Energiemanagement

Strom sparen im Milchviehbereich

Ressourcen werden knapper, Strom teurer und Nachhaltigkeit spielt eine immer größere Rolle. top agrar zeigt, wie und wo Milcherzeuger die Energieeffizienz verbessern können.

Energie einzusparen schont den Geldbeutel und ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Durch den Einsatz effizienter Technik lassen sich beträchtliche Mengen fossiler Energieträger einsparen. Das ist nicht nur gut für die Ökobilanz, sondern senkt auch Ihre Betriebskosten. Die folgenden Artikel sind in top agrar erschienen und zeigen, wie sich Strom sparen bzw. die Energieeffizienz verbessern lässt.

13 Wh Strom pro Liter Milch sind das Ziel

Mit der Automatisierung steigt der Stromverbrauch in den Milchviehställen. Um ihn zu begrenzen, sind eine regelmäßige Überwachung und neue Kennzahlen wichtig. Wie das gelingt, will die Firma meistro zusammen mit Melktechnikhersteller Lely ermitteln: Mit einer detaillierten Messung an allen Sicherungsabgängen erfassen die Unternehmen, wann welcher Verbraucher wie viel Strom benötigt. Das zeigt, wo noch Optimierungen möglich und sinnvoll sind. Mehr dazu, lesen Sie hier.

Fördermittel für energiesparende Technik

Mit dem Bundesprogramm des BMEL können Landwirte Fördermittel für Energiesparmaßnahmen bei Modernisierung und Neubau, aber auch für die Eigenversorgung oder mobile Maschinen beantragen. Worauf es ankommt, welche Maßnahmen förderfähig sind und wie die Fördermodalitäten aussehen, lesen Sie hier.

"Zu beachten ist: Bei allen Investitionsmaßnahmen außer den Einzelmaßnahmen muss der Betrieb ein CO₂-Einsparkonzept vorlegen", erläutert Josef Neiber (Energieberater bei der LfL) gegenüber top agrar. Sachverständige, die dieses ausstellen, findet man im Sachverständigenregister der BLE unter www.ble.de

Die Antragstellung erfolgt über das Förderportal des Bundes easy Online: foerderportal.bund.de

Tipps für Stromspar-Maßnahmen

Mit der Steigerung der Energieeffizienz und dem Einsatz erneuerbarer Energien können Landwirte Klimagasemissionen vermeiden und Energie einsparen. Maßnahmen wie die Nutzung von Solarstrom zur Selbstversorgung oder die Nutzung von Biogasabwärme spielen hierbei eine wichtige Rolle. Mit dem Einsatz von LED-Beleuchtung statt Neonröhren oder einem Stromzählertausch zum Tarifwechsel lassen sich die Kosten erheblich senken.

Wissenschaft: Effizienter Milch produzieren

Die Ergebnisse eines mehrjährigen Forschungsprojekts zur Effizienzsteigerung in der Landwirtschaft liegt vor. Möglichkeiten in der Milchviehhaltung sind vor allem der Einbau eines Vorkühlers und die Wärmerückgewinnung bei der Milchkühlung, Lastmangement bei der Güllepumpe und die Nutzung effizienter Ventilatoren im Stall.

Milchvieh: Was bringt ein Rohrvorkühler?

Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) erläutert anhand eines Beispielbetriebes, welche Einsparung eine Milchvorkühlung bringt: Damit lassen sich Stromkosten senken und das Tränkewasser vorwärmen.

Milchvieh: Vakuumpumpe umrüsten oder neu kaufen?

Die Vakuumpumpe im Melkstand ist einer der Hauptstromfresser im Milchviehbetrieb. Die LfL hat untersucht, welche Einsparung eine Vakuumpumpe mit Frequenzregelung bringt.

Stromfresser erkennen

Der durchschnittliche Stromverbrauch von Milchviehbetrieben liegt bei 640 kWh/Kuh. Die bayrische LfL hat 6.000 Milchviehbetriebe mit verschiedenen Melksystemen ausgewertet und berichtet in welchen Segmenten der Stromverbrauch reduziert werden kann.

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vor von Hinrich Neumann ; ad

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