Milchnachfrage

US-Milchpreis um 73 % gestiegen

Innerhalb eines Monats sind die Milchpreise in den Vereinigten Staaten um 73 % gestiegen. Begründet wird das mit einer reduzierten Produktion bei gleichzeitigem Nachfrageanstieg.

Nachdem der durchschnittliche Milchpreis der Klasse III in den USA im Mai bei 27,46 € pro 100 kg Milch lag, stieg er im Juni auf 46 € pro 100 kg. Das berichtet das niederländische Fachmagazin Veeteelt. Noch nie zuvor seien die Schwankungen des Milchpreises in den USA in einem Monat so groß gewesen. Der Milchpreis der Klasse III basiert hauptsächlich auf dem Preis für Käse.

Nach einem starken Anstieg im Jahr 2019 mit einem Höchststand von rund 44 € im November 2019 sind die Preise Anfang 2020 stark eingebrochen. Der Absatz von Milchprodukten ging infolge der Coronakrise stark zurück während die Milchproduktion zunahm. Dies habe zu einem Tiefpunkt der Milchpreise im Mai und zum Abfluss von Milch geführt.

Im Mai sei die Nachfrage nach Milch wieder angezogen, während die Milchbauern die Produktion reduziert hatten. Zusammen mit dem Aufbau neuer Lagerbestände habe das zu einer Verknappung der Milch geführt, was den Anstieg der Käsepreise im Juni erkläre.


Diskussionen zum Artikel

von M. Förster

Vorsicht bei dieser Einschätzung!

Das ist freie Marktwirtschaft bei einem Minimum an staatlicher Intervention. Wünschen Sie sich wirklich solche Zustände? Hier bildet sich der Marktpreis ausschließlich durch das freie Spiel von Angebot und Nachfrage. In Zeiten eines Angebotsüberhangs würde der Milchpreis bei uns in ... mehr anzeigen

von Schuchmann GbR

Sollten einige Verantwortliche lesen

Verantwortliche von MIV, DBV und Milchindustrie sollten das mal lesen wie einfach das mit dem Vollkostendeckenden Milchpreis funktioniert wenn die Menge stimmt.

von Andreas Gerner

für solche Preissprünge reicht es aus,

dass die Milchmenge nur ein klein wenig unter die Bedarfsmenge sinkt. Das wäre auch bei uns hinzubekommen und würde allen Erzeugern unterm Strich helfen. Weniger Aufwand, mehr Einnahmen, weniger Konflikt mit den Nährstoffgrenzen. Aber es gibt zu viele Bremser.

von Matthias Zahn

Das kann uns nicht passieren!

Bloß gut, dass wir unsere Übermengen immer einlagern und für gute Zeiten aufheben. Da bleibt der Milchpreis schön stabil........ unten.....

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