MIV-Milchpolitischer Frühschoppen

Verpflichtende Herkunftskennzeichnung für Milch? Premium

Eine verpflichtende nationale Herkunftskennzeichnung könnte Gefahren für die EU bergen. Vertreter der deutschen Milchindustrie diskutierten Vor- und Nachteile beim Milchpolitischen Frühschoppen.

„Angeblich würden 85 % der Verbraucher eine klare Herkunftskennzeichnung bevorzugen“, leitete Anselm Richard, Chefredakteur vom Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben und Moderator des Milchpolitischen Frühschoppens des Milchindustrie-Verbands, die Diskussion ein. Dr. Sascha Weber vom Thünen Institut für Marktanalyse wies auf handwerkliche Mängel bei vielen Umfragen hin: „Bei reinen Befragungen antworten Verbraucher mit ‚Ja‘ auf die Frage, ob sie bereit wären, mehr Geld für Milch mit gekennzeichneter Herkunft zu bezahlen“, beschrieb er seine Erfahrungen. Wenn man sich aber das tatsächliche Kaufverhalten anschaue, käme man zu ganz anderen Ergebnissen. Es habe sich gezeigt, dass Verbraucher kein Interesse an Milch haben, die teurer wird. „Verbraucher kaufen nach den Kriterien Preis, Qualität, Haltbarkeitsdatum...

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Diskussionen zum Artikel

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von Gerd Uken

@ Rößle das sind die großen Molkereien die da

am Weltmarkt hängen Friesland Campina, Arla , DMK wer da „ Bullkprodukte“ für herstellt der braucht das label auch nicht. Ichvgkaub den Chinesen ist das auch egal was da auf der Dose des Pulvers steht. Aber das die Genossen dann indirekt über den Milchpreis bzw. ohne Dividenden ausgehen weil man sich verspekuliert hat ...... F/C muss jetzt 300 Mio aufnehmen um die Eigentümerobligationen demnächst aus zu zahlen. Wer hat die zu immer größeren Konstrukten getrieben das war doch der Genoverband. Also da rettet uns das DDD auch nicht mehr. Wie soll sich das am Ende denn im Milchpreis widerspiegeln?

von Heinrich-Bernhard Muenzebrock

Passt nicht zum Thema aber...

Neueste Nachricht vom Wirtschaftsgipfel in Davos aus T-Online.de Zitat: "EU-Kommissions-präsidentin Ursula von der Leyen zeigt sich zuversichtlich, bald ein Handelsabkommen mit den USA abzuschließen und damit Strafzölle auf US-Importe europäischer Autobauer zu verhindern. Es sei gut, einen Verhandlungsprozess mit den USA zu haben, sagt von der Leyen in Davos der Deutschen Presse-Agentur nach einem Gespräch mit US-Präsident Donald Trump, "denn wir wollen in einigen Wochen gemeinsam ein Abkommen haben, das diese Themen abschließt"." Zitat Ende. Ein Schelm wer böses dabei denkt...

von Willy Toft

Ob die Meiereien das mitmachen?

Sie wären nicht mehr so flexibel! Kann auch Nachteile haben, wir verkaufen auch Europaweit, wenn der Protektionismus weiter um sich greift! Hauptsache ihr bekommt mal den Rohmilch- Preis angehoben! Solange wir unter den Gestehungskosten produzieren müssen, erledigt sich das alles bald von selber!

von Rudolf Rößle

Molkereien

betreiben schon seit Jahren auch Molkereien im Ausland. Das hat Verarbeitungsvorteile und Akzeptanzvorteile. Selbst die bayrisch erzeugten Milchprodukte können nicht mehr so gut mit ihrem Bundesland punkten. Entscheidend ist, wie der monetäre Verarbeitungskuchen verteilt wird. Für einige Molkereien ist das Ausland ein wirkliches Entlastungsventil.

von Gerd Uken

Wenn man so aufgeklärt

https://www.presseportal.de/pm/51580/4497478?fbclid=IwAR0NIwX_obhp_Mb1tNweoqKU8wVP8APQzaEY5Z08BY8ruVGUyTWd0jMg-Nw Der müsste gewonnen werden für die nächste Werbekampagne

von Renke Renken

Und was dieser Verbraucher

alles bevorzugen würde - billig, billig und nochmal billig, das ist alles. Er hat ja auch die Elektro-, Elektronik-, Schuh- und Bekleidungsindustrie kaputt gemacht, weil´s ja billig und nochmals billig sein soll, da interessiert auch keinen Ausbeutung von Arbeitskräften und Umweltverschmutzung und Klimaschutz spielt auch keine Rolle dabei. Wie hat man sich das vorzustellen, Herkunftsnachweis für Milchprodukte, da steht dann auf dem Käse drauf, wieviel Promille von meiner Milch in dem Käselaib stecken, oder was?

von Peter Guhl

Merkwürdig!?

Gerade versucht man uns von Seiten DBV, MIV und Genossenschaftsverbänden krampfhaft einzureden, dass QM Milch der absolute (selbst erfundene) Goldstandard ist, mit dem sich die deutsche Milchproduktion abheben soll. Auf den Packungen im Handel will man das jedoch nicht ausweisen. Warum wehrt man sich jedoch seit Jahren gegen die Herkunftskennzeichnung, wenn deutsche Milch doch dank QM eine so einzigartige Sicherheit und Qualität bietet? Steckt da etwa die Intention hinter, dass deutsche Milchbauern dauerhaft durch andere Kollegen weltweit austauschbar bleiben sollen? Immerhin sind von Jan.-Oktober 2019 knapp 2,2 Mrd. kg Rohmilch (ca. 7% der deutschen Jahresproduktion!) aus dem Ausland in deutsche Molkereien geflossen. Unterliegt diese Milch eigentlich auch den QM-Zwangsaudits? Selbstverständlich brauchen wir so schnell, wie möglich eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung!!!

von Gerd Uken

Wenn man die Milch mit 30% aus

anderen Ländern mischt und sie immer noch Weihenstephan heißt was ist das dann Herr Weber?? Und Verbraucher kaufen nicht regional wie erklärt man sich dann den Anstieg der Weidemilch?? Die ist ja auch teurer im Laden

von Renke Renken

Labels, Vorschriften

Standards, Auflagen, Dokumentation, Herkunftsnachweis, Tierwohl, Klimaschutz - nur beim Mehrerlös hapert´s wie immer

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