Effektive Stallkühlung selbst gebaut Premium

Die Agrargenossenschaft Scharlibbe kühlt ihre Ställe mit Grundwasser. Wer im nächsten Sommer mit der Kühlung starten möchte, sollte sich sputen. Denn die wasserrechtliche Genehmigung dauert oft lange.

Hohe Temperaturen im Stall belasten die Schweine stark. Hitze ist insbesondere rund um die Geburt ein Problem, da der Organismus auf Hochtouren läuft und die Tiere enorm viel eigene Körperwärme produzieren. Mit der Zeit beginnt der Körper wie bei einem Fieberschub regelrecht zu glühen, wenn die Wärme nicht abgeführt wird. Ähnlich ist es während der Laktationsphase, wenn die Ferkel führenden Sauen viel Milch produzieren. Kann die Wärme dann „nicht weg“, bricht der Organismus früher oder später zusammen.

Kühlmöglichkeit Pflicht:

Bei zu hohen Temperaturen leidet immer die Tiergesundheit, im schlimmsten Fall verenden die Tiere. Sinkende biologische Leistungen bei den Sauen und geringe Futteraufnahmen in der Ferkelaufzucht und Mast sind ebenfalls die Folge zu hoher Temperaturen im Stall. Der Gesetzgeber hat deshalb in der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung festgelegt, dass Schweineställe über Kühleinrichtungen verfügen müssen.

Probleme mit überhitzten Sauen gab es auch in der Agrargenossenschaft Scharlibbe im Kreis Stendal in Sachsen-Anhalt immer wieder. Im Jahr 2015 sind an einem sehr heißen Wochenende trotz intensiver Tierbetreuung 18 Sauen im Abferkelstall verendet. „Unser damaliger Geschäftsführer Ottmar Kapl hat daraufhin sofort beschlossen, eine neue, effektivere Kühlung für den Abferkelstall zu bauen“, berichtet Anlagenleiter Frank Schirmer.

Für die Kühlung im Abferkelstall wollte man ein eigenständiges Konzept entwickeln, das sicher funktioniert und mit der sich die Ställe auch an heißen Sommertagen effektiv herunterkühlen lassen. Für wenig erfolgversprechend hielt man die...

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