Isoflurannarkose – der Teufel steckt im Detail

Über die häufigsten Fehler bei der Nutzung von Isofluran-Narkosegeräten für Ferkel haben wir mit Dr. Jürgen Harlizius vom Schweinegesundheitsdienst Nordrhein-Westfalen gesprochen.

Seit anderthalb Jahren dürfen männliche Ferkel in Deutschland nur noch betäubt kastriert werden. Zahlreiche Sauenhalter haben sich dabei für die Isoflurannarkose entschieden und in ein entsprechendes Narkosegerät investiert. Vor dem ersten Einsatz mussten sie entsprechende Lehrgänge besuchen und ihre Sachkunde in theoretischen und praktischen Prüfungen unter Beweis stellen.

Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass die meisten Landwirte sehr zufrieden mit der Isoflurannarkose sind. Viele loben die Ruhe beim Kastrieren, wenn die Ferkel betäubt sind. Einige Anwender beklagen jedoch, dass das ein oder andere Ferkel nicht ausreichend betäubt sei. Häufig sind Bedienfehler die Ursache. Deshalb hier einige Tipps, die man unbedingt beachten sollte.

1. Narkosegerät aufwärmen

Die Isofluran-Verdampfer sind medizinische Präzisionsgeräte. Bei 20°C Umgebungstemperatur arbeiten sie optimal. Das wird im Winter auf dem Zentralgang aber oft nicht erreicht. Die Verdampfer verfügen zwar über eine Heizung. Gasflaschen, Leitungen und Masken benötigen jedoch lange, um die optimale Betriebstemperatur zu erreichen. Die Folge: Das eingeatmete Gasgemisch ist zu kalt und die Narkosewirkung mitunter unzureichend.

Deshalb ist es wichtig, das Narkosegerät rechtzeitig ins Abteil oder in einen beheizten Vorraum zu stellen, damit sich die Technik akklimatisieren kann. Im Notfall kann man das Gerät mit einem Heizstrahler erwärmen.

2. Für Frischluft sorgen

Aus arbeitswirtschaftlichen Gründen...

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