Zahl der Wolfsrudel steigt

Seit Beginn der Datenerhebung gab es noch nie so viele Wölfe: Rund 60 Wolfsrudel zählen Beobachter im westlichen Polen und nahe der deutschen Grenze. Die Zahl der Übergriffe auf Nutztiere sei aber nicht gestiegen.

Seit Beginn der Datenerhebung gab es noch nie so viele Wölfe: Rund 60 Wolfsrudel zählen Beobachter im westlichen Polen und nahe der deutschen Grenze. Die Zahl der Übergriffe auf Nutztiere sei aber nicht gestiegen.
 
Das belegen die Ergebnisse des vom IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) und der Naturschutzstiftung EuroNatur finanzierten Wolfsmonitorings, das die polnische Naturschutzorganisation Association for Nature Wolf (AfN Wolf) durchführt.

Die Wissenschaftler schätzten aufgrund ihrer Forschungen den Wolfsbestand zum Ende des Monitoring-Jahres 2016/17 westlich der Weichsel auf insgesamt 60 sich reproduzierende Rudel und Wolfspaare – so viele wie noch nie seit Beginn der Datenerhebungen. Wolfhotspots im westlichen Polen bilden die Wälder von Notec, Drawa und Walcz. Hier leben derzeit 15 Rudel.
 
„Der erneute Zuwachs der Wolfspopulation in Westpolen ist äußerst erfreulich“, so Robert Kless vom IFAW-Deutschland. „Er zeigt, dass die Schutzmaßnahmen in Polen greifen. Die positiven Bestandsentwicklungen in unserem Nachbarland wirken sich auch günstig auf die Wölfe in Deutschland aus, da sie mit den westpolnischen Tieren eine Population bilden.“ Vor allem die Lausitz in Brandenburg und Sachsen ist seit einigen Jahren wieder „Wolfsland“.
 
Obwohl die Zahl der Wölfe in Westpolen weiterwächst, gab es dort keine Steigerung bei Wolfsübergriffen auf Schafe. „Dies beweist, dass die Umsetzung der Präventionsmaßnahmen zum Herdenschutz greift. Ein friedliches Zusammenleben zwischen Wölfen und Menschen ist auch in unserer Kulturlandschaft möglich“, sagt Gabriel Schwaderer, Geschäftsführer von EuroNatur. Die veränderte politische Situation in Polen erschwere die Naturschutzarbeit für den Wolf allerdings massiv. Umso wichtiger sei es, die gezielte Stimmungsmache gegen den Wolf durch seriöse Datenerhebungen zu entkräften.
 
 

 

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Artikel geschrieben von

Anke Reimink

Redakteurin Rinderhaltung

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