top agrar plus Dr. Dirk Homann

Fragen an den Tierarzt

Aktuelles Krankheitsbild

Wie äußern sich PRRS-Infektionen aktuell in der Praxis? Hat sich das Krankheitsbild verändert?

Antwort: Nein, wir beobachten immer noch Aborte am Ende der Trächtigkeit vom 75. bis 80. Trächtigkeitstag. Es werden vermehrt lebensschwache Ferkel und Grätscher geboren. Wir sehen aber auch einen Anstieg tot geborener Ferkel und Mumien. In den Problemwürfen sind häufig die Saugferkelverluste erhöht. Die Tiere leiden unter Streptokokkeninfektionen, Gelenkentzündungen und gegen Ende der Säugephase treten mitunter Fälle von Glässerscher Krankheit auf.

Die betroffenen Würfe bereiten dann auch im Flatdeck und in der Mast weitere Probleme. Die Gruppen wachsen auseinander, es treten Hirnhaut- und Gelenkentzündungen auf. Auch Ferkelruß wird häufiger beobachtet. In der Mast lassen sich zudem Atemwegsinfektionen und die typisch geröteten Augen beobachten.

PRRS-freie Bestände

Gibt es überhaupt noch PRRS-freie Schweinebestände in Deutschland?

Antwort: In veredlungsintensiven Regionen gibt es kaum noch PRRS-freie Bestände. Wichtig ist, dass man diese Betriebe durch engmaschige Monitoringuntersuchungen intensiv überwacht. Dafür nutzen wir Kaustrick- und Hoden-Sammelproben.

Weitaus häufiger sind PRRS-stabile Betriebe. Hier kursiert das Virus in geringem Umfang in den Zuchttieren, es treten jedoch nur selten klinische Symptome einer PRRS-Erkrankung auf. Dennoch kann es periodisch zu Krankheitsausbrüchen kommen. In diesen Betrieben ist es daher sinnvoll zu impfen.

Daneben gibt es PRRS-instabile Herden, bei denen das Virus im Lymphsystem der Schweine schlummert. Dadurch kommt es immer wieder vor, dass einzelne Tiere das Virus ausscheiden und empfängliche Schweine infizieren. Das Virus kursiert in den Betrieben und lässt sich meist nur durch regelmäßige PRRS-Impfungen in Schach halten. Bei entsprechendem Impferfolg erhalten wir dann einen stabilen Impfbetrieb.

Biosicherheit

Lässt sich das allein durch eine regelmäßige PRRS-Impfung erreichen?

Antwort: Leider nein. Die Impfung ist nur eine von vielen Maßnahmen. Durch...

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