Lebensmitteleinzelhandel

QM-Milch: LEH jetzt im Vorstand vertreten

Seit dieser Woche sind im QM-Fachbeirat neben Vertretern der Milcherzeugung und Milchverarbeitung auch Unternehmen und Verband des Lebensmittelhandels mit Sitz- und Stimmrecht vertreten.

­Die Mitgliederversammlung des QM-Milch e.V. hat in dieser Woche mit Franz-Martin Rausch, Geschäftsführer des Bundesverbandes des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH), einen Vertreter des Lebensmitteleinzelhandels in den Vorstand des QM-Milch e.V. gewählt. Dafür waren Satzungsänderungen nötig. So geht es aus der Schnellinformation des Verbands der Deutschen Milchwirtschaft (VDM) hervor.

Im Mai 2020 haben die Kernverbände des QM-Milch e.V. (DBV, DRV, MIV) sowie der BVLH in einer gemeinsamen Absichtserklärung festgehalten, das System QM-Milch zu einem auf Milchprodukten auslobungsfähigen Standard weiterzuentwickeln (top agrar berichtete). Zudem wollen sie ein Zusatzmodul mit höheren Tierwohl- und Tiergesundheitsstandards ausarbeiten. Gleichzeitig soll der Mehraufwand im Einkauf von Rohmilch und Milchprodukten berücksichtigt werden. Mit dieser Absichtserklärung werde auch eines der wesentlichen Ergebnisse der Strategie 2030 der deutschen Milchwirtschaft angegangen.

Um die genannten Vorhaben zur Umsetzung zu bringen, sei der Lebensmitteleinzelhandel auf Augenhöhe in die Arbeit des QM-Milch e.V. einzubeziehen. Die inhaltlichen Arbeiten will der QM-Fachbeirat in den kommenden Monaten vorantreiben.

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Die Redaktion empfiehlt

Ab Juni 2020 ist der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels Kernmitglied im Gremium von QM-Milch. Ziel ist, QM-Milch zukünftig als zweistufiges Label auf Milchpackungen zu etablieren.


Diskussionen zum Artikel

von Heiko Dierks

Auflagen

Unsere Meierei hat uns versprochen das für den 1 cent Zusatz für den Klimacheck nichts vom Grundpreis abgezogen wird. Gestern lese ich den Artikel in der Top Agrar das nun doch 1 Cent vom Basispreis abgezogen wird. Wir werden doch nur noch beschissen uns verarscht

von Gerd Schuette

.

Unsere Erlöse werden globalisiert an den internationalen Märkten gemacht. Unsere Kosten werden regionalisiert in Europa, in Deutschland gemacht. Unsere Verdienstspanne ist demnach maßgeblich von unseren Regierungen in den Ländern, in Europa, bestimmt.

von Gerd Ulken

QM

Die Messlatte für uns Landwirte wird immer höher gelegt, aber wir bekommen deswegen nicht einen Cent mehr. Alle die nach uns kommen Kontrolleure etc,verdienen an der Milch mehr wie wir Milcherzeuger. Also was wollen wir noch mit QM ? Die Milchproduktionskosten werden dadurch nur noch ... mehr anzeigen

von Martin Forster

Nachhaltig

denk ich bei QM nur noch an Götz von Berlichingen. Wir können uns anstrengen wie wir wollen, es ist immer zu wenig sein und die sogenannte Gesellschaft wird nur noch unzufriedener mit Viehhaltern. QM als Eigeninitiative zur Bevormundung

von Rudolf Rößle

Müssen

dann in Zukunft die Molkereien die Milch in Label 3 und 4 getrennt erfassen?

von Kirsten Wosnitza

Wer profitiert?

Ohne tragfähige Erlöse lassen sich wichtige QM Kriterien langfristig nicht einhalten. Das Wissen alle Beteiligten. Und ignorieren es ganz bewusst.

von Werner Albrecht

Dann steigen sie doch aus . Dieses Jammern kann man nicht mehr hören.

von Egge Mansholt

Wie gehabt

Ich kanns nur immer wieder erwähnen: Solange wir in einen übersättigten Markt produzieren haben wir keinen Trumpf in der Hand. Das wollen hier aber wahrscheinlich noch immer nicht die meisten hören.

von Rudolf Rößle

Milch

sollte in Coca Cola Flaschen abgefüllt werden.

von Lenert Bielefeld

Bauern auspressen...

...anstatt mal die Machenschaften des LEH in den Fokus zu nehmen. 1950 gab es noch rund 1,6 Mio Milcherzeuger in Deutschland, aktuell noch 58Tsd. Finde den Fehler!

von Rainer Hoffmann

Mehraufwand ?

Wessen Mehraufwand wird vergütet ,die Mehrabeit des Handels u der Verarbeiter wird dann bei denen abgezogen vom Erzeuger Preis die diverse Auflagen/Gummipunkte nicht erfüllen u zusätzlich darf man die Auditkosten noch tragen ,je kleiner der Betrieb, desto mehr Kosten je Liter.

von Werner Albrecht

Bei uns trägt die Auditkosten die Molkerei.

von Willy Toft

Nun bestimmt der Einzelhandel direkt mit!

Die leicht erhöhten Erlösaussichten, haben meistens eine Halbwertszeit von 6-12 Monaten. Danach erinnert sich keiner mehr daran, dass es dafür etwas Extra gibt! Man kann schon sagen, dass wir wieder mal ein Stück weiter verkauft worden sind!

von Gerd Uken

Mal richtig lesen

Der Mehrsufwand im Einkauf berücksichtigt werden - wie verstehen die Herren das wohl

von Steffen Hinrichs

Der DBV verkauft seine Bauern

Noch höhere Standarts und Mehraufwand !!!!!! Das will der LEH im Preis berücksichtigen, aber nicht eindeutig mit Mehrerlös für den Bauern vergüten . " Geht's noch " !!!!

von Sebastian Rach

Persilscheinmafia

Bringen tut es nichts und man kann schön die weiße Weste vorzeigen und nach unten weiter treten.

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