Interview

Sektorstrategie Milch: „Ein guter erster Aufschlag“ Premium

Die Sektorstrategie Milch liefert Ideen, aber wenig Handfestes. Moderator Dr. Theodor Seegers nimmt Stellung – auch zum Ausscheren des BDM.

Das Interview mit Dr. Theodor Seegers, ehemaliger Leiter des Bundeslandwirtschaftsministeriums, erschien zuerst im Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben.

Herr Dr. Seegers, wie beurteilen Sie die Ergebnisse und die Inhalte der Sektorstrategie Milch?

Seegers: Zum ersten Mal hat die Branche stufenübergreifend eine Strategie erarbeitet. Natürlich gab es dabei Interessenunterschiede. Deshalb bin ich mit den Ergebnissen sehr zufrieden. Wir haben viele Ansatzpunkte aufgezeigt, um die Branche für die Herausforderungen der nächsten zehn Jahre zu wappnen. Selbstverständlich gibt es weitere Maßnahmen. Für den ersten Aufschlag war aber nicht mehr möglich. Und das meine ich gar nicht...

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Diskussionen zum Artikel

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von Ottmar Ilchmann

Frau Klöckner steht im Wort

Steuerung und Planung der Milchmenge zur Vermeidung von Krisen, das war eine Kernforderung des Landwirtschaftsministeriums an die Erarbeiter der Sektorstrategie. Wurde leider nicht umgesetzt, kein Wunder, wenn nur potentielle Profiteure von Milchkrisen am Verhandlungstisch sitzen. Wird die Landwirtschaftsministerin jetzt zu Gunsten der Milcherzeuger eingreifen, wie sie es immer wieder angekündigt hatte? Wenn nicht, dann sind alle Beteuerungen im Umfeld des Handelsgipfels, sich für die Bauern einzusetzen, nur leeres Gerede.

von Gerd Schuette

Kernpunkt der erarbeiteten Strategie scheint zu sein: "möglichst nichts ändern." Schon gar nicht die Position der Milchbauern in der Wertschöpfungskette.

von Rudolf Rößle

Große

Molkereien wandern dort hin, wo sie die Rohstoffsicherheit oder einen logistischen Vorsprung haben. Das haben die letzten Jahren gezeigt und zur Zeit strecken immer mehr ihre Fühler Richtung Osten aus. Indien wird sehr interessant werden, wenn die Strukturen dort besser werden. In Europa ist die Badewanne voll und nur bestimmte Qualitätsanforderungen heben uns vom Markt ab. Wie" Otto" bei Edeka brauchen wir "Greta" und die "Milkakuh" als Aushängeschild. Dass die Milchproduktion um 20% gedrosselt werden kann, sehe ich im Moment nicht.

von Peter Guhl

Nicht fündig geworden!

Ich habe jetzt seit der Veröffentlichung zur Grünen Woche nach den strategischen Elementen in dieser „Strategie“ gesucht, bisher ohne Erfolg. Kann mir jemand helfen? Herr Dr. Seegers vielleicht? Was ist denn jetzt so innovativ? Das Einsammeln von Zwangsabgaben von den Milchbauern für zusätzliche Posten beim DBV doch wohl hoffentlich nicht?! Ich frage nur mal so, da ja die Diskussion immer mehr in Richtung der Finanzierung gelenkt wird. Von mir bekommt keiner einen Cent für das aufhängen von Plakaten „Milch macht müde Männer munter“

von Willy Toft

Solange wir hier hohe Standards erfüllen müssen, und der Handel sich aus anderen Quellen Schadlos hält, ist das Ganze gescheitert!

So kann auch eine Sektorstrategie nicht greifen!

von Willy Toft

Solange alles beim jetzigen System bleibt, wird es kein Auskommen mehr geben!

Dann wird sich die Milchviehhaltung aus DE verabschieden, bei immer höheren Auflagen und Standards, werden sich die Handelsketten immer nach den günstigen Angeboten aus den EU- Nachbarstaaten richten, wo noch für 2 €/Std. gearbeitet wird, oder andere Produkte aus Übersee einführen! Einige Betriebe werden es überstehen, und vielleicht auch etwas mehr erhalten als zurzeit, nur ob es reicht bei den Auflagen hier, bleibt abzuwarten! Der § 148 wird bei unserem Raubtierkapitalismus nicht angewandt, darauf würde ich nicht setzen! Die Meierei wird nie mehr ausbezahlen, als was da zur Verfügung steht!

von Martin Siekerkotte

Artikel 148

Umsetzen

von Martin Siekerkotte

finazieren

müssen die sich selbst ,wenn Thomas u Heinz jan in irgendwelchen Luxushotels tagen und 2030 wird alles besser predigen bitte auf ihre kosten .BITTE JULIA ARTIKEL 146 umsetzen!!!!

von Karl-Heinz Mohrmann

Neue Strategie der Politik gemeinsam mit DBV DRV und MIV davon abzulenken das wir bäuerlichen Familienbetriebe weiterhin kein Mitglied der Wertschöpfungskette sein sollen. Sondern weiterhin Restgeldempfänger. Julia Klöckner wird tausende Milchbauernfamilien sinnlos Opfern . Genauso wie ihre 4 CSU CDU Minister vor ihr. Es wird in der gleichen Katastrophe enden wie jetzt die Düngeverordnung.

von Gerd Uken

Die Frage ist ja jetzt

Greift Julia Klöckner ein , weil ja nichts verbindliches zu den Lieferbedingungen gesagt wurde. 70 % haben Andienungspflicht oder wie man immer so schön sagt wir nehmen alles ab!!

von Steffen Hinrichs

In den Lieferbeziehungen wird alles so bleiben und der Bauer bleibt Restgeldempfänger

Der BDM vertritt nunmal nur die Milchbauern und tat gut daran diese Lieferbeziehungen nicht zu unterstützen. Der MIV ,Raifeisenverband und DBV verkaufen die Sektorstrategie als Erfolg ,aber ist nicht mehr als eine Lachnummer.

von Gerd Uken

Wenn das der Anfang für die

Nächsten 10 Jahre sein soll dann müssen wir Milcherzeuger uns aber auf dauerhaft niedrige Preise einstellen...... Wie will man eine Kostenunterdeckung auffangen? Nur durch Stückzahl erhöhen ist es ja nicht möglich, der Handel drückt u. die Kosten steigen und vor allem die Auflagen!

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