RLV: Das Thema Enthornung sachlich diskutieren!

Der Rheinische Landwirtschaft-Verband (RLV) fordert eine sachlichere Diskussion zum Thema Enthornen von Rindern. Denn jedes Jahr würden den landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften schwere Unfälle gemeldet, die durch Hörner von Rindern verursacht wurden. Niedersachsens Landwirtschaftsminister Gert Lindemann hatte vor kurzem ein Verzicht auf das Enthornen angeregt.

Der Rheinische Landwirtschaft-Verband (RLV) fordert eine sachlichere Diskussion zum Thema Enthornen von Rindern. Denn jedes Jahr würden den landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften schwere Unfälle gemeldet, die durch Hörner von Rindern verursacht wurden.

Niedersachsens Landwirtschaftsminister Gert Lindemann hatte vor kurzem ein Verzicht auf das Enthornen angeregt. Das stößt allerdings nach Ansicht des RLV-Fachausschusses Milch auf Vorbehalte.

Dem Thema Arbeitssicherheit gelte es unverändert Rechnung zu tragen. Immer wieder gebe es schwere Unfälle, etwa beim Nachkennzeichnen mit Ohrmarken oder im Umgang mit frisch abgekalbten Kühen. Zudem ließen sich Auseinandersetzungen durch Rangordnungskämpfe und sogar gegenseitige Verletzungen behornter Tiere auch in großräumigen Laufställen nicht völlig ausschließen, kritisiert der RLV.

Auf der anderen Seite sei die Zahl genetisch hornloser Spitzenbullen, die gleichzeitig auch andere wichtige Merkmale wie Fitness oder Milchleistung vererbten, bislang eher gering. Eine breit angelegte Zucht auf Hornlosigkeit werde daher noch Jahre in Anspruch nehmen. (pl)

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