Selbstauflösende Milchkapsel

Weniger Plastikmüll verspricht eine lösliche Zuckerkapsel für die Aufbewahrung kleiner Mengen Milch, die Forscher der Universität Halle-Wittenberg jetzt entwickelt haben. Die Kapseln sollen sich komplett auflösen, wenn sie in ein heißes Getränk gegeben werden. Das reduziere den Verbrauch von Verpackungsmaterialien.

Weniger Plastikmüll verspricht eine lösliche Zuckerkapsel für die Aufbewahrung kleiner Mengen Milch, die Forscher der Universität Halle-Wittenberg jetzt entwickelt haben. Die Kapseln sollen sich komplett auflösen, wenn sie in ein heißes Getränk gegeben werden. Das reduziere den Verbrauch von Verpackungsmaterialien. Auch die Handhabung ist einfacher als bei herkömmlichen Plastikdöschen für Kondensmilch, sagt Martha Wellner von der Uni Halle.

Für die Produktion werde zunächst eine Lösung aus Milch und Zucker hergestellt und in eine Form gegeben. Der überschüssige Zucker wandere an den Rand der Flüssigkeit. Dort bilde er Kristalle. Im Inneren befinde sich dann die Milch-Zucker-Lösung.
 
Bisher gebe es zwei Varianten des Milchcontainers: eine gesüßte und eine leicht gesüßte. An einer ungesüßten Kapsel arbeiten die Forscher derzeit noch. Die Kapseln können in verschiedenen Formen hergestellt und bei Raumtemperatur gelagert werden. Einmal verkapselt, hält sich die Milch so für mindestens drei Wochen, versichert das Forschungsteam.
 
Für das Verfahren hat die Hochschule bereits im Jahr 2015 ein Patent angemeldet. Noch gebe es aber kein finales Produkt. Dafür müsse noch geprüft werden, ob die Idee sämtliche Anforderungen für Lebensmittel erfülle und ob sich die Milchkapseln auch kostengünstig in großer Stückzahl herstellen ließen. Theresa Hagemann
 

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