Sektorstrategie Milch

Sektorstrategie Milch: Wie sind unsere Nachbarn organisiert? Premium

Die deutschen Milchverbände entwickeln aktuell eine gemeinsame Strategie. Was machen unsere Nachbarländer, um geschlossen aufzutreten? top agrar hat sich umgehört.

Die Arbeiten laufen: Bis Ende des Jahres sollen konkrete Maßnahmen stehen, wie der deutsche Milchsektor die Zukunft meistert. Beteiligt sind: Deutscher Bauernverband (DBV), Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM), Milchindustrie-Verband (MIV), Deutscher Raiffeisenverband (DRV), Interessengemeinschaft Genossenschaftliche Milchwirtschaft (IGM) und Bundesverband der Privaten Milchwirtschaft.

Sie haben ein Lenkungsgremium gegründet, dem neun Arbeitsgruppen zuarbeiten. Themen: Standardsetzung, Bran­­chenkommunikation, Agrarpo­litik, Lieferbeziehung, Außenhandel, Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Molkereistrukturen und Forschung. Der Moderator Dr. Theodor Seegers, ehemaliger Abteilungsleiter im Landwirtschaftsministerium, muss die verschiedenen Meinungen unter einen Hut bekommen. Das dürfte nicht immer leicht sein. Denn von Anfang an rumort es im Hintergrund. Vor allem bei der Frage zur Milchmengensteuerung sowie -planung gehen die Vorstellungen außeinander. Für Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner ist eine bessere Planung und Steuerung der Milchmenge in den Lieferbeziehungen aber zwingende Voraussetzung, um Krisen zu vermeiden. Deshalb drückt sie aufs Tempo: Zur...

Verpassen Sie nichts mehr!

Erhalten Sie Zugriff auf diesen und alle weiteren relevanten Beiträge sowie auf unsere exklusiven Newsletter. Testen Sie jetzt ganz unverbindlich.

30 Tage kostenlos testen
Mehr erfahren


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

von Gerd Uken

Man fragt sich zu Recht warum das Lenkungsausschuss heißt

Und wer da so alles vertreten ist - dürfen halt nicht zeitgleich tagen -): Frau Klöckner kann ja gar nichts besseres passieren als das die sich nicht einig werden u. aussitzen kann sie ja auch. Und man sieht an den Daumen auch wer wann liest-früh am Morgen ist es eh ruhig in der Fraktion der - liker

von Rainer Hoffmann

Lachnummer

Der BDM ist nur in der Beratergruppe drinn die keine Entscheidung trifft ,die andern drei die bisher schon alles zum Vorteil der Erzeuger verhindert haben sind nur in der Entscheidungsbefugnis ,hat aber den Vorteil das auch nur sie Verantwortlich sind für das Desaster, aber solange deren Geschäfte gut laufen gehen denen die Bauern sonstwo vorbei ,aber irgendwann fehlt ihnen der Rohstoff u dann jammern se zusammen mit den Verantwortlichen Politikern u behaupten das man das aber auch gar nicht hätte kommen sehen vor lauter Nebeneinkünfte/Aufwandsentschädigungen .

von Gerd Schuette

Da wird ein Lenkungsgremium von Verbänden und Geno´s gegründet von denen die Mehrzahl nicht wirklich etwas ändern will. Es entsteht ein Debattierclub der den landwirtschaftlichen Betrieben nur Zeit kostet. Die Bundesministerin wartet gern auf Ergebnisse aus dieser Sektorstrategie, wohlwissend dass da nichts kommt. So vergeht Zeit und sie braucht sich nicht positionieren.

von Willy Toft

Man hat als Milcherzeuger das gleiche Ohnmachtsgefühl wie in anderen EU- Ländern!

Das eint uns, aber auskömmliche Preise dürfen anscheinend nicht wirklich durchgesetzt werden! So hält man den Strukturwandel aufrecht, und forciert diesen noch! Wenn man mit den nachgelagerten Stufen kommuniziert, hat man das Gefühl, dass die meinen, dass wir zurechtkommen müssten! Mit Nichten ist das der Fall, die Ohnmacht greift weiter um sich, weil Familienbetriebe keine Perspektive mehr sehen. Solange die vollen Produktionskosten nicht beim Produkt erlöst werden, kehrt hier nie wieder Ruhe ein! Die Betriebe die "über bleiben", haben den schwersten Stand, sie werden weiter für "lau" produzieren müssen, und haben eine ungewisse Zukunft, denn knapp wird Milch anscheinend nicht mehr! Da kann uns weder die Politik noch irgendwelche Verbände helfen, die Ohnmacht macht sich spätestens breit, wenn ihr Handeln nicht fruchtet.

von Gerd Uken

So lange wir mi h nicht mal gleiche Bedingungen haben

Jede Molkerei kann für sich entscheiden welchen Umrechnungsfaktor sie nimmt.... So lange nicht mal 148 umgesetzt u.angewandt wird so lange wird sich auch wohl nichts ändern- die Molkereien sind in einer komfortablen Position und haben Rückendeckung von fast allen Verbänden. Es geht nur um Rohstoffsicherung. Der einzelne Landwirt ist ihnen egal Hauptsache ihre Zahlen stimmen.....

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen