Angekettet und festgeklebt

Tierrechtler blockieren Tönnies-Schlachthof in Badbergen

Die von Tierhaltungsgegnern angekündigten Aktionen gehen weiter. Nun haben sich Aktivisten bei Tönnies in Badbergen angekettet und festgeklebt.

Seit 6:00 Uhr blockieren etwa 50 Tierrechtsaktivisten den Tönnies-Schlachthof in Badbergen, Niedersachsen. Sie fordern den Ausstieg aus der „Tierindustrie“ und eine sozial gerechte Agrarwende.

Unter anderem haben sich Menschen an ein Tor des Rinderschlachtbetriebs gekettet. Es wurde ein Banner mit der Aufschrift „Shut Down Tierindustrie“ an einem Gebäude des Betriebs heruntergelassen. Außerdem hat sich eine Person festgeklebt.

Die Gegner werfen dem Unternehmen Ausbeutung von Mensch und Tier sowie Zerstörung von Klima und Natur vor. Die Tierhaltung gehört ihrer Ansicht nach zu den größten Klimakillern und verschwende riesige Mengen Energie.

Ein Fokus der Aktion liege auch auf den sozialen Folgen des globalen Futtermittelanbaus. „Deutschland importiert Futtermittel im großen Stil, für die im globalen Süden nicht nur unersetzliche Ökosysteme gerodet, sondern auch Menschen vertrieben und ausgebeutet werden. Diese neokoloniale Gewalt muss beendet werden!", heißt es in einer Pressemiteilung.

Die Blockade in Ladbergen ist Teil von mehreren Aktionen in und um das Oldenburger Münsterland. Bereits am Freitag wurde durch Animal Rebellion ein Standort der Molkerei Ammerland blockiert. Am Samstag demonstrierten 220 Menschen in Vechta gegen die Tierindustrie.

Die Aktivisten planen, die Blockade des Tönnies-Schlachthofs möglichst lange aufrecht zu erhalten. Auf eine mögliche Räumung durch die Polizei seien sie vorbereitet, erklärt das Bündnis Gemeinsam gegen die Tierindustrie.

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