Russland: Selbstversorgung mit Milch in weiter Ferne

Die von der russischen Regierung angestrebte Selbstversorgung des Landes mit Milch dürfte trotz der voraussichtlich zunehmenden Erzeugung in absehbarer Zeit nicht erreicht werden.

Die von der russischen Regierung angestrebte Selbstversorgung des Landes mit Milch dürfte trotz der voraussichtlich zunehmenden Erzeugung in absehbarer Zeit nicht erreicht werden.

Russlands stellvertretender Landwirtschaftsminister Dschambulat Chatuow prognostizierte jetzt auf der Messe „Goldener Herbst 2018“ in Moskau einen Anstieg der heimischen Milchproduktion bis zum Jahr 2024 im Vergleich zu 2017 um insgesamt 7,7 % auf 33,6 Mio t. Dafür müsste die durchschnittliche Milchleistung der Kühe in landwirtschaftlichen Großbetrieben in den kommenden fünf Jahren auf 7.100 kg gesteigert werden, wozu es einer Weiterentwicklung des genetischen Potentials der Tiere bedarf.

Mit Blick auf den Umfang der russischen Rinderherde berichtete Chatuow zwar von einer zuletzt rückläufigen Tendenz. Allerdings sei ab 2019 mit einer Bestandsaufstockung zu rechnen. Die Selbstversorgung des Landes dürfte aber auch bis 2024 nicht erreicht werden, denn das aktuelle Versorgungsdefizit beläuft sich nach Regierungsangaben auf etwa 25 %. Um diese Lücke zu schließen, müsste die Milcherzeugung auf mindestens 40 Mio. t steigen.

Laut Angaben des Moskauer Statistikamtes (Rosstat) belief sich die russische Milchproduktion im Zeitraum Januar bis August 2018 auf 21,9 Mio. t; das waren 1,3 % mehr als in der Vorjahresperiode. Dabei erhöhte sich die durchschnittliche Milchleistung je Kuh um 2,4 % auf 4.406 kg.

Derweil vereinbarte Moskau mit Minsk nach Angaben von Weißrusslands Landwirtschaftsminister Leonid Zayats für 2019 eine Ausweitung der Exporte an Milchprodukten nach Russland gegenüber dem laufenden Jahr um 2,6 % auf 3,71 Mio. t.

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Diskussionen zum Artikel

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von Willy Toft

Und wir dürfen nicht liefern......

Hauptsache Putin fehlt es an nichts, das Volk muss warten. Die Hoffnung, dass wir das Gas mit landw. Produkten "bezahlen", lässt wohl noch länger auf sich warten!

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