Russischer Großbetrieb stockt auf 30.000 Milchkühe auf

Der drittgrößte Milchproduzent Russlands, die Ekosem-Agrar GmbH, will auf mehr als 30.000 Milchkühe bis zum Jahr 2015 aufzustocken. Ende September 2012 hatte der Betrieb, der einem Deutschen gehört, noch 13.100 Milchkühe. Zurzeit werden zwei neue Ställe mit jeweils 2.200 Tierplätzen in Betrieb genommen. Die Anlagen in Oblast Woronesch liegen rund 500 km südöstlich von Moskau entfernt.

Der drittgrößte Milchproduzent Russlands, die Ekosem-Agrar GmbH, will auf mehr als 30.000 Milchkühe bis zum Jahr 2015 aufzustocken. Ende September 2012 hatte der Betrieb, der einem Deutschen gehört, noch 13.100 Milchkühe.

Zurzeit werden zwei neue Ställe mit jeweils 2.200 Tierplätzen in Betrieb genommen. Die Anlagen in Oblast Woronesch liegen rund 500 km südöstlich von Moskau entfernt. Mit dem Bau von vier weiteren Komplexen wurde bereits begonnen.

Die Ekosem-Agrar GmbH gehört zur Ekoniva Gruppe, die eines der größten Agrarunternehmen Russlands ist. Derzeit besitzt die Unternehmensgruppe 36.500 Rinder, von denen 13.850 Milchkühe sind. Die durchschnittliche Milchleistung je Tier und Tag konnte um rund 13,5 % auf 20,76 Liter im Vergleich zu 2011 gesteigert werden. Im Sommer 2012 wurden 4.900 weibliche Jungtiere aus den USA importiert. In Zukunft werden solche teuren Importe durch die eigene Vergrößerung der Herde nicht mehr nötig sein, so Ekosem-Agrar.

Die Zukunft für das Unternehmen in der russischen Milchbranche scheint vielversprechend. „Trotz hervorragender Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft in Russland müssen jährlich umgerechnet rund acht Mio. Tonnen Milch importiert werden“, erklärt Stefan Dürr, Geschäftsführer und Mehrheitsgesellschafter der Unternehmensgruppe. Durch diese Knappheit liegen die Milchpreise in Russland rund 20 % über dem deutschen Niveau. Mit Fokus auf die Milchwirtschaft wird daher die russische Landwirtschaft durch ein Agrarförderprogramm 2013/2020, das ein Gesamtvolumen von umgerechnet rund 37,5 Mrd. € umfasst, unterstützt.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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