Importe und Exporte

Milchproduktion: Einige in die falsche Richtung unterwegs Plus

Hochland-Chef Peter Stahl gibt Denkanstöße zum Import von Futtermitteln und Export von Milchprodukten. Auszug aus dem top agrar-Interview aus Ausgabe 8/2019.

Hochland ist im Allgäu zuhause, aber weltweit unterwegs. Ist Deutschland mit den vielen Auflagen international überhaupt noch wettbewerbsfähig?

Stahl: Deutsche Milchprodukte haben nach wie vor einen sehr guten Ruf im Ausland. Wir müssen diesen Ruf aber auch durch hohe Standards gerecht werden. Ansonsten müssen wir mit austauschbaren Massenprodukten konkurrieren – und da tun wir uns sicherlich schwer. Allerdings gibt es Auflagen in der deutschen Käseverordnung, die unsere Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen: Wir wollen eine Öffnung, damit wir z. B. Filtrationsverfahren anwenden dürfen, die in anderen Ländern längst üblich sind.

Ihr Grußwort auf dem diesjährigen Berliner Milchforum hat für reichlich Gesprächsstoff gesorgt: Sie haben den Sinn hinterfragt, Futtermittel zu importieren und Milchprodukte zu exportieren. Was meinen Sie damit?

Stahl: Es war ein Denkanstoß. Denn ich glaube, dass einige in die falsche Richtung unterwegs sind. Die deutsche Milchbranche muss sich ernsthaft fragen, ob es sinnvoll ist, Soja...


Diskussionen zum Artikel

von Rudolf Rößle

Anleihen

Stefan Dürr will Anleihen vergeben zu hohen Verzinsung. So toll kann es in Russland auch nicht laufen oder habe ich die Werbung falsch gelesen. Der Milchpreis ist in Russland außerdem künstlich hoch und fällt unter die 30 Cent Marke, sollte das Embargo gelockert werden.

von Josef Doll

Das würde heißen

das alle Betriebe die Zugekauftes Kraftfutter verwenden das nicht durch die eigene Produktion gedeckt ist 2-5 cent je Liter Milchgeld weniger bekommen. Denn diese Milch ist zumindest nach dieser Aussage defackto Milchpulver der nur den Markt in andern Länder verstopft und außerdem Noch ... mehr anzeigen

von Gerhard Steffek

Die Sache hat aber einen Haken!

Gesamtwirtschaftlich betrachtet stimmt seine Aussage weniger Soja zu importieren, um keinen Überschuß zu produzieren und diesen zu exportieren. Einzelbetrieblich muß aber jeder Unternehmer konkurrenzfähig bleiben und wenn es nicht über den Preis geht, dann leider über die Menge. ... mehr anzeigen

von Gerd Uken

Hab ich auch zuerst gedacht

Aber wenn man das ganze Interview gelesen hat... Thema Meng: Wir nehmen alles ab was der Milchproduzent erzeugt! Dazu noch der Vergleich GVO Milch mit Autos....... Milch mit höheren Differenzierung nötig das ein Trugschluss

von Matthias Zahn

Nicht alles verloren!

Anscheinend gibt es in der Molkereibranche noch Leute, die mehr sehen als nur den Umsatz der eigenen Molkerei. Vielleicht ist ja doch noch nicht alles verloren für die deutschen Milchbauern......

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