Milch Board-Studie Lieferbeziehung

Erste Reaktionen zur Milch Board-Studie Plus

Die Studienergebnisse zur Milchlieferbeziehung sorgen für Diskussionen. Erste Einschätzungen vom Milchindustrie-Verband und Bundesverband Deutscher Milchviehhalter.

Die gestern veröffentliche Studie des Beratungsunternehmen Lademann & Associates GmbH (L&A) im Auftrag der MEG Milch Board zu den Milchlieferbeziehungen sorgt für Diskussionen in der Milchbranche. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass Verträge die Lösung für Milcherzeuger sind und die Politik den Artikel 148 der Gemeinsamen Marktordnung jetzt umsetzen sollte (top agrar berichtete).

MIV: Die Preise bleiben trotzdem volatil

Auf top agrar-Nachfrage...


Diskussionen zum Artikel

von Matthias Zahn

Herr Müller

Erstens lesen sie offensichtlich unserer Kommentare nicht richtig, denn 2. Es heißt Krisenmanagement und nicht Dauermengenrückführung was sie, 3. Sogar kurzfristig selbst für möglich halten. 4. Die Gesetze des Marktes kennen wir sehr wohl und genau deshalb ist allen klar, dass ein ... mehr anzeigen

von Bernd Müller

Herr Schütte

Habe ich auch gar nicht gesagt, aber der gewünschte Effekt wird ausbleiben!

von Gerd Schuette

Verbindliche Verträge mit Menge und Preis widersprechen in keinster Weise marktwirtschaftlichen Gesetzmäßigkeiten. Das Rückpreismodel hingegen schon.

von Bernd Müller

Herr Zahn und andere..

haben Sie sich eigentlich meine Kommentare einmal richtig durchgelesen und sich über meine Bedenken nachgedacht? Auch ich bin natürlich nicht gegen höhere Preise und es muss jeder Landwirt versuchen irgendwie ein besseres Einkommen zu erwirtschaften. Aber es kann nicht sein , dass ... mehr anzeigen

von Matthias Zahn

MIV und BMEL lieben Herrn Müller

Landwirte wie Herr Müller sind dem MIV und dem BMEL die liebsten! Man akzeptiert die Preise wie sie sind und hinterfragt nicht ständig das System. Einfach nur liefern ohne Ansprüche....... Ach, wenn doch nur alle Milchbauern so zufrieden wären. Stattdessen schon wieder Demos bei der ... mehr anzeigen

von Gerd Schuette

"Marge vor Menge"

diese Aussage von Ingo Müller (CEO DMK GmgH) sollte für die gesamte Kette Gültigkeit haben. Damit hätten wir eine erste Gemeinsamkeit im Sektor.

von Christian Kraus

Und nach der Theorie von Herrn Müller machen wir das was MIV, DBV und DRV für richtig halten und dann wird alles gut für uns.

von Bernd Müller

Nach der Theorie

Von Zahn, Siegerkotte und Kraus müssen wir also nur weit genug die Mengen herunterfahren und dann steigt der Preis und vor allen bleibt auch auf dem hohen Niveau. Glauben sie das wirklich?

von Gerd Uken

Wenn man sich die letzten 10 Jahre an sieht

Dann ist der deutsche Milchpreis im Schnitt um die 31 Cent Netto gewesen. Legt man da jetzt eine Kurve der Milchmenge darunter denn wird man sehen wo genau die Höhen und Tiefen lagen. Das mal vorweg und nun kommt der Herr Müller wieder mit seinem Weltmarkteinfluss- nur man hat den ... mehr anzeigen

von Christian Kraus

Was zählt ist der Milchpreis. Ich scheiß auf Marktanteile auf dem Weltmarkt. Es macht doch keinen Sinn mit Dumpingpreisen die WIR aushalten müssen Marktanteile auf dem Weltmarkt zu erobern/verteidigen. Warum müssen wir diesen Mist ausbaden den sich andere ausgedacht haben. Wenn ... mehr anzeigen

von Bernd Müller

Und Herr Siegerkotte

Man muss sich halt mit den Fakten auseinandersetzen und sich wirklich mal Gedanken über seine Forderungen machen und vor allem sie auch mal wirklich bis zum Ende denken. Kein Landwirt und ist gegen höheres Einkommen aber wenn ich mich in einem Markt bewege und ich mit anderen ... mehr anzeigen

von Bernd Müller

Herr Zahn

Das ist nicht „meine Theorie“ sondern das sind seit Ewigkeiten bekannte Gesetze der Marktwirtschaft, die eigentlich jeder Unternehmer kennen sollte und ja in einer kürzlich hier in TA noch mal in Form einer Studie bewiesen wurden.

von Rudolf Rößle

Wir

hatten mit den Discountern die letzten 10 Jahre ein "Gut und günstig" Modell im LEH, das mit realen Marktpreisen nichts mehr zu tun hat. Auch die Österreicher sind inzwischen unter die Räder gekommen, obwohl die Einwohner eher regional einkaufen. Auch Arla wird in ihrem Ursprungsgebiet ... mehr anzeigen

von Martin Siekerkotte

wer

ist der Müller Bruder von Theo oder ein Söldner des MIV

von Matthias Zahn

@Bernd Müller

Wenn ihre Theorie stimmt, warum kostes dann Butter international gerade ca. 4700 EUR und in Europa aber nur 4000-4200 Euro? Ihrer Logik zufolge müsste doch nun europäische Butter Massenweise in den internationalen Markt gehen und das europäische Niveau nach oben ziehen oder den ... mehr anzeigen

von Bernd Müller

Herr Schütte

Die Molkerei muss aber einen Risikoabschlag einkalkulieren. Also werden die Milcherzeuger in der Spitze auch Geld verlieren. Ein Krisenmanagement kann jeder Unternehmer auch für sich selber aufbauen.

von Willy Toft

Nur auskömmliche Preise würden Sinn bei den Lieferverträgen machen!

