Rinderexporte

Rinderexport: Runder Tisch in Kiel mit guten Ergebnissen Premium

Beim Runden Tisch in Schleswig-Holstein haben sich alle Beteiligten auf die Festlegung geeigneter Transportrouten in Drittländer geeinigt. Das soll den Kreisveterinären mehr Sicherheit geben. Der Export von Rindern aus Schleswig-Holstein in diese Länder könnte damit bald wieder möglich sein.

Am Mittwoch trafen sich Vertreter des Landwirtschaftsministeriums sowie unter anderem oberste Kreisbeamte, Veterinäre, Vertreter der Rinderzucht Schleswig-Holstein (RSH), des Bauernverbandes sowie Vertreter von Vieh und Fleisch zu einem Runden Tisch in Kiel. Matthias Leisen, Geschäftsführer der RSH zeigte sich auf top agrar-Nachfrage zufrieden mit dem Gespräch: „Das Gespräch war sehr konstruktiv und fachlich.“ Vertreter beider Seiten müssten aufeinander zugehen, das sei gelungen.

Ende Februar hatte das Landwirtschaftsministerium Schleswig-Holstein landesweit den Export von Rindern in bestimmte Drittländer für vier Wochen untersagt. Die Befürchtung ist, dass sich Kreisveterinäre mitschuldig machen, wenn sie ...

Weiterlesen mit PREMIUM
Jetzt 30 Tage gratis testen
Mehr erfahren

Die Redaktion empfiehlt

Im Streit um Drittlandsexporte von Zuchtrinder gibt es eine erste Gerichtsentscheidung. Die RSH darf Tiere nach Niedersachsen transportieren. Die Entscheidung könnte grundsätzliche Tragweite haben.

Im Streit um die von Bayern und Schleswig-Holstein erlassenen Exportverbote für Rinder in Drittstaaten will Agrarministerin Julia Klöckner im April bei einem Spitzentreffen von Bund und Ländern eine ...

Neues Projekt für mehr Gülle in Biogasanlagen

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.

Artikel geschrieben von

Katharina Lütke Holz

Redakteurin Rinderhaltung

Schreiben Sie Katharina Lütke Holz eine Nachricht


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

von Eckard Wendt

Schnelle Ergebnisse durch interne Runde

Es ist schon viele Jahre her, dass die Dokumentationen des Filmemachers Manfred Karremann für große Empörung in der breiten Öffentlichkeit sorgten. Grund war das schlimme Leiden der Rinder auf den Ferntransporten über Jugoslawien in den Nahen Osten. Tagelange Transporte ohne Tränke und Futter nicht selten sogar unter Extremtemperaturen rüttelten die Fernsehzuschauer auf. Und dann waren da noch die schrecklichen Tierquälereien bei der Verladung. Es war zu sehen, wie ein Rind an einem Bein festgezurrt am Seil hing! Gerade auch Landwirte empörten sich, weil sie es nicht ertrugen, dass Tiere, die sie rücksichtsvoll aufgezogen hatten, derartigen Schmerzen und Leiden ausgesetzt wurden. So gesehen war die Weigerung der Amtsveterinäre, nach neuerlichen Skandalberichten keine Tiertransporte in Nicht-EU-Staaten zu genehmigen, richtig und ebenso das zunächst auf vier Wochen befristete Verbot durch das Landwirtschaftsministerium in Kiel. Einen Runden Tisch zur Problematik einzuberufen, war ebenfalls richtig. Allerdings war dieser doch wohl eher eckig, denn Tierschutzfachverbände wurden nicht hinzugebeten. Da stellt sich die Frage, ob Tierschützer seitens des Ministeriums immer noch als „Sand im Getriebe“ angesehen und möglichst ausgeschlossen werden, damit man sich Diskussionen über die Kriterien ersparen kann.

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen