Weltmilchmarkt

Schweinepest in China beeinflusst Weltmilchmarkt

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) in China beeinflusst auch die Nachfrage nach Milchprodukten in dem Land und damit den Weltmilchmarkt. Damit rechnet die niederländische Rabobank.

Nach einer Analyse sei der Schweinebestand Chinas in diesem Jahr um 25 bis 35 % zurückgegangen. Das entspreche einer Anzahl von etwa 150 bis 200 Millionen Tieren. Um die Proteinlücke zu schließen, würden die Verbraucher verstärkt Molkereiprodukte und andere Fleischsorten nachfragen. Die Preise für Rindfleisch seien bereits gestiegen, berichtet die Bank. Eine höhere Importnachfrage für Milcherzeugnisse dürfte dann die Folge sein.

Gleichzeitig sinkt laut Raobank aber die Nachfrage nach Molkereiprodukten wie Milchpermeat, Molkenpermeat, Molkenpulver und Laktose. Welche vor allem für die Futtermittelherstellung genutzt werden. China importierte zwischen 2016 und 2018 im Jahresdurchschnitt insgesamt 530.000 t Molke und Permeate sowie 84.000 t Laktose. Davon seien etwa 60 % als Tierfutter verwendet worden.

Entsprechend des erwartenden Produktionsrückgangs im Schweinesektor sei mit einem Sinken der chinesischen Nachfrage für diese Milchprodukte zu rechnen. Ein Rückgang von 54.500 t bis 72.500 t werde erwartet. Bereits im ersten Quartal 2019 ist die Einfuhr von Molke und Permeaten um 16 % gegenüber der Vorjahresperiode gesunken.

Ein großer Verlierer waren dabei die USA mit einem Lieferrückgang von 53 % auf 35.220 t im Vergleich zum ersten Quartal 2018. Dafür macht die Rabobank neben dem schrumpfenden Gesamtmarkt vor allem die zusätzlichen Strafzölle von 25 % im Rahmen des Handelskonfliktes verantwortlich.

Die Europäische Union konnte dagegen, trotz nachlassender Nachfrage, ihre Exporte von Molke und Permeaten nach China um 5 % auf 50.800 t steigern. Ähnlich sah die Situation bei Laktose aus. Die Bankanalysten gehen von weiteren Marktanteilsverlusten der USA aus und rechnen aufgrund des geringeren chinesischen Einfuhrbedarfes mit weiteren Preisschwächen am globalen Markt für Molkeprodukte und Laktose.

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Artikel geschrieben von

Christin Heidemann

Praktikantin

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Diskussionen zum Artikel

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von Gerd Uken

Das ja putzig

Und Schweinehälften importieren ist zu teuer?? Die Hoffnung stirbt bekanntlich zu letzt

von Rainer Hoffmann

Wat e Glück

Man wünscht andern die Pest an den Hals um von den eigenen Fehlern abzulenken u dann stellt sich raus das der Handel sich nichts draus macht (ausser die Taschen voll) u die Molkereien sich alle über den Tisch ziehen lassen auf Kosten der Erzeuger. Dann gründen ma noch ne Arbeitsgruppe (Sektorstrattegie)wo nur die Entscheidungsbefugniss haben die den Karren durch ihre Blockadehaltung massgeblich in den Dreck gesetzt haben u zum Wohle ihrer Gönner von Politik u Wirtschaft eigentlich auch nix ändern wollen /dürfen ,da es für die Geld Anleger ganz gut läuft in Sachen Ha unter den Nagel reißen, halt ne sicherer Rendite bei den Pacht Preisen.

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