Geburtshilfe per Massage Premium

Die Geburtshilfe per Hand birgt Gesundheitsrisiken. Schonender geht es per Druckmassage von außen. Gerd Vahrenhorst von der GFS-Ascheberg erklärt, wie man vorgeht.

Auch Sauen brauchen bei der Geburt hin und wieder Unterstützung. Das ist z.B. der Fall, wenn ein großes Ferkel den Geburtskanal versperrt oder die Wehen zu schwach sind. Wenn spätestens 30 Minuten nach dem zuletzt geborenen Ferkel kein weiteres Tier auf die Welt gekommen ist, sollte man der Sau helfen. In den meisten Fällen greift der Landwirt dann mit einem Handschuh in den Geburtskanal. Bei diesem Eingriff besteht aber immer die Gefahr, dass Keime in die Gebärmutter gelangen oder der Geburtskanal verletzt wird.

Schonender geht es, wenn man die Geburt von außen unterstützt. Bei dieser Technik drückt man mit der Hand oder dem Fuß vorsichtig in die Flanke der liegenden Sau und hebt den Geburtskanal dadurch ein wenig an. Gerade bei älteren Sauen kann das sinnvoll sein, weil sich der Geburtskanal oft S-förmig verändert und die Geburt dadurch beschwerlicher wird.

Wie die Geburtshilfe von außen genau funktioniert und worauf man achten sollte, zeigt unsere Fotostrecke.

Kontakt:

marcus.arden@topagrar.com

Gesäuge leicht massieren: Durch die sanfte Massage des Gesäuges können Sie den Geburtsverlauf ankurbeln, weil mehr Oxytocin ausgeschüttet wird. Die Massage wirkt zudem beruhigend, die Sau legt sich auf die Seite und gibt beide Zitzenreihen frei. Die bereits geborenen Ferkel gehen dann ans Gesäuge und unterstützen dadurch den weiteren Geburtsverlauf.

An der Flanke ansetzen: Wer die Geburtshilfe per Druckmassage durchführen möchte, muss zuerst die richtige Position finden. Ideal ist der Bereich um die hintere Kniefalte der Sau. Der genaue...

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Artikel geschrieben von

Marcus Arden

Redakteur Schweinehaltung

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