700 Kühe

Tierschutzverstöße Stendal: Milchviehbetrieb weiter aktiv

Ein Landwirt, der wegen Tierquälerei mit einem Haltungsverbot belegt wurde, hat einen Verwandten zum Geschäftsführer seines Hofes gemacht und wirtschaftet weiter - ohne Verbesserungen.

In Demker im Kreis Stendal hat das Gericht gegen einen Rinderhalter wegen Tierquälerei ein Haltungs- und Betreuungsverbot erlassen. Ausgangspunkt waren Videos der Tierrechtler von Soko Tierschutz. U.a. war zu sehen, dass Kühe in technischen Geräten festhingen und mitgeschleift wurden. Zudem lagen verendete Tiere im Stall.

Der verurteilte Rinderhalter hat daraufhin einen Verwandten zum neuen Geschäftsführer des Hofes mit 700 Kühen gemacht und wirtschaftet weiter. Nach MDR-Informationen sollen sich die Zustände in dem Stall nicht verbessert haben.

Für den zweiten Beigeordneten des Landkreises, Sebastian Stoll, ein Unding. Er droht dem jetzigen Geschäftsführer, den Stall zu Ende November zu schließen und zwar endgültig. Kreis-Dezernent Stoll sagte, seine Behörde hätte das beantragt, gerade entscheide darüber ein Gericht.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Eckehard Niemann

aus einem Artikel der Volksstimme vom 12.11.2019:

.... Der Tierbestand wurde in der Folge auf einen neuen Halter übertragen und der Betrieb fortgesetzt. Nach Volksstimme-Informationen handelte es sich bei dem neuen Pächter um den Sohn des Betreiber-Ehepaars. Gegen diesen hat der Landkreis mittlerweile ebenfalls ein Haltungsverbot verhängt. ....

von A. Bening

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