Fermentation: Geht die Rechnung auf? Plus

Wer sein Futter fermentieren will, muss zuerst kräftig investieren. Ob sich das rentiert, zeigt Wilfried Brede vom Serviceteam Alsfeld.

Sauenhalter, die ihr Futter im absetzigen Verfahren kontrolliert fermentieren (Batch-Verfahren), berichten von positiven Effekten. Im Wartestall nehmen die Tiere mehr Futter auf, die laktierenden Sauen bilden mehr Milch, und im Ferkelaufzuchtstall stabilisiert sich die Tiergesundheit. Vor allem Magen-Darm-Erkrankungen treten seltener auf, so der Tenor. Auch Schweinemäster profitieren nach eigenen Aussagen von der Fermentation. Die Betriebsleiter erzielen in ihren Beständen höhere Tageszunahmen und bessere Futterverwertungen.

Doch reichen die genannten Vorteile aus, um die Investitionskosten sowie die laufenden Kosten wieder einzuspielen? Das haben wir anhand eines Praxisbeispiels kalkuliert. Der Betrieb bewirtschaftet 1500 Mastplätze und erreicht 2,86 Umtriebe pro Jahr. Die Futterverwertung beträgt 1:2,80, die Tageszunahmen liegen bei 820 g, die Verluste bei 1,5%. Die tägliche Futterversorgung der Tiere erfolgt mittels Flüssigfütterung, die technisch in Ordnung ist.

Investition von gut 44000 €:

Will der Landwirt sein Futter künftig fermentieren, muss er zunächst in Technik investieren. Allein die beiden Fermenter kosten 18000 € (siehe Übersicht 1). Mit 11300 € schlägt die Steuerung der Fermentationsanlage zu Buche. Die Futterküche muss erweitert werden, dafür sind 8600 € einzukalkulieren. Rohrleitungen und Kleinteile kosten 1200 €. Teuer, aber nötig ist der Kauf eines leistungsfähigen Warmwasser-Durchlauf-erhitzers. Dieser kostet rund 5000 €.

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