top agrar plus Geschlossener Kreislauf

Wie Flämingrind ihren Bullen-Typenstall umbaute und das Tierwohl steigerte

Ein Unterschied wie Tag und Nacht: Die Produktivgenossenschaft Flämingrind hat einen Teil ihrer Bullenställe umgebaut. Das Stallsystem ist der erste Schritt zum geschlossenen Kreislauf.

Ihren Betriebsstandort in Kranepuhl (Brandenburg) nutzte die Produktivgenossenschaft Flämingrind vor der Wende als Bullenmastbetrieb für 4.000 männliche Holsteins aus den Milchviehherden der Umgebung. Mittlerweile gehören 160 melkende Kühe plus Nachzucht und 1.200 Bullen, vorwiegend Fleckvieh, zum Betrieb.

Während die Betriebsleiter beim Milchvieh längst in neue Haltungstechnik und Komfort investierten, standen die Bullenställe noch fast unverändert da – bis der Betrieb im letzten Jahr zwei von vier Ställen nach einem umfangreichen Umbau für je 220 Plätze neu bezog. „So wie es war, konnte es nicht mehr weitergehen“, sagt Hartmut Schulze, einer der Vorstandsvorsitzenden. „Wir wollten auch in der Rindermast neue Standards einführen.“

Füttern per Förderband

Denn in den alten Stallsystemen, wo zurzeit noch rund 760 Bullen untergebracht sind, sieht es so aus: Die Bullen kommen als Fresser auf den Betrieb und stehen ab der Mittelmast in vier Reihen in Kleingruppen à fünf Tiere. In der Mitte trennt ein rund ein Meter breites Futterförderband die Abteile. Die äußeren Buchten werden jeweils über ein eigenes Band versorgt. „Die Futterbänder können wir im Vorraum mit dem Mischwagen befüllen“, erklärt Ludwig Sternberg, Leiter der Tierproduktion und Vorstandsmitglied bei Flämingrind. Das wars dann aber schon in puncto Arbeitskomfort in dem Stallsystem: Zur Tierbeobachtung bleibt wenig Platz an den Bändern.

Ein- und Ausstallen lässt sich immer nur an einer Stallseite, d. h. die festen Gruppen müssen regelmäßig in den Abteilen vorrücken. Und auch beim Tierkomfort halten die Ställe nicht mehr mit den zukünftigen Ansprüchen von Schulze und Sternberg mit: Für die Bullen stehen 3 m² pro Tier auf Vollspalten zur Verfügung. Die niedrigeren Decken der Typenstall-Bauweise sorgen für Dämmung gegen Hitze, aber das Luftvolumen ist dementsprechend geringer.

Mehr Luft, Licht und Platz

Zwei Bullenställe sind seit April und Oktober 2021 komplett saniert. Dafür ließen die Betriebsleiter alles außer die Güllekeller, den Vorraum und die...

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