist genügend Menge vorhanden. Wer glaubt im Mengenwahn über Weltmarktpreis zu kommen wird enttäuscht werden. Nur Spezialitäten von kleinen Molkereien macht diese Lieferanten glücklich. Standardprodukte sind austauschbar. Die Spezialisierung in einigen Produktionszweigen hat das erzeugte Produkt in große Höhen getrieben, mit niedrigem Preis. Jetzt kommen Umwelt- Tier und Klimaauflagen dazu und bringen die Produktionsausweitung in Bedrängnis. Die letzte erzeugten Einheiten werden durch hohe Pacht und Kaufkosten aufgefressen.

von Norbert Post

AMi schiebt man vor

Die AMI wird jetzt von den Molkereien an die Front geschickt. So nach dem Motto: Siehst, hat doch die AMI gesagt, da können wir nichts für, isso und wir können halt nicht mehr zahlen. 9 Monate hinkt das Angebot hinterher nichts passiert am Preis, jetzt ist einmal die Menge etwas höher und schon wird wieder da der Grund gesucht, das der Milchpreis nicht hochgeht. Es ist und bleibt ein Farce und auch das sich AMI vorschicken lässt. Die Molkereien haben wieder ihre Hausaufgaben nicht gemacht und das ist die schlimmste Botschaft an die Milchbauern. Sie müssen sich weiter verar...... lassen von Molkereien, Handel und Industrie. Ist es einfach nicht möglich, dass der Milchbauern für seine Leistungen 24/7 365 Tage einen angemessenen Preis bekommt? Nein ist das nicht möglich frag ich mal alle Molkereien, die ja ach so viel Marktmacht haben. Nichtsdergleichen, vorgeführt werden sie, es sind alle cleverer als wir. Sollen sie doch das Kalkwasser aus china trinken, erst dann wird man merken, was man nicht mehr hat.

von Renke Renken

Herr Mohrmann,

das Problem ist, ob die CDU bei der nächsten Wahl noch vielleicht 200 oder 300.000 Stimmen von Landwirten mehr oder weniger bekommt, geht denen wahrscheinlich völlig am Arsch vorbei, da machen sie schon lieber auf Tierschutz und Umweltschutz auf dem Rücken der Landwirte, damit läßt sich wahrscheinlich erheblich mehr Wählerpotential bei den GRÜNEN abgrasen

von Hans Nagl

Nur so zum Nachdenken....

Solange wir ausreichend Menge, auch bei schlechten Preisen liefern wird sich wenig ändern.

von Karl-Heinz Mohrmann

Die Politik wird uns Milchbauernfamilien nicht helfen. Jedenfalls nicht die CSU oder die CDU. So viel wurde versprochen. Nichts wurde umgesetzt. Die nächste Wahl wird es zeigen

von Steffen Hinrichs

Keine Steigerung im Herbst ?!

Rußland zahlt 43 cent und wir hängen mit Auflagen und Forderungen an uns dicht bis oben hin und bekommen gerade mal ein Abschlag als Hinnehmbonus !

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