Verbraucherbefragung

Rindfleisch: Naturschutz und Weidegang zählen

Die ­Vermarktung von (Bio-)Weiderindfleisch im Handel ist eine Herausforderung. Dennoch hat das Produkt Potenzial, wie eine Studie der Universität Göttingen zeigt.

Für Supermarktbetreiber scheint es einfacher zu sein, ein argentinisches Steak über den Zentraleinkauf zu bestellen, als Weiderind aus der Region anzubieten. Dennoch hat das Produkt (Bio-)Weiderindfleisch Potenzial, wie eine Untersuchung der Universität Göttingen zeigt.

Die Wirtschaftlichkeit der Weiderinderhaltung hängt nicht zuletzt von einer erfolgreichen Vermarktung ab. Genau das war und ist allerdings oft eine große Herausforderung. Eine Direktvermarktung ab Hof findet häufig im kleineren Stil statt. Für eine größer aufgezogene Vermarktung von Bio-Weiderindern reicht das nicht.

Wie es gelingen kann, (Bio-)Weiderindfleisch erfolgreich im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) zu etablieren, untersuchten Wissenschaftler der Universität Göttingen und der Universität Hohenheim im Rahmen des GiB-Projektes (siehe top agrar 3/2021 oder top agrar 4/2021).

Das Ziel bestand darin, die Marktchancen für Rindfleisch aus (Bio-)Weidehaltung zu untersuchen. Beispielregion des Projekts war der Schwarzwald, teilweise mit Grünland in Flora-Fauna-Habitat-Gebieten. Um neue Marketingkonzepte für (Bio-)Weiderindfleisch im LEH zu entwickeln und Ansatzpunkte einer besseren Vermarktung zu bestimmen, befragten Wissenschaftler zwölf Stakeholder des LEHs, 57 Lebensmitteleinzelhändler und 513 Konsumenten.

Kooperationspartner Handel

Der LEH nimmt eine Schlüsselposition in der gesamten Wertschöpfungskette ein. Die Ergebnisse der Händlerbefragungen zeigen zunächst, wo aus Sicht des Handels der Schuh drückt:

  • Fast die Hälfte der Einzelhändler wünschen sich weniger...

Die Redaktion empfiehlt

Die Grünlandnutzung im südlichen Schwarzwald ist schwierig, aber wichtig für die Artenvielfalt. Ein Produktionskonzept soll Landwirte motivieren, dort (weiterhin) Rinder zu halten.


Diskussionen zum Artikel

von Erwin Schmidbauer

Reale Hemmnisse

Die einen Mutterkuhhalter haben keine Zeit für eine Direktvermarktung, die anderen keinen passenden Metzger, der dritte kein ausreichendes Angebot für den Abnehmer, der vierte nicht über das Jahr verteilt, der fünfte... Es gibt so viele Problematiken, die eigentlich nach einen ... mehr anzeigen

von Gerd Uken

Eins habt ihr aber vergessen

Herr Isegrimm kommtxauchvin steigernder Population und hält sich nicht nur auf AKK Flächen rum der stöbert auch gerne. Als Landschaftspfleger ungeeignet

von Rudolf Rößle

Biomutterkuhfleisch

nicht der Direktvermarktung zuzuführen ist ja absoluter Hohn. Dazu braucht es keinen LEH, da dieser nicht annähernd die Exklusivpreise zahlen wird.

von Thomas u. Helmut Gahse GbR

Da verstehe ich Sie jetzt nicht,

Herr Bothe. Wer soll denn den Aufwuchs von Bergwiesen, die ja zum Offenhalten der Schwarzwaldtäler notwendig sind, verwerten, außer vierbeinige Rindviecher? Ob das Bio sein muß sei einmal dahin gestellt.

von Christian Bothe

@GbR Gahse

Das stimmt natürlich ohne wenn und aber!!!Stamme selbst aus einer Region(ERZ) mit Weidehaltung von Färsen und Mutterkuehen und absoluten Grünland.Meine Phrase war mehr allgemeiner Natur zum“höheren” Nährwert des Biorindes im Vergleich zum konventionell gehaltenen Tier gemeint...

von Christian Bothe

Bioweiderindfleisch?

Wozu brauchen wir das, wenn es anderswo billiger und in gleicher Qualität zu haben ist?

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