US-Studie

Rinderhaltung Schlüsselbranche bei Methangasreduktion

US-Forscher drängen auf eine schnelle und effektive Reduktion von Methangas in der Luft, um den Klimawandel zu verlangsamen. Sie empfehlen weniger Rindfleischverzehr und Algenfütterung für Kühe.

Neben der Reduktion von CO2 geht es in der Klimadebatte zunehmend auch um Methan CH4. Das Gas ist deutlich klimaschädlicher als Kohlenstoffdioxid, daher könnte eine Minderung der Methanemissionen die Erwärmung der Erde direkt um 30 % verlangsamen, sagen Forscher vom Woodwell Climate Research Center im US-Bundesstaat Massachusetts im Auftrag der Unternehmensberatung McKinsey.

Somit fällt der Blick unweigerlich auf die Landwirtschaft, die 40 bis 50 % der weltweiten Methanemissionen ausstoßen soll, heißt es. Medien schreiben dann schnell von der „Massentierhaltung von Rindern“. Weitere Quellen sind die Öl- und Gasindustrie, der Kohlebergbau, die Abfall- und Abwasserwirtschaft und Lecks in Pipelines.

Die fünf Schlüsselindustrien könnten ihre Emissionen aber durch den Einsatz schon jetzt zur Verfügung stehender Technologien bis 2030 um 46 % senken, sagen Fachleute. Gefragt sei aber auch der Verbraucher, der weniger Fleischprodukte kaufen soll, lautet eine der Empfehlungen. An technischen Lösungen gebe es die Möglichkeit, Kühe mit Algen zu füttern, dann würden sie weniger Methan freisetzen, wie aktuelle Forschungsergebnisse zeigten.


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