Unter Einstand sollte Keiner verkaufen! Das wird aber schwer, weil unsere Milch in Europa verkauft wird! Etwa 10 % außerhalb der EU, was meistens Milchpulver ist, dass billig verschachert wird. Die verschwindend kleine Menge an Spezial- Käse, fängt den Preis nicht auf! Die Menge wird ... mehr anzeigen

von Gerd Schuette

"Wenn wir in Europa die Mengen zeitlich befristet um ein paar Prozent senken hat dies einen kurzfristigen Effekt." Genau das bezweckt zB das Marktkriseninstrument des BDM. Wenn dazu der §148 umgesetzt wird, es also Verträge mit Menge und Preis gibt, dann kommen wir wesentlich besser ... mehr anzeigen

von Hans Nagl

Ganz Einfach

Wenn mir von der Molkerei für die nächsten Monate nur ein Vertrag mit 25 Cent angeboten wird werde ich Kühe verkaufen und einen Teil des Futtermais an Biogas verkaufen.

von Bernd Müller

Herr Kraus

Alle Produzenten, die ein Produkt erzeugen haben Einfluss auf den Preis. Damit meine ich im Falle der Milch , alle Produzenten in der ganzen Welt, weil es einen Weltmarkt gibt. D.h. Wenn wir in Europa die Menge um ein paar Prozent reduzieren mag das vielleicht einen kleinen kurzfristigen ... mehr anzeigen

von Gerd Uken

Das System funktioniert doch nur

Weil man das Milchpulver (5% Fett = skimMp) nach Afrika exportiert und mit Palmfett anreichert, denn dafür gilt der ermäßigte Zoll. MMP wäre teurer ! Das man aber mit diesen Dumpingpreisen sowohl hier wie auch dort Familienbetriebe ruiniert ist denen Sch...egal. Hauptsache wir werden es los

von Christian Kraus

Da muss ihnen wohl ein Fehler unterlaufen sein Herr Müller. Sie schreiben "ALLE Produzenten, die am Markt beteiligt sind, bestimmen den Preis..." Alle Produzenten = alle Milchbauern, denn wir sind nun mal die Produzenten der Milch. "die am Markt beteiligt sind" = niemand von uns. Wozu ... mehr anzeigen

von Bernd Müller

@ Frau Wosnitza:

Eine Mengenregulierung auf Eu-Ebene wird nur einen kurzfristigen Effekt haben und das tiefste Tal eventuell!! ein wenig abfedern. Dazu gibt es aber andere Möglichkeiten auf betrieblicher Ebene. Langfristig würde eine Reduzierung nur etwas bringen, wenn der Eu-Markt nach außen ... mehr anzeigen

von Bernd Müller

@ Frau Wosnitza:

Eine Mengenregulierung auf Eu-Ebene wird nur einen kurzfristigen Effekt haben und das tiefste Tal eventuell!! ein wenig abfedern. Dazu gibt es aber andere Möglichkeiten auf betrieblicher Ebene. Langfristig würde eine Reduzierung nur etwas bringen, wenn der Eu-Markt nach außen ... mehr anzeigen

von Bernd Müller

Genau Herr Uken!

ALLE Produzenten, die am Markt beteiligt sind, bestimmen den Preis....

von Gerd Uken

Die Börsenabsicherung

Kann nur bedingt wirken weil sie ja zeitlich versetzt arbeitet und sich am Butter u. Pulverpreis zu Grunde legt-ändert aber nichts an der Menge und das hat in den letzten 33 Jahren auch schon nicht funktioniert. Der Erzeuger ist derjenige der den Preis in der Hand hält

von Gerd Schuette

Da auch Börsenabsicherungen nicht vor Marktkrisen schützen (sie allenfalls glätten können), kann der MIV sie ja auch nicht als Marktkriseninstrument gemeint haben.

von Gerd Schuette

Danke MIV

die Umsetzung des %148 stellt alleine keine Absicherung gegen Marktkrisen dar. Das der MIV darüber hinaus Marktkriseninstrumente als notwendig erachtet, ist erfreulich.

von Christian Kraus

Machen wir es doch wie die Australier. Verträge über Menge und Preis UND der Rest kann frei an JEDE Molkerei gehandelt werden. Damit würde überhaupt erst ein Markt um die Milch entstehen. Alles was bisher diskutiert wurde war ja eher kosmetischer Natur. Die Verträge hätten nur für ... mehr anzeigen

von Kirsten Wosnitza

Der MIV hat recht

Preise werden durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Und genau dort muss ein mengenwirksames Krisen Instrument auf EU Ebene ansetzen, um krisenhaftes Abstürzen der Rohmilch Preise in Zukunft zu verhindern. Genau so recht hat das Bundeskartellamt und die neue Studie. Marktwirtschaft ... mehr anzeigen

von Rudolf Rößle

in unserer Molkerei

sind zwei wichtige Schritte angelaufen. 1. Preisverhandlungen mit den MEGs auf 2-3 Monate. 2. Erfassung der jährlich geplanten Milchmengen der Erzeuger Weitere sinnvolle Komponenten können folgen

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