Forum Milch NRW

Was kommt auf Milchviehhalter zu? Premium

Weniger Betriebe und größere Herden, Nährstoffausscheidungen als begrenzender Faktor und weiter steigende Anforderungen an die Haltung – trotzdem blickt ein Großteil der Milcherzeuger laut einer Umfrage positiv in die Zukunft.

Was kommt auf die Milchviehhalter zu und mit welchen Strategien lässt sich zukünftig erfolgreich Milch produzieren? Diese Fragen waren Thema beim Forum Milch auf den Agrarunternehmertagen in Münster. Fünf Referenten der Landwirtschaftskammer NRW stellten erfolgreiche Strategien für die Zukunft der Milchproduktion vor. Vorab machte Moderator Peter Spandau (LWK NRW) deutlich, wie sich der Strukturwandel auswirken wird: In 2018 hatten in NRW über 5.600 Betriebe im Schnitt 74 Kühe gehalten. In 2030 werden das den Prognosen zufolge nur noch knapp 3.000 Betriebe mit im Schnitt 125 Kühe sein. Betriebswirtschaft: Umfrage unter 500 Milcherzeugern Josef Assheuer stellte die Ergebnisse einer Umfrage unter 500 Milcherzeugern aus NRW vor. 47 % der befragten Landwirte empfinden ihre betriebliche Situation als gut. Besonders zufrieden waren die Betriebe mit größeren Herden, höheren Milchleistungen und dem im Vergleich bestem Ergebnis der Betriebszweigauswertung. Die Milcherzeuger wollen ihre Betriebe wie bisher weiterentwickeln (71 %) und sich weiter spezialisieren (79 %). Um die Arbeit zukünftig organisieren zu können, planen 31 % der Betriebe mit Mitarbeitern und 17 % mit automatischen ...

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Artikel geschrieben von

Anke Reimink

Redakteurin Rinderhaltung

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Leserfrage: Müssen wir Maut für den Transport von Stroh- und Heuballen bezahlen?

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Diskussionen zum Artikel

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von Rudolf Rößle

Weltmarktpreis

wird stillschweigend akzeptiert. Keine Zukunft auf vollkostendeckende Preise. Wie entwickeln sich die Pachtpreise bei Vergrößerung. 200-300 Euro mehr/ha? Wird die intensive Landwirtschaft mit 4 und mehr Schnitten noch geduldet? Darf Gülle noch überall ausgebracht werden? Können die Altenteiler auch in ihrer Rente entspannen? Viele Fragen...

von Armin Eugler

Positive Zukunft?

"47 % der befragten Landwirte empfinden ihre betriebliche Situation als gut." "Bei der Frage, wie gut der Ausgleich von Beruf und Privatem gelingt, antworteten 54 % der Befragten mit „Zufriedenstellend“ und 38 % mit „Unzureichend“." Da bleiben nicht mehr viele die ihre Situation Gut oder Sehr gut betrachten! Immer schneller im Hamsterrad und Privatleben abstellen wäre eine passende Überschrift gewesen.

von Gerd Schuette

Die Aussagen zum Markt und den damit verbundenen Risiken sind dürftig bis ungenügend. Nur auf die Absicherung an der Börse (Glättung) zu verweisen ist für Beratende schon fast als fahrlässig einzustufen.

von Heinz Bonnen

Oh man...

...in den nächsten 11 Jahren im Schnitt 51 Kühe mehr!? Da wird wohl noch der ein oder andere von uns zum Bankangestellten. Stallbau,Silobau,Flächenpacht,Gülleabgabe,Grundfutterzukauf usw.usw.usw. Interessant wäre mal zu wissen in welchen Regionen Deutschlands diese Wachstumsschritte noch finanzierbar umzusetzen sind und in welcher Region die Stimmung unter den Milchviehhaltern noch so positiv ist.

von Gerd Schuette

Die Absicherung an der Börse kann die Milchpreiskurve allenfalls glätten, stellt aber kein Instrument zur Krisenabsicherung dar. Und je größer und spezialisierter die Betriebe werden um so wichtiger werden Risikomanagement und Marktkriseninstrumente.

von Andreas Christ

wachsen oder weichen

die Betriebe in der LW sind größer geworden- aber sind sie reicher ? Born out Bauern gibt es schon genug

von Steffen Hinrichs

In 11 Jahren den Berufsstand halbiert !

Danke liebe Kammer ! Dann ist die Motivation der Bäuerlichkeit ganz dahin ! Nur noch Effektivität ,höhere Auflagen ,knallhartes Managemet regiert uns in ein immer schnelleres engeres Hamsterrad .

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