Union will SPD zu schärferer Wolfsregulation überreden Premium

Eine härtere Gangart gegenüber dem Wolf will die CDU/CSU-Bundestagsfraktion einschlagen. In einem am Dienstag verabschiedeten Positionspapier fordert sie eine Herabsetzung des Schutzstatus, wolfsfreie Zonen und feste Obergrenzen je Bundesland. Der Herdenschutz soll bundeseinheitlich werden.

Der Union gehen die bisher mit dem Koalitionspartner SPD vereinbarten Maßnahmen für ein Wolfsmanagement in Deutschland nicht weit genug. Am Dienstag verabschiedete sie in ihrer Fraktionssitzung im Bundestag ein Positionspapier zum Umgang mit dem Wolf, das sich ausdrücklich für eine Regulation des Wolfes mit Bestandsobergrenzen einsetzt. „Wir müssen über die hiesige Regulation der Bestände reden“, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzenden Gitta Connemann. Der Wolf sei in allen Bundesländern angekommen und verunsichere die Menschen und die Weidetierhalter. "Das BMU steht bei der Erhebung relevanter Bestandszahlen auf der Bremse", sagte Connemann in Richtung des Koalitionspartners.

Schutzstatus auf EU-Ebene aufweichen

Auf EU-Ebene will die Union den Schutzstatus des Wolfs von „streng geschützt“ in „geschützt“ ändern. Dies würde die Entnahme von Wölfen in Deutschland erleichtern und den Abschuss für eine „staatlich festgelegte Zahl von Einzeltieren“ ermöglichen, heißt es bei der Union. Als Vorbild dient für die Union das Wolfsmanagement in Schweden und Finnland, wo es bereits Abschussquoten gibt. „Wir wollen eine...

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Artikel geschrieben von

Stefanie Awater-Esper

Korrespondentin Berlin

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Diskussionen zum Artikel

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von Jürgen U. Elke Dippel GbR

Ich würde sagen man solle die Schäfer überreden einen Jagdschein zumachen und dann natürlich nur bei äußerster Notwehr von der Waffe Gebrauch zu machen also beim nächtliche Kontrollgang,und auch nur wenn der Wolf auf den Schäfer losgeht und sowas kommt schon hier und da Mal vor.Problem gelöst

von Gerd Uken

Jetzt geht es in eine andere Dimension

Wenn sich bestätigen sollte, das der Friedhofsgärtner wirklich von einem Wolf angegriffen wurde. https://www.kreiszeitung.de/lokales/rotenburg/tarmstedt-ort120597/angiff-steinfeld-mann-tier-gebissen-10766932.html

von Andreas Thiel

Eine Heilige Kuh...

Scheint der Wolf zu sein. Als noch KEINER da war,brauchte man all dieses Kopfzerbrechen,Regelungen und Management nicht...Weder auf Seite der Landwirtschaft noch der übrigen Bevölkerung noch der Politik und sonstigen Verbänden

von Gerd Uken

Womöglich sollen die Jäger sie dann auch noch zählen

Und sie in Bestandslisten führen - Bevor dann einer der Natur entnommen werden darf gibt es einen Ranger an die Seite der aufpasst. Aber erst mal muss das Ding von Brüssel genehmigt werden..... hoffentlich wird das nicht ein ähnlicher Rohrkrepierer wie die Abgaberente. Der ist ja auch nicht durch

von Wilhelm Grimm

Arme CDU,

zu einer Einigung brauchen die Frau Schulze mit ihrem NABU-Ministerium. Die werden für ein paar "Entnahmen", die erfolglos bleiben werden, Gegenleistungen verlangen, die uns schmerzen werden. Das ist alles politischer Murks auf Kosten der Landwirte und deren Familien.

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