Praxisfall

Es beginnt bei älteren Tieren Plus

Als zwei Sauen gegen Ende der Trächtigkeit verferkelten, vermutete der Betriebsleiter zunächst einen PRRS-Ausbruch.

Der ASP-Ausbruch ereignete sich in einem Ferkelerzeugerbetrieb mit rund 300 Sauen inklusive Ferkelaufzucht im Nordosten Polens. Der Betrieb lag in einer Überwachungszone in einem Gebiet mit hoher Schwarzwilddichte und ASP-infizierten Wildschweinen.

Als in dem Betrieb am 5. Juni 2019 zwei Zuchtsauen am 110. Trächtigkeitstag verferkelten, vermutete der Betriebsleiter zunächst einen PRRS-Ausbruch. Die Herde war bis dato jedoch PRRS-frei. Deshalb zog der Betriebsleiter sofort seinen Hoftierarzt zu Rate. Dieser schickte am nächsten Tag Abortmaterial (Plazenta und Ferkel) sowie Blutproben in das Labor der staatlichen Veterinärbehörde in Pulawy. Zusätzlich zu einem Test auf PRRS forderte der Bestandstierarzt auch, auf ASP zu testen.

Am darauf folgenden Tag (7. Juni) erhielt der Ferkelerzeuger das Laborergebnis. Die eingeschickten Proben waren PRRS-negativ und ASP-positiv. Vom 10. bis 13. Juni wurde der gesamte Bestand dann gekeult. Das Fatale: Am 3. und 4. Juni, kurz bevor die Zuchtsauen verferkelten und der Ferkelerzeuger überhaupt erste Probleme feststellen konnte, wurden zwei Ferkelpartien mit je 300 Tieren an Kunden in Südpolen ausgeliefert.

Die Mastbetriebe wurden nach der ASP-Bestätigung des Labors informiert und am 8. Juni 2019 unter Quarantäne gestellt. Vom 10. Juni bis Mitte September wurden die...


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