Milchviehkontrollen

Tierschutz: Amtstierärzte fordern Personal und Rechtssicherheit Plus

Wenn Tierschutzverstöße erst durch illegale Videoaufnahmen aufgedeckt werden stehen Amtstierärzte in der Kritik. Was sich ändern muss erklärt Dr. Holger Vogel im Interview mit top agrar.

Bei Verstößen gegen den Tierschutz, wie auf dem Milchviehbetrieb im Allgäu (top agrar berichtete), stehen oft die Amtstierärzte in der Kritik. Warum kontrollieren sie einige Betriebe jährlich und andere nur alle 10 Jahre?

Vogel: Im Gegensatz zur Schweine- und Geflügelhaltung gibt es keine rechtlichen Vorgaben zur Zahl der Kontrollen auf Milchviehbetrieben. Viele Bundesländer haben im Qualitätssicherungssystem Kontrollfrequenzen festgelegt, wonach sie aber z. T. nur 10 % der Betriebe pro Jahr kontrollieren. Geht ein Hinweis oder eine Anzeige gegen einen Betrieb ein, finden zusätzliche Kontrollen statt.

Wie lassen sich Probleme auf den Betrieben früher aufdecken?

Vogel: Wir...

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Als Konsequenz aus dem Tierquälerei-Skandal in einem großen Milchviehhof im Allgäu will Bayern die Überwachung großer Lebensmittelbetriebe reformieren.

In bayerischen Landratsämtern herrscht Tierarztmangel. Daher kommt rein statistisch auch nur alle 48 Jahre ein Amtsveterinär auf den Hof.


Diskussionen zum Artikel

von Paul Siewecke

Preisdilemma nicht nur bei Rindern!

auch die Schweinehaltung, Geflügel, erst recht Schafe, alle sind von der Dumpingpreispolitik betroffen! Und bei der Pflanzenproduktion geht das nahtlos so weiter!

von Rudolf Rößle

Amtstierärtzte

sollten in erster Linie Berater der Landwirte sein und nicht Strafverfolgungsbehörde. Die Hoftierärzte sollten bei Beanstandungen mit an den runden Tisch. Durch Winterversammlungen könnte gezielt Aufklärung betrieben werden. Neuerdings bekommen wir vom Landratsamt immer aktuelle ... mehr anzeigen

von Kurt Brauchle

Welch glückliche Betreibe

die Schmallenberg, MD, Rota, E-Coli, Kokzidien,Cryptosporidien usw. bei Kälbern nicht kennen. Die sind vor dem Vet-Amt sicher, und die anderen werden zugemacht?

von Matthias Zahn

@Hans

Da hast du den Nagel auf den Kopf getroffen......Außerdem scheint jedem außenstehenden das Milchpreisdilemma klar zu sein, nur die Bauern glauben immer noch daran, dass es mit 20 Kühen mehr , endlich besser wird.....

von Hans Nagl

Systemfehler.

Wenn ab 15% der Tiere mit einer Ohrmarke ein CC Verstoß mit Kürzungen ist, aber 20 %verendete Kälber kein Problem ist , dan ist doch das System krank.

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