Frühjahrs-Check fürs Lüftungssystem Plus

Der Lüftungs-Check im Frühjahr ist gut investierte Zeit. Welche Bauteile jetzt gereinigt werden sollten, wie man Falschluft vermeidet und wo die Fühler hängen sollten, erklärt Klimaberaterin Katrin Peperkorn von der LWK Niedersachsen.

In puncto Stallklima verstehen Schweine wenig Spaß: Herrscht Zugluft in den Buchten oder sind die Stalltemperaturen zu niedrig, husten die Tiere sehr schnell. Ist es im Stall zu warm, fressen sie weniger Futter und die Tageszunahmen sinken. Ist der Luftaustausch zu gering, steigt die Schadgaskonzentration, was zu unnö-tigem Stress bei den Tieren führt.

Schweinehalter sollten deshalb stets darauf achten, dass das Stallklima passt. Mindestens zweimal pro Jahr – im Frühjahr und Herbst – sollten alle Zu- und Abluftbereiche kontrolliert und Fehler im Lüftungssystem beseitigt werden.

Zuluftgitter reinigen:

In vielen Ställen strömt die Frischluft über die Traufe und den Dachraum in die Abteile. Zum Schutz gegen Vögel oder Schadnager schrauben viele Landwirte Drahtgitter an die Traufbalken.

Diese Gitter setzen sich allerdings über das Jahr hinweg sehr leicht zu, z.B. durch Pollen, Staub oder auch Spinnweben. Sind die Gitter erst einmal verschmutzt, sucht sich die Luft andere Wege in den Stall. Dadurch erhöhen sich die Energiekosten, weil der Gegendruck im Lüftungssystem steigt. Und je höher die Luftraten sind, desto teurer wird es.

Landwirte sollten sich im Kalender einen festen Termin notieren, an dem sie die Traufgitter säubern. Optimal ist der Zeitraum von Mitte Mai bis Anfang Juni, denn dann lässt der Pollenflug deutlich nach.

Am einfachsten lassen sich die Gitter mit einem Besen säubern, aber auch der Hochdruckreiniger bietet sich an.

Zuluftkanäle entstauben:

Die Frisch-luft transportiert ständig feine Staubpartikel und Pollen in den Stall. Bei geringen Luftraten während der Wintermonate setzen sich die Partikel in den Zuluftkanälen ab, oder sie bleiben in Spinnennetzen hängen. In Rieselkanälen, Porendecken oder diffusen Decken bilden sich mit der Zeit zentimeter-dicke Staubschichten.

Durch die Staubablagerungen setzen sich die Zuluftöffnungen nach und nach zu, und es strömt immer weniger Frischluft in die Abteile. Zuerst fällt das gar nicht auf, da die Zuluftkanäle in der Regel schwer einzusehen sind. Im Laufe der Zeit sinkt die Luftqualität dann aber spürbar und die Tiere bekommen Atemprobleme und im Extremfall gerötete Augen.

Parallel dazu steigt der Gegendruck im Lüftungssystem immer weiter an, was höhere Stromkosten zur Folge hat. Außerdem können keine hohen Sommerluftraten mehr gefahren werden, häufig kommt deshalb es zu Fehlströmungen über die Güllekeller.

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