Bakterien machen aus Ammoniak Luftstickstoff

Wilfried Kläne-Menke aus Cloppenburg bereitet für ca. 9 € je m3 Schweinegülle mit einem einfachen, aber wirksamen Prinzip auf. Am Ende bleibt eine geruchsarme Flüssigkeit übrig, die kein Ammonium-N mehr enthält.

Ein ca. 1 m2 großes Loch in der Abdeckhaube des Güllebehälters, aus dem täglich 300 m3 Gas entweichen? Kein Unfall, sondern so gewollt ist das bei Wilfried Kläne-Menke: „Aus dieser Öffnung kommt nur unschädlicher Luftstickstoff. Und die Flüssigkeit riecht kaum“, erklärt der Schweinehalter aus Cloppenburg. Und das, obwohl hier im Jahr 21000 m3 Gülle verarbeitet werden können. Möglich wird das dank einer biologischen Aufbereitung.

1. Stufe: Zentrifuge

Die Gülle wird in zwei Stufen aufbereitet (siehe auch Übersicht 1). Sie strömt zunächst durch eine Schneidpumpe, in der Fremdstoffe abgeschieden werden. „Das ist wichtig, weil die nachfolgende Zentrifuge sehr empfindlich darauf reagiert“, sagt der Landwirt. Die Zentrifuge mit einer Kapazität von 4 bis 12 m3 Rohgülle pro Stunde sorgt für eine Abtrennung von Feststoffen. In diesen ist auch 80% des Phosphors (17 kg P/t) enthalten. Bei 10 m3 Rohgülle fällt 1 t Feststoff an.

Die festen Stoffe mit einem TS-Gehalt von rund 30% fallen in einen garagenähnlichen Container unter der Zentrifuge. Von hier aus liefert Kläne-Menke sie einmal pro Woche an Biogasanlagenbetreiber. „Wir müssen dafür sorgen, dass der überschüssige Phosphor aus der Region abtransportiert wird, daher geben wir das Material gegen eine Zuzahlung von 10 bis 12 €/t an Biogasanlagen in Südniedersachsen und Sachsen-Anhalt ab.“

Der Gasertrag der Festphase ist mit 160 m3 Biogas pro t zwar geringer als der von Mais (220 bis 230 m3), aber dafür ist es ein günstiges Einsatzsubstrat für die Ackerbaubetriebe, die auch den Phosphor als Nährstoff wunderbar verwerten können.

2. Stufe: BAkterien am Werk

Die Flüssigphase...


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