"Milchquote ist bereits jetzt entwertet"

Die Aussichten für Milchviehhalter bleiben auch in diesem Jahr gut. Das ist der Tenor der 2. Echemer Wintertagung. Dr. Albert Hortmann-Scholten von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen prognostiziert stabile Milchpreise für das laufende Jahr. Die Pulvernachfrage werde weltweit steigen. Zudem würden auch die Quotenpreise weiter stark fallen.

Die Aussichten für Milchviehhalter bleiben auch in diesem Jahr gut. Das ist der Tenor der 2. Echemer Wintertagung. Dr. Albert Hortmann-Scholten von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen prognostiziert stabile Milchpreise für das laufende Jahr. Die Pulvernachfrage werde weltweit steigen.

Zudem würden auch die Quotenpreise weiter stark fallen. A/B Preisssysteme, wie einige Molkereien es fordern, sieht der Berater als nicht durchsetzbar, sondern als große Wachstumsbremse der Milcherzeugung. "Die Milchquote ist bereits vor 2015 entwertet", so der Experte.

Ähnlich sieht das auch Dr. Theodor Seeger vom Bundesministerium für Landwirtschaft: "In offenen Märkten kann es nicht funktionieren, wenn ein freiwilliger Produktionsverzicht honoriert wird." In diesem Fall würde die Milch von außen in den Markt drängen. Das Modell würde einzig den Betrieben Mitnahmeeffekte bieten, die in den nächsten Jahren komplett aus der Milchproduktion austeigen. Es würde eine künstliche Bürokratie aufgebaut und ein System erschaffen, dass der Quote sehr ähnlich sei. (le)


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