Belgien

Milcobel will Weidegang bezahlen

Die belgische Molkereigenossenschaft Milcobel will seine Milchströme diversifizieren. Unter anderem soll es Preisaufschläge für Weidegang oder GVO-freies Futter geben.

Das berichtet die niederländische Fachzeitschrift Boerderij. Für Milcobel sei dieser Standpunkt eine Kehrtwende. Bisher hatte die Molkerei immer deutlich gemacht, dass sich mehrere Milchströme nicht rechnen. Der Markt würde diese zu gering entlohnen und der technische Aufwand sei hoch . Bisher bekommen Milcobel-Lieferanten mit Weidegang einen Zuschuss von 500 € pro Jahr. Demnächst will die Molkerei die Milch von weidenden Kühen mit einem Bonus entlohnen und die Milch separat vermarkten.

Die Anpassung seiner Strategie begründet Milcobel mit der schnellen Veränderung am Milchmarkt. Konkret spielt dabei wohl auch eine Rolle, dass FrieslandCampina seinen belgischen Lieferanten seit einiger Zeit eine Weideprämie zahlt. Zudem sei Weidemilch auch bei den Einzelhändler stärker gefragt.

Ab wann die neuen Produkte auf den Markt kommen, ist noch nicht klar. Die belgische Genossenschaft habe aber bereits intensiv mit seinen Mitgliedern gesprochen. Zwischen Weihnachten und Neujahr habe es mehrere zusätzliche Versammlungen zu diesem Thema gegeben.

Weitere belgische Molkereien wollen Weidemilch

Neben Milcobel wollen auch weitere Molkereien in Belgien mit der Vermarktung von Weidemilch starten. Das privatwirtschaftliche Unternehmen Inex hatte zunächst über eine Weidepflicht nachgedacht. Gegenüber den Lieferanten sei dies aber nicht haltbar gewesen. Die Molkerei sucht jetzt nach alternativen Möglichkeiten.

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Artikel geschrieben von

Anke Reimink

Redakteurin Rinderhaltung

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