Wie sieht der Welt-Milchmarkt 2030 aus? Premium

„Wer in Deutschland unter 32 €-Cent pro kg Milch produziert, profitiert von den Chancen des weltweiten Milchmarktes“, sagt Dr. Torsten Hemme von IFCN. Der weltweite Milchpreis soll langfristig bei 33 bis 35 €-Cent/kg liegen. Daran werde sich der deutsche Milchpreis orientieren.

Bis 2030 steigert Südostasien (Indien etc.) die Milchmenge um 64 %. Es ist dann die mit Abstand größte Milchregion. (Bildquelle: top agrar)

„Wer in Deutschland unter 32 €-Cent pro kg Milch (4,0 % Fett, 3,3 % Eiweiß, ohne Mehrwertsteuer) produziert, profitiert von den Chancen des weltweiten Milchmarktes“, sagt Dr. Torsten Hemme von International Farm Comparison Network (IFCN).   Dr. Hemme stellte seine Prognosen für 2030 auf den Kieler Milchtagen vor. Dort diskutierten 120 Fachleute über aktuelle Themen der Branche. top agrar stellte einen Auszug der Vorträge in der aktuellen Ausgabe 7/2018 vor. Dr. Hemme stützt seine Prognose auf den aktuellen IFCN-Ausblick auf das Jahr 2030. Darin gehen die Wissenschaftler von stabilen politischen sowie ökonomischen Entwicklungen, einem positiven Konsumverhalten bei Milch und einem jährlichen Nachfragewachstum von 2,3 % aus. Bei diesem Szenario erwarten sie ...

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Patrick Liste

Redakteur Rinderhaltung

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Diskussionen zum Artikel

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von Eibo Eiben

... Milchmarkt 2030 ...

… Dr. T. Hemme geht vom Milchpreis (~34 ct), von der -menge (+~35% ECM), von dem Milchkonsum (+ 16% auf 1,17 Billionen), vom Milchhandel (+ 73% ), von der Entwicklung der Anzahl von Milchfarmen ( - 14 Mill. auf 104 Mill.) und Tieren ( + 12% auf 417 Mill.) aus, die "KOSTENSEITE" aber lässt er außen vor; 32 ct/kg sind heute nicht kostendeckend, bei 1,5% "INFLATION" wären dann ~38 ct/kg auch 2030 nicht kostendeckend! - und wenn rein theoretisch die Preise (p) sich an den Grenzkosten (GK) orientieren (p=GK), dann wäre wohl eine "Studie" in dieser Richtung "erfolgversprechender" und einfacher; die ganzen Parameter gehen davon aus, dass Bauer "weiterhin" ohne Unternehmerlohn und negativer Bilanzentwicklung weiter macht; das ist aus meiner Sicht höchst unwahrscheinlich … - Betriebe mit der besten Entwicklung sind unabhängig davon solche in D., wo viel außerlandwirtschaftlich dazu verdient wird; teure Technik, techn. Fortschritt, all das ist machbar - aber nicht nur mit der ARBEIT in der Landwirtschaft, es gehören auch viele externe Gegebenheiten dazu ...

von Gerd Schuette

Solche Szenarien setzen idR eine gewisse Konstanz in vielen Bereichen voraus (Politik, technische Entwicklung, wirtschaftliche Stabilität). Die wirklich großen Veränderungen kündigen sich jedoch selten vorher an und sind daher nicht planbar (Lehmanpleite, amerikanische Präsidentschaftswahl, scheitern TTIP, Fukushima und, und und..)

von Rudolf Rößle

Wir

wollen nicht für 32 Cent produzieren. 38 ++ hellt die düsteren Mienen auf

von Willy Toft

Ja, wie sieht der Milchmarkt 2030 aus?

Die Aussage, wer jetzt mit 32 Cent auskommt, der überlebt bis 2030!! Es kommen nur ganz wenige mit den damit klar, meistens, weil sie noch andere Einkünfte haben. Die Aussichten sind danach nicht rosig, die Produktion in Deutschland müsste eigentlich rückläufig sein. Wer heute eine Kuhstall baut, hohe Pachten bezahlt, kommt mit den Milchpreisen nicht klar! Oder wie sollen Tierwohl, höchste Standards, und ordentliche Löhne erwirtschaftet werden?

von Matthias Zahn

Ehrliche Aussage

Wenigstens ist er ehrlich. Alle die mit 32 ct oder weniger zurecht kommen, können auch in Zukunft mit dem Absatz ihrer Milch rechnen. Ist doch eine klare Aussage! Wer das nicht kann, sollte sich überlegen die Branche zu wechseln!

von Georg Nordendorf

Darin ist sehr viel tehoretische Spekulation enthalten. Aber eine entscheidende Frage bleibt unbeantwortet: Wie gedenkt Herr Dr. Hemme denn in Deutschland unter 32 Cent produzieren zu können? Überall wo Berechnungen angestellt werden heißt es, das die Betriebe ca 30-32 Cent benötigen, um mindestens kostendeckend arbeiten zu können. Bei den Vollkosten, die auch die Entlohnung berücksichtigen heißt es meist, es müßten mindestens ca 40 Cent sein..... Unter Berücksichtigung der Inflation dürften die werte für 2030 wohl eher höher ausfallen....

von Renke Renken

Hier kann

keiner einem sagen, was für einen Milchpreis wir in 3 Monaten haben, und der Herr Dr. fabuliert irgendetwas über das Jahr 2030 - Nutzlose Kaffeesatzleserei

von Gerd Uken

Alles super

Wir sind ha auch die Gunstregion mit den höchsten Standards, Tierwohllabel, GVO frei und was es sonst nochvgeben wird! Der Herr Hemne vergisst nur die allgemeine Inflation bis 2030! Dann gibt es also nur noch ganz wenige Gr. Milchfarmen in Deutschland-alles Super Aussichten -:)

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