Strategie 2030

Milchproduktion innovativ zu Ende denken Premium

Die Milchvermarktung stärker in den Blick nehmen - Wie Erzeuger in zehn Jahren Milch produzieren und vermarkten diskutierten Branchenvertreter, Praktiker und Handel beim DBV-Fachforum Milch.

„Vor zwölf Monaten hätte ich es nicht für möglich gehalten, dass wir mit den bedeutendsten Akteuren der deutschen Milchbranche einen Kompromiss finden, den alle tragen“, zeigte sich Karsten Schmal, Vizepräsident des Deutschen Bauernverbands (DBV) froh über die Sektorstrategie 2030, an der mehr als 100 Personen in verschiedenen Gremien mitgearbeitet haben. Teil der Strategie sei unter anderem die Setzung von Standards, um die Zukunft der Milchproduktion mitzubestimmen.

Eigene Standards zielführend?

Prof. Dr. Sebastian Hess von der Universität Hohenheim verdeutlichte, dass über eigene Standards mögliche Pioniergewinne und Wettbewerbsvorteile bei der Vermarktung möglich seien. „Andererseits steigen für Nachzügler vor allem die Produktionskosten und der bürokratische Aufwand“, gab er zu bedenken. Dennoch sei es wichtig, auf Differenzierung zu setzen und eigene Standards voranzutreiben: „Die Vergangenheit hat...

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Die Aussage von DBV-Vizepräsident Karsten Schmal, der BDM habe sich im letzten Moment aus dem Kompromiss zur Sektorstrategie 2030 verabschiedet, hat der BDM richtiggestellt.

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Die Überschrift könnte treffender nicht sein.

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Dieser Titel ist ein Geheim-Code und bedeutet übersetzt: in den 20er Jahren solange weitermachen wie bisher, bis nur noch 30 000 Milchbauern übrig sind ! Dann haben die übrig gebliebenen Betriebe dann hoffentlich die Größe erreicht die sich einige theoretische Spinner (nennen sich ... mehr anzeigen

von Rudolf Rößle

Wir

sollten einen Vergleich haben wie die Länder ihre Produkte vermarkten, die sie in ihrem "Inland" nicht vermarkten können. Durch die Klimadebatten wird sich der Export verteuern, welche Möglichkeiten bieten nun die einzelnen Welthandelsabkommen?

von Gerd Uken

@ Willy eins fehlt noch bei der Aufzählung

Selbst im Krisenjahr 2016 haben die Molkereien noch Gewinn eingefahren und wieviel wurde zusätzlich wohl noch in die Rücklagen gelegt. Interessant ist aber das gerade Herr Felßner die Berchtesgadener als Beispiel anführt die ja auch die Milchmenge ihrer Lieferanten deckelte. Genau ... mehr anzeigen

von Hans Merk

Typisch Bauernverband

aber der Verein verdient schließlich an QM mehr als alle anderen. Felßner, Schmal und der Rest dieser käuflichen Bande: wer hatte denn das Alleinvertretungsrecht von uns Bauern die letzten Jahrzehnte. IHR und euere genauso korrupten Vorgänger habt es vermasselt. Haltet doch endlich ... mehr anzeigen

von Steffen Hinrichs

Die Weidemilch sollte auch etwas besonderes sein

und man wollte sich mit dem Preis absetzen !! Lidl hat es ja auch gemacht ,allerdings nur für 2 cent Mehrkosten im Einkauf !!! Hat Lidl nun den Preis gedrückt oder die Molkerei zu schlecht verhandelt ?! Da mag man wohl getrennter Meinung sein .

von Willy Toft

@Gerd, wir haben einen hohen Selbstversorgungsgrad, und die Meiereien handeln in der EU,...

und auf der ganzen Welt mit unserer Milch! Etwa 5- 10 % der europäischen Produktion landet auf dem Weltmarkt, 40 % in Produkten direkt im Handel, 40 % in der verarbeitenden Industrie, und 30 % in Europa! Bei einem Selbstversorgungsgrad von ca. 115 %! Der LEH bestimmt den Preis, und alle ... mehr anzeigen

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Schmal!?!?

"Vor zwölf Monaten hätte ich es nicht für möglich gehalten, dass wir mit den bedeutendsten Akteuren der deutschen Milchbranche einen Kompromiss finden, den alle tragen“, WIE BITTE? Es hat sich doch nichts geändert! DBV und Milchindustrie klüngeln weiter und die Bauern gehen leer ... mehr anzeigen

von Gerd Schuette

Die Anforderungen bzw die Standards (QM) werden angehoben (Hess). Für QM-Milch werden keine Zusatzerlöse zu generieren sein (Balz). Schmal und Hess raten den Landwirten ihre Milch selbst zu vermarkten und Herr Felßner sagt ein jeder bekommt den Milchpreis den er verdient. Überstrahlt ... mehr anzeigen

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Die Landwirte sollen

Die Vermarktung stärken in den Blick nehmen. Können die Molkereien nicht vermarkten oder warum dieser Satz?? Die Wünsche der Verbraucher berücksichtigen......wie war das noch wieviel Milchprodukte von den 32 Mrd. Kg gingen noch an den Verbraucher direkt wenn schon 50% in den Export ... mehr anzeigen

